Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den New Jersey Devils und den Ottawa Senators

Die New Jersey Devils haben sich im letzten Heimspiel der Saison mit einem Sieg von ihrem Publikum verabschiedet. Am Sonntag rangen sie die Ottawa Senators im Prudential Center mit 4:3 n.V. nieder. Mann des Abends war Nico Hischier. Der Devils-Kapitän erzielte zwei Tore und bereitete einen Treffer vor.

Bei einem Powerplay in der vierten Minute der Verlängerung sorgte er in einem spannenden und umkämpften Spiel für die Entscheidung. Im Getümmel vor dem Torraum stocherte er den Puck über die Linie.

„Mein Schläger hatte sich im Gewühl verheddert. Zum Glück lag der Puck in der Nähe. Ich bin irgendwie rangekommen und habe ihn reingemacht“, beschrieb Hischier das Zustandekommen seines zweiten Tores in der Partie. Der Schweizer holte sich mit seinem Doppelpack und nunmehr 28 Treffern die Führung in der teaminternen Torjägerwertung zurück. Er verdrängte Jack Hughes, der 27-mal in der laufenden Saison eingenetzt hat, auf den zweiten Platz.

OTT@NJD: Hischier verwertet das Powerplay in der Verlängerung

Die Devils legten einen guten Start hin und gingen nach sechs Minuten durch Hischier mit 1:0 in Führung. Den Secondary Assist zu diesem Tor steuerte sein Landsmann Timo Meier bei. Connor Brown erhöhte noch im ersten Drittel per Shorthander auf 2:0. Wer nun einen Spaziergang gegen die bereits für die Stanley Cup Playoffs qualifizierten Senators erwartet hatte, sah sich getäuscht. Mit einem Dreifachschlag innerhalb von weniger als sieben Minuten durch Michael Amadio, Shane Pinto im Powerplay und Fabian Zetterlund drehten die Gäste den Rückstand und stellten das Zwischenergebnis nach 40 Minuten auf 3:2 aus ihrer Sicht.

„Wir haben im ersten Drittel sehr gut gespielt, aber im zweiten Durchgang waren sie uns einfach überlegen“, erklärte Hischier. „Wir haben uns daraufhin in der Kabine vorgenommen, mit mehr Selbstbewusstsein rauszugehen und noch einmal alles zu geben – für den Klub und die Fans, die gekommen waren. Genau das haben wir getan. Wir haben ein wesentlich besseres drittes Drittel hingelegt und anschließend in der Verlängerung einen verdienten Sieg eingefahren.“

Mit einer weiteren Nachlässigkeit bei eigener Überzahl brachten die Senators die Devils im dritten Abschnitt zurück in die Partie. Jack Hughes brummte gerade eine Zweiminutenstrafe wegen Behinderung ab, als Hischier den Puck im Penalty Killing an die Bande chippte und so von der eigenen in die neutrale Zone beförderte. Dawson Mercer sah, dass Ottawas Powerplay-Einheit zu weit aufgerückt war. Er schnappte sich die Scheibe und glich durch einen Alleingang sehenswert zum 3:3 aus.

OTT@NJD: Mercer trifft in Unterzahl per Rückhand zum 3:3

In der Verlängerung nutzten die Devils das Momentum und sicherten sich dank Hischier den Zusatzpunkt. 21-mal behielten sie in dieser Saison zu Hause die Oberhand. 20 Partien gingen verloren, drei davon nach Verlängerung oder Penaltyschießen.

Die Heim- und Auswärtsbilanz der Vertretung aus Newark sind nahezu identisch. Vor dem letzten Auftritt am Dienstag bei den Boston Bruins beläuft sich die Bilanz auf fremdem Terrain auf 21-19-0. Mit 87 Punkten aus 81 Begegnungen befindet sich New Jersey an 14. Stelle in der Eastern Conference und damit weit abgeschlagen von der Playoff-Zone. Der Rückstand auf die Senators zum zweiten Wildcard-Platz im Osten beträgt zehn Zähler.

Hischier war froh, dass den Devils im letzten Heimspiel ein versöhnlicher Abschluss einer verkorksten Saison gelungen ist. „Das Spiel war zwar unwichtig für die Tabelle. Aber uns war sehr wichtig, um die Saison daheim stark abzuschließen“, sagte der Center. „Wir sind mit unserer Position nicht zufrieden. Wir haben unser Ziel deutlich verfehlt. Wenigstens konnten wir unseren Fans heute noch einmal etwas zurückgeben.“

Devils-Trainer Sheldon Keefe freute sich über den enormen Zuspruch durch das Publikum beim letzten Heimauftritt in dieser Spielzeit. „Unsere Fans waren heute Abend großartig. Ihre Unterstützung hat die Jungs enorm motiviert und ihnen geholfen, ihre Leistung auf ein anderes Level zu bringen“, konstatierte er. „Ich bin zwar begeistert vom heutigen Ergebnis, aber umso enttäuschter darüber, wo wir stehen und dass wir unseren leidenschaftlichen Anhängern in den Playoffs keine weiteren Heimspiele bieten können.“

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