Alle wichtigen Szenen aus dem Spiel zwischen den Columbus Blue Jackets und den Boston Bruins

Trainer Marco Sturm ergatterte mit seinen Boston Bruins im Kampf um einen Platz in den Stanley Cup Playoffs zwei wichtige Punkte. Die Bruins drehten auswärts in der Nationwide Arena spät einen 0:3-Rückstand und gewannen am Ende mit 4:3 nach Penaltyschießen. Die zweite Reihe der Bruins und Verteidiger Charlie McAvoy zeigten sich dabei von ihrer besten Seite.

„Das wird uns mit unserem Selbstvertrauen helfen“, versicherte McAvoy. „Zum Saisonende haben wir das für wichtige Spiele im Kopf. Wir haben es schonmal geschafft, wir waren schon in dieser Situation, wir haben gewonnen. Daran können wir glauben.“

Enttäuschender Start

Mit dem Start in die Partie war Sturm sicherlich alles andere als zufrieden. Die Blue Jackets waren das klar bessere Team. Jet Greaves erwies sich im Tor der Gastgeber zunächst als unüberwindbar und ihre Offensive war gnadenlos.

Kapitän Boone Jenner brachte Columbus in der siebten Minute in Führung, Mason Marchment legte nur eineinhalb Minuten später das 2:0 nach und Charlie Coyle verwertete 28 Sekunden vor der ersten Drittelpause ein Powerplay zum 3:0.

„Das war nicht das erste Drittel, das wir in so einem wichtigen Spiel wollten, aber wir haben im zweiten Drittel zu unserem Spiel gefunden“, sagte McAvoy. „Unsere Einstellung war einfach, dass wir nur einen Schuss von einem ganz anderen Spiel entfernt sind. Das ist das Durchhaltevermögen, das wir schon das ganze Jahr über verkörpern wollten.“

Härte bringt das Momentum

Als wichtigen Punkt für die Wende im Spielverlauf identifizierten die Bruins die zunehmende Härte gegen Ende des ersten Drittels. Die brodelnde Stimmung gipfelte in zwei Faustkämpfen von Mark Kastelic und Tanner Jeannot, die Boston Energie geben sollten.

„Das sagt alles über das Team, das wir dieses Jahr haben“, erklärte Sturm. „Die Jungs haben alle ihren Teil geleistet und sich umeinander gekümmert. Kasty und Jeannot haben ein Zeichen gesetzt. Swayman hat wichtige Saves gemacht. Und dann haben wir einfach die Kontrolle übernommen, indem wir unser Spiel durchgezogen haben.“

Die Härte ist ein wichtiger Bestandteil des Spiels der Bruins. Mit 1719 Checks liegen sie auf Platz vier der gesamten NHL, mit 936 Strafminuten auf dem zweiten Platz. Am Sonntag ging die Rechnung ein weiteres Mal auf und der Einsatz brachte Boston das Momentum ein.

Trio sorgt für Comeback

Zum zweiten Drittel kam Boston mit deutlich mehr Schwung aus der Kabine und dominierte die Partie für die restlichen 40 Minuten. Im Mittelabschnitt hielt Greaves, der am Ende auf 34 Saves kam, die Blue Jackets aber ins Spiel. Im dritten Drittel setzte sich die hervorragend aufgelegte zweite Reihe der Bruins aber durch.

„Man muss nur immer weiter Chancen kreieren“, betonte McAvoy. „In manchen Drittel geht einfach nichts rein, aber wir sind dran geblieben, haben uns unsere Chancen geholt und gekämpft.“

Zunächst traf McAvoy auf Vorlage von Pavel Zacha und Viktor Arvidsson (47.). Kurz darauf war Zacha im Powerplay der Torschütze auf Vorarbeit von McAvoy und Arvidsson. Arvidsson sammelte noch seinen dritten Assist, als Zacha in Überzahl nur elf Sekunden vor der Schlusssirene ausglich. Im Penaltyschießen versenkte Arvidsson auch noch den entscheidenden Versuch zum Sieg.

„Wenn wir keinen guten Start haben, finden wir trotzdem einen Weg zu gewinnen“, zeigte Zacha sich stolz auf die Leistung.

McAvoy durfte noch ein individuelles Erfolgserlebnis feiern. Mit seinem Treffer und seiner Vorlage erhöhte er sein Punktekonto in dieser Saison auf 57 Zähler (elf Tore, 46 Assists), ein neuer persönlicher Rekord.

BOS@CBJ: Zacha schießt sein zweites Powerplaytor im dritten Drittel

Wichtige Punkte

Mit dem Sieg gegen die Blue Jackets zementieren die Bruins ihren Anspruch auf einen Platz in den Playoffs weiter. Es war bereits der dritte Sieg in Folge. Boston und Columbus belegen die beiden Wildcard-Plätze in der Eastern Conference. Nun stehen die Bruins bei 92 Punkten in 74 Spielen (42-24-8), die Blue Jackets bei 88 Punkten aus 74 Spielen (38-24-12).

Durch die Niederlage muss Columbus wieder um seinen Platz bangen. Die Ottawa Senators, Detroit Red Wings und Philadelphia Flyers haben alle nur zwei Punkte weniger und noch ein Spiel mehr vor sich. Boston hat acht Spiele vor dem Ende der regulären Saison hingegen ein relativ komfortables Polster.

Die Bruins haben am Dienstag zu Hause gegen die Dallas Stars die Chance, ihre Siegesserie und ihren Vorsprung weiter auszubauen. Die Blue Jackets treffen ebenfalls am Dienstag zu Hause auf die Carolina Hurricanes.

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