Die Rückkehr von Mikko Rantanen kam für die Dallas Stars genau zum richtigen Zeitpunkt – und sie hatte unmittelbare Wirkung. Nach 15 verpassten Spielen feierte der Finne beim 6:3-Auswärtssieg gegen die Pittsburgh Penguins am Samstag ein starkes Comeback mit einem Tor und einer Vorlage. Fast zwei Monate hatte der 29-Jährige in der Liga pausieren müssen, nachdem er sich bei den Olympischen Winterspielen Milano Cortina 2026 verletzt hatte. Für Dallas war er in der NHL letztmalig am 4. Februar im Einsatz.
Dass Rantanen direkt wieder eine tragende Rolle einnehmen würde, war keineswegs selbstverständlich. „Ein bisschen eingerostet, klar“, gab er nach dem Spiel offen zu. „Es ist einfach etwas ganz anderes als Training. Im Spiel fühlt sich vieles schneller an.“ Dennoch fand der Flügelstürmer schnell seinen Rhythmus – auch, weil die Stars zahlreiche Überzahlsituationen bekamen: „Wir hatten viele Powerplays, ich hatte oft den Puck. Das hat mir geholfen, ins Spiel zu finden. Insgesamt hat sich der Körper aber gut angefühlt.“
Seine Präsenz war sofort spürbar. Gemeinsam mit Jason Robertson bildete Rantanen wieder eine gefährliche Einheit, die das Offensivspiel der Texaner auf ein neues Niveau hob.
Explosives zweites Drittel entscheidet das Spiel
Dabei begann die Partie alles andere als optimal für Dallas. Die Penguins gingen durch Anthony Mantha früh (3., PP) durch ein Powerplaytor in Führung und präsentierten sich zunächst als das aktivere Team. Auch ohne ihre Superstars Sidney Crosby und Evgeni Malkin spielte Pittsburgh strukturiert und mit viel Intensität.
Doch im zweiten Drittel kippte das Spiel komplett. Innerhalb von nur 4:26 Minuten erzielten die Stars drei Tore und drehten die Partie. Zunächst glich Robertson nach Vorarbeit von Rantanen zum zwischenzeitlichen 2:2 (28.) aus, ehe der Finne selbst im Powerplay zur Führung traf (31., PP). Ein präziser One-Timer nach einem sehenswerten Querpass besiegelte die Wende.
Kurz darauf erhöhte Lian Bichsel mit einem wuchtigen Schuss von der blauen Linie auf 4:2 (32.). Es war Bichsels vierter Saisontreffer. Der junge Verteidiger zeigte sich danach zwar zufrieden, stellte den Teamerfolg aber klar in den Vordergrund: „Ich war glücklich, dass ich getroffen habe. Aber ich würde das nicht überbewerten. Wir haben das als Team gut gemacht heute. Wir haben die Ruhe bewahrt und uns am Ende durchgesetzt. Das ist es, was zählt.“
Dallas nutzte in dieser Phase konsequent seine Chancen – ein entscheidender Unterschied zu den Penguins, die zwar engagiert auftraten, ihre Möglichkeiten jedoch nicht in Tore ummünzen konnten.



















