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Eishockey vor zauberhafter Freiluft-Kulisse

Jets und Flames begeistern die Fans bei klirrender Kälte und leichtem Schneefall

von Marc Rösch @NHLde / NHL.com/de Freier Autor

Regina, Saskatchewan - Outdoor Games in der NHL stehen für actiongeladenen Sport bei klirrender Kälte. Nichts anderes bot den Fans am Samstag auch das Tim Hortons NHL Heritage Classic 2019 zwischen den Winnipeg Jets und den Calgary Flames.

Das Mosaic Stadium empfing die beiden kanadischen Rivalen. Die Flames und die Jets trafen sich auf neutralem Boden zum Showdown. Winnipeg, das rund 575 Kilometer Anreise in die Hauptstadt der Provinz Saskatchewan hatte, setzte sich nach einem drehbuchreifen Herzschlagfinale mit 2:1 nach Verlängerung durch. 4:11 Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit feuerte Jets-Verteidiger Josh Morrissey das Spielgerät von der blauen Linie passgenau in den Torwinkel. Winnipeg, das seit dem zweiten Drittel einem Rückstand hinterherlief, war wieder dran und spürte, dass es den Abend für seine Fans unvergesslich gestalten kann.

"Ich meine, das Stadion war richtig laut", erzählte Jets-Torhüter Connor Hellebuyck. "Die Stadt ist großartig. Sie war eine tolle Umgebung für dieses Spiel."

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 Der leichte Schneefall bei knapp minus 3 Grad Celsius hüllte das mit einer Eisfläche ausgestattete und umfunktionierte Football-Stadion in einen wohlig weißen Flaum. Der schimmernde Puderzucker-Glanz sorgte für eine atemberaubende Kulisse. Bryan Little beendete das wintermärchenreife Spektakel nach 3:04 Minuten in der Overtime.

Nachdem Kyle Connor die Scheibe in seinem eigenen Drittel aufgenommen hatte, trieb er sie an der linken Bande entlang. Er durchquerte die neutrale Zone und legte mit einem scharfen Zuspiel rüber zu Little, der mit einem guten Timing eingelaufen war und mustergültig zum vielumjubelten 2:1-Endstand verwandelte.

Video: CGY@WPG: Morrissey gleicht in Überzahl aus

Die Sirene ertönte. Doch auch wenn das Spiel schlagartig vorbei war, die Erinnerungen werden bleiben. Nicht nur die anwesenden Flames- und Jets-Fans, die gemeinsam einen Eishockeyabend feierten, sondern auch die Sportler, die teilweise noch nie in ihrer Karriere unter freiem Himmel ein Profispiel bestritten hatten, werden sich noch lange an das jüngste Freiluftspiel der NHL erinnern.

"Es war atemberaubend", sagte Hellebuyck. "Die vielen Zuschauer waren toll und unsere Fans sind einfach klasse. Und dann hat es auch noch angefangen zu schneien. Der Schnee auf dem Eis war natürlich neu für mich. Es war echt cool und eine tolle Erfahrung für mich. "
Vor fast sechs Jahren richtete die NHL ihr erstes Outdoor-Spiel aus. Im Commonwealth Stadium in Edmonton bezwangen die Montreal Canadiens die Edmonton Oilers am 22. November 2003 mit 4:3. Vor 57.167-Fans begründeten die beiden kanadischen Teams eine Tradition. Bei noch etwas frostigeren minus 18 Grad Celsius als am Samstag im Mosaic Stadium begeisterten sie die Fans so sehr, dass die NHL Freiluftspiele in ihr reguläres Programm aufnahm.

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Seit diesem Tag kam die NHL nun sechs weitere Male für ein Spiel unter freiem Himmel nach Kanada. Auch wenn die Temperaturen in den vergangenen Jahren leicht anstiegen und bei der Ausgabe im Jahr 2016 im B.C. Place in Vancouver mit plus 10 Grad Celsius ihren Höhepunkt erreichten, waren die Fans immer begeistert.

So auch am Samstag bei der Neuauflage in Regina. Eine Stadt, die nicht das Glück hat, ein eigenes NHL-Team zu besitzen. Ob ihr Herz mehrheitlich für die Flames oder die Jets schlug, ist nicht auszumachen aber auch nicht wichtig. Es schlägt für den Eishockeysport und es nahm in der Nacht von Samstag auf Sonntag wohl noch ein paar Pulsschläge mehr auf.

"Es ist eine tolle Erfahrung", sagte Flames-Coach Bill Peters. "Für die NHL, die Stadt Regina und die Hockey-Fans… Ich spürte viel Energie hier im Mosaic Stadium. Es ist eine wunderschöne Stadt. Der leichte Schneefall war toll und die Temperatur war auch nicht schlecht. Alles in Allem war es einfach fantastisch. Für alle Beteiligten ist es einfach eine wundervolle Sache, ein Teil dieses Ereignisses zu sein."

Die NHL bewies, dass sie auch an ihre zahlreichen Fans jenseits der großen Eishockey-Metropolen und Ligastandorte denkt. Sie kommt zu ihnen und entfacht mit Spielen wie diesen das Feuer in ihnen.

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