NASHVILLE, TENNESSEE - MARCH 19: Roman Josi #59 of the Nashville Predators looks on during the first period against the Seattle Kraken at Bridgestone Arena on March 19, 2026 in Nashville, Tennessee. (Photo by Johnnie Izquierdo/Getty Images)

Die Nashville Predators haben am Samstag in der Bridgestone Arena mit 1:4 gegen die Montreal Canadiens verloren. Aufgrund der Ergebnisse der Verfolger aber bleibt das Team aus Music City auf dem zweiten Wildcard-Platz in der Western Conference stehen. Nashvilles Kapitän Roman Josi will den Auftritt gegen Montreal schnell abhaken, vor allem aber die Lehren daraus ziehen.

Alle wichtigen Szenen aus dem Spiel zwischen den Nashville Predators und den Montreal Canadiens

Josi: „Wir haben heute nichts hingebracht"

„Sie waren besser als wir“, musste Josi anerkennen. „Sie waren schneller. Insbesondere im ersten Drittel, waren sie immer wieder schnell am Puck, wir konnten kaum vernünftig aufbauen. Wir hatten auch gute Phasen, aber insgesamt waren sie definitiv die bessere Mannschaft.“

„Sie haben uns heute ausgespielt“, befand auch Center Ryan O’Reilly bei FanDuel Sports Network. „Sie waren schneller als wir. Es ist eine schwere Niederlage, wir müssen besser spielen. Es ist enttäuschend.“

Insbesondere in der Offensive gelang den Predators an diesem Abend herzlich wenig. 24 Torschüsse gab Nashville in 60 Minuten ab, die meisten stellten Canadiens-Torwart Jacob Fowler (23 Saves, 95,8 Prozent Fangquote) nicht vor große Probleme.

 „Wir hatten nicht so viel Zeit in der Offensive und nicht so viele Chancen. Unser Aufbau muss besser werden. Wir konnten nicht konstant Angriffe fahren und nicht treffen“, haderte Josi. „Wir haben heute einfach nichts hingebracht. Wir sind zwar in die Zone gekommen, aber dort war es dann ein Torschuss und das wars. Sie sind immer wieder direkt darauf rausgekommen. Wir konnten keinen Druck aufbauen und sind an keine zweiten Pucks gekommen.“

Diesen Faden nahm Angreifer Luke Evangelista auf: „Es fühlt sich so an, als würde es in dieser Hinsicht gerade nicht ganz rund laufen und als würden die Abpraller nicht ganz zu unseren Gunsten ausfallen. So etwas kommt im Laufe einer Saison immer mal vor. Man hat solche Phasen, aber es ist eine wichtige Zeit im Jahr, also versuchen wir einfach, uns so schnell wie möglich neu zu formieren und zu unserem Spiel zurückzufinden.“

L’Heureux gelingt ein später Ehrentreffer

Die einzige Ausnahme war Zachary L’Heureux, der eine seltsam von der Bande wegspringende Scheibe bei großer Verwirrung aller Beteiligten als einziger vor dem Tor liegend wiederfand und sie zum 1:4-Ehrentreffer ins Ziel beförderte (57.).

Davor allerdings hatte Montreal das Spiel längst durch die Tore von Ivan Demidov (12.), Oliver Kapanen (24.), Cole Caufield (35.) und Alex Newhook (37.) entschieden.

„Ich glaube, wir müssen auf dem gesamten Eis mehr Druck machen“, kritisierte Nashvilles Trainer Andrew Brunette. „Heute Abend haben wir unsere Spielzüge nicht umgesetzt. Und wenn man das gegen eine solche Mannschaft, die schnell, jung und hungrig ist, nicht umsetzt, läuft man dem Spiel hinterher und spielt langsam. Wir haben den Großteil des Abends langsam gespielt, und deshalb ist es schwer, in der Zone zu bleiben oder überhaupt Zeit in der Zone zu verbringen.“

Kopf-an-Kopf-Rennen im Westen

Nach einer Siegesserie von fünf Spielen haben die Predators nun zweimal hintereinander verloren (2:4 gegen die New Jersey Devils, 1:4 gegen die Canadiens). Im Schneckenrennen um den zweiten Wildcard-Platz in der Western Conference hat Nashville (34-30-9; 77 Punkte) damit nach wie vor die besten Karten.

Doch das Team aus Tennessee dürfte den heißen Atem der Verfolger spüren: Die Los Angeles Kings (29-25-18; 76 Punkte), der Seattle Kraken (32-29-11; 75 Punkte), die Winnipeg Jets (31-30-12; 74 Punkte) und San Jose Sharks (33-31-7; 73 Punkte) scharren mit den Hufen und werden den Druck auf der Zielgerade der regulären Saison 2025/26 erhöhen wollen. 

Kapitän Josi will aus den jüngsten Ergebnissen daher schnell die Schlüsse ziehen. „Es ist eine Lehre für uns. Sie waren schneller, haben die Zweikämpfe gewonnen und waren immer als erstes am Puck. Morgen spielen wir gegen eines der besten Mannschaften der Liga, es wird wieder ein schneller Gegner sein“, weiß der Verteidiger. „Wir müssen uns besser unterstützen und helfen, dass wir sauberer aus der eigenen Zone kommen. Auch in der Offensivzone müssen wir näher zusammenbleiben, um Pucks behaupten zu können.“

Um 5 p.m. ET (23 Uhr MEZ) sind die Predators am heutigen Sonntag zu Gast beim Tampa Bay Lightning.

„Wir werden uns auf den Lightning vorbereiten, das wird eine schwere Aufgabe für uns werden“, sagt O’Reilly.

„Wir müssen das Spiel abhaken und weitermachen“, fordert Brunette. „Wir müssen unsere Dringlichkeit wiederfinden und die Dinge auf dem Eis umsetzen.“

„Jedes Spiel ist jetzt ein Pflichtsieg“, betont Josi. „Es ist egal, gegen wen wir spielen, wir brauchen Punkte. Es gibt vieles, was wir aus dem heutigen Spiel lernen können. Morgen müssen wir besser sein.“

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