Wobei diese weite Eishockeywelt zunächst nur aus der noch beschaulicheren Kleinstadt Galt, Ontario, bestand. Bei den Galt Red Wings, die als Juniorenteam der Red Wings fungierten, sollte Howe vor 73 Jahren seine ersten Schritte in einer Elite Junior Liga machen. Doch diese Station entwickelte sich für Howe zur Farce. Nach nur einem Spiel für Galt, in dem ihm immerhin drei Scorerpunkte gelangen, war die Saison für Howe bereits beendet. Zu viele Westkanadischen Spieler waren bei den Galt Red Wings gemeldet.
Über einen Zwischenstopp bei den Omaha Knights, die in der US-Amerikanischen Juniorenliga USHL antraten, landete Howe letztendlich zur Saison 1946-47 bei den Detroit Red Wings in der NHL. Dort dauerte es nicht lange, bis sich Howe als großartiger Torjäger, begabter Spielmacher und giftiger Fighter etablierte. Schon als 18-jähriger Grünschnabel ließ Howe regelmäßig die Handschuhe fallen und animierte gestandene NHL-Profis zum Fight, wie die Ausbeute aus seinem NHL-Debüt am 16. Oktober bezeugt: Ein Tor, zwei Fights.
Kaum war Howe in der NHL angekommen, da wurde die Legende um den "Gordie Howe Hattrick" geboren. Schießt ein Spieler in einem Spiel ein Tor, bereitet ein weiteres vor und lässt zusätzlich noch seine Fäuste für sich sprechen, so dauert es nicht lange, bis jemand "Gordie Howe Hattrick" ruft.
Doch während Spieler wie beispielsweise Brendan Shanahan oder Jarome Iginla zu ihren besten Tagen regelmäßig solche Kunststücke vollbrachten, scheint sich dies beim Namensgeber selbst um einen Mythos zu handeln. Einigen Eishockeyhistorikern zufolge soll Howe nicht öfter als zwei Mal ein lupenreiner Tor-Assist-Fight-Hattrick gelungen sein. Wie viele es in seinen 26 NHL- und sechs WHL-Saisons nun tatsächlich waren, bleibt wohl für immer Howes Geheimnis.