Der 18-jährige Senkrechtstarter hat mehrfach deutlich gemacht, dass es sein klares Ziel ist, am 9. Oktober beim Auftaktspiel in die Saison 2025/26 gegen die Pittsburgh Penguins in der Startaufstellung zu stehen. Auch wenn es naheliegend wäre, dass der junge Verteidiger besser noch ein weiteres Jahr in der OHL verbringen sollte, scheinen die Verantwortlichen der Islanders ihm einen direkten Einstieg in die NHL durchaus zuzutrauen.
General Manager Mathieu Darche hat jedenfalls schon einmal öffentlich seine feste Absicht bekundet, Schaefer in der Preseason ausgiebig in der NHL-Formation zu testen. Gut gebrauchen könnte das Team die Verstärkung, denn die Verteidigung der Islanders wurde in der letzten Saison durch zahlreiche Verletzungen stark geschwächt, und die Aussicht auf eine Top-4-Verteidigung mit Schaefer, Adam Pelech, Ryan Pulock und Alexander Romanov ist verlockend.
Ein junger, dynamischer Verteidiger wie Schaefer könnte genau den Schub bringen, den diese Abwehr dringend benötigt. Ob er sportlich wirklich schon so weit ist, wie es sich die Islanders wünschen, bleibt jedoch vorerst noch ein paar Wochen abzuwarten.
Ein weiteres Fragezeichen ergibt sich vor Saisonstart bei den Special Teams der New Yorker. Es ist kein Geheimnis, dass diese in der vergangenen Saison miserabel waren. Platz 31 sowohl im Powerplay als auch im Penalty Killing ist in der NHL ein sicheres Rezept für sportliches Scheitern – und genau das ist den Islanders widerfahren, als sie die K.o.-Runde am Ende doch recht klar verpassten.
In einem von den Verantwortlichen als bedeutend eingestuften Schritt holten die Islanders die Assistenztrainer Ray Bennett und Bob Boughner nach Long Island, um in diesen Disziplinen das Ruder herumzureißen. Boughners Erfolgsbilanz bei den San Jose Sharks, wo er das Penalty Killing von 2019 bis 2022 auf den zweitbesten Wert der Liga (84,0 %) brachte, spricht für sich.
Im Powerplay dürfte die Verpflichtung von Jonathan Drouin für den dringend benötigten Schub sorgen. Der Spielmacher erzielte in der vergangenen Saison in nur 43 Spielen für die hochkarätigen Colorado Avalanche zwölf Powerplay-Punkte. Den Islanders fehlte bislang ein echter Quarterback im Überzahlspiel, und Drouins Qualitäten könnten der Schlüssel sein, um das Offensivpotenzial auszuschöpfen.
Weitere sportliche Verbesserungen sollen sich in der Saison 2025/26 aus der Weiterentwicklung bereits vorhandener Spieler ergeben. Einer von ihnen ist Simon Holmstrom, den die Islanders in der ersten Runde des NHL Draft 2019 auswählten. In drei Spielzeiten hat er inzwischen 200 Spiele bestritten und sich jedes Jahr gesteigert.
Im Vorjahr stellte er mit 20 Toren, 25 Assists und 45 Punkten neue Karrierebestmarken auf. Holmstrom unterzeichnete in dieser Offseason einen Zweijahresvertrag im Wert von 3,625 Millionen US-Dollar pro Saison und dürfte für den endgültigen Durchbruch bereit sein.