Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Buffalo Sabres und den Detroit Red Wings

Es war ein besonderes Spiel für einen besonderen Spieler. Und die die Detroit Red Wings fuhren auch noch wichtige Punkte ein. Moritz Seider feierte am Freitag im KeyBank Center seine 400. Partie in der NHL mit einem 5:2-Auswärtssieg gegen die Buffalo Sabres. Der deutsche Verteidiger steuerte zu dem wichtigen Schritt im Rennen um die Plätze in den Stanley Cup Playoffs zwei Assists bei.

„Das war ein super Start ins Spiel“, freute sich Detroits Veteran Patrick Kane. „Heute haben wir uns auf den Start konzentriert, und das hat uns eine gute Ausgangsposition verschafft. Im zweiten Drittel haben wir die Führung verwaltet und nur ein Tor zugelassen. Gibson hat einige super Saves geliefert. Er war heute stark. Wir waren heute einige Male unter Druck, haben aber nicht nachgegeben. Das war ein wichtiger Sieg.“

**Seiders Abend

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Detroits Abwehrchef Seider ging am Samstag in sein 400. NHL-Spiel und war mitverantwortlich für den von Kane angesprochenen guten Start. Die Sabres mussten im ersten Drittel zweimal auf die Strafbank. Die Red Wings nutzten beide Powerplays mit Beteiligung von Seider. Seinen ersten Assist bekam er in der fünften Minute gutgeschrieben, als Alex DeBrincat nach seinem Schuss den Rebound zum 1:0 abstaubte. In der 10. Minute hielt Seider den Puck im Drittel und bediente Lucas Raymond, der auf 2:0 erhöhte.

DET@BUF: Raymond verwertet Powerplay zum 2:0

„Er hat im Powerplay ein paar Mal die blaue Linie gehalten“, kommentierte Kane Seiders Leistung. „Er hält den Puck immer wieder im Spiel. Er hat einen Hochleistungsmotor und kann einfach immer weitermachen. Das ist ein Spieler mit Selbstbewusstsein. Er ist nie überheblich und nie entmutigt. Er bringt jeden Abend die gleiche Energie, darauf kann man sich verlassen. Er ist so ein Anker in der Abwehr.“

Diese Qualitäten bringt Seider für die Red Wings bereits in seiner fünften Saison aufs Eis. Er wurde in der ersten Runde des NHL Draft 2019 von Detroit mit dem sechsten Pick gewählt. Zum Auftakt der Saison 2021/22 feierte er sein NHL-Debüt. Seitdem spielten die Red Wings keine einzige Partie ohne Seider, eine beeindruckende Serie, die nicht viele Spieler schaffen. Der 24-jährige Spitzenverteidiger ist in der NHL-Geschichte nach Ivan Provorov erst der zweite Abwehrspieler, dem das gelingt. Provorovs Serie endete nach 403 Spielen.

„Viele Spieler sind zu diesem Zeitpunkt der Saison angeschlagen“, erklärte Kane. „Manche kommen zu früh zurück. Er ist aber jeden Abend für uns da.“

Wie gut Seider in diesen 400 Spielen für die Red Wings war, lässt sich leicht in der Statistik ablesen. Er erhöhte sein Punktekonto in dieser Saison auf 51 Zähler (neun Tore, 42 Assists), ein neuer persönlicher Rekord nach 50 Punkten in seiner Rookie-Saison. Ihm fehlt noch ein Tor, um auch in dieser Kategorie einen neuen Bestwert aufzustellen.

In der Franchise-Geschichte der Red Wings knackten nur zwei andere Verteidiger, Reed Larsson (viermal) und Nicklas Lidstrom (zweimal), vor ihrem 25. Geburtstag mindestens zweimal die Marke von 50 Punkten. Seider erzielte insgesamt bisher 231 Punkte (38 Tore, 193 Assists). Bei Erreichen der 400-Spiele-Marke für die Red Wings hatten als Verteidiger zuvor nur Larsson mit 304 Zählern (105 Tore, 199 Assists) und Lidstrom mit 268 (60 Tore, 208 Assists) mehr Punkte.

Red Wings lassen nichts anbrennen

Nach den beiden Powerplaytoren legten die Red Wings bis zur ersten Pause noch das 3:0 nach. Der Österreicher Marco Kasper baute mit seiner Reihe mit James van Riemsdyk und Emmitt Finnie viel Druck auf und versenkte in der 17. Minute einen Nachschuss aus der Drehung. Damit beendete er eine Durststrecke von sechs Spielen ohne Punkt.

DET@BUF: Kasper erhöht Führung der Red Wings

„Der Start war wichtig, der hat uns in eine gute Position gebracht“, bekräftigte Kane. „Wir hatten ein paar Powerplaytore, das dritte Tor war das Ergebnis eines super Wechsels von van Riemsdyk, Marco und Finnie. So gut war die Stimmung auf der Bank vielleicht das ganze Jahr noch nicht. Das hat uns in eine super Lage gebracht.“

Die Sabres erhöhten den Druck im zweiten Drittel, doch Detroit hielt den Vorsprung. Buffalo traf zweimal, die Gäste stellten ihre Führung von drei Toren aber beide Male durch Jacob Bernard-Docker (56.) und Kanes Empty-Netter (59.) wieder her. Für Verteidiger Bernard-Docker war es in seinem 56. Spiel sein erstes Saisontor.

„Wir haben einfach versucht, das Spiel simpel zu halten“, sagte Seider. „Wir haben versucht, ihre Verteidiger in unbequeme Situationen zu zwingen und das hat gut funktioniert. Das war unser Erfolgsrezept.“

Erleichterung im Playoff-Rennen

Den Red Wings dürfte durch den Sieg ein Stein vom Herzen fallen. In den vergangenen Wochen hatten sie eine schwache Phase und fielen dadurch im Kampf um die Playoff-Plätze deutlich zurück. Am 2. März lagen sie noch auf Rang drei der Atlantic Division. Danach gewannen sie aber nur drei von zehn Spielen (3-5-2) und gingen so mit drei Punkten Rückstand auf die zweite Wild Card der Eastern Conference in die Partie gegen die Sabres, das Team mit der aktuell besten Form in der gesamten NHL.

„Es gibt Höhen und Tiefen bei den Spielern, wie sie sich fühlen“, sagte Trainer Todd McLellan. „Der Gegner redet immer ein Wörtchen mit. Da spreche ich von den Rätseln des Sports, so läuft es eben. Morgen erwarte ich, dass wir mit Energie aufs Eis gehen und so spielen, wie heute im ersten Drittel. Da kommen aber immer Variablen ins Spiel. Wir kontrollieren so viele davon, wie wir können und versuchen, wieder einen guten Start zu haben.“

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