CAR@NJD: Hischier gleicht im 3. Drittel aus

Die New Jersey Devils haben den Carolina Hurricanes am Sonntag im Spitzenspiel der Metropolitan Division einen aufopferungsvollen Kampf geliefert. Der Tabellenzweite aus Newark musste sich dem Tabellenführer aus Raleigh erst nach Penaltyschießen mit 4:5 beugen. Die Hurricanes feierten den elften Sieg hintereinander und bauten zudem ihre Punkteserie auf 17 Spiele aus.

Die Devils machten vor eigenem Publikum im Prudential Center dreimal einen Rückstand wett, bevor sie selbst das erste Mal in Führung gingen. Sie brachten den Vorsprung allerdings nicht über die Zeit. Carolina schaffte seinerseits den Ausgleich und setzte sich nach einer torlosen Verlängerung im Shootout durch. Zum Matchwinner der Gäste avancierte Andrei Svechnikov, der als einziger Schütze beider Teams seinen Versuch verwandelte.
"Was mich zufriedenstellt, ist die Tatsache, dass wir mehrfach zurückgekommen sind und einmal sogar vorne lagen. Ich habe viel Positives von meiner Mannschaft gesehen. Sie ist zeitweise richtig ins Rollen gekommen und hat vier Tore gegen einen Gegner erzielt, der ansonsten nicht viel zuließ", sagte Devils-Trainer Lindy Ruff zur Leistung seiner Schützlinge. "Am Ende hat es immerhin zu einem Punkt gereicht, obwohl wir uns natürlich mehr gewünscht hätten."
Den Punktgewinn verdanken die Devils in erster Linie ihren bewährten Offensivkräften. Jesper Bratt schnürte einen Doppelpack und bereitete darüber hinaus den Treffer von Nico Hischier zum zwischenzeitlichen 3:3 vor. Dritter Torschütze im Bunde war Jack Hughes.
Devils-Kapitän Hischier traf im dritten Spiel hintereinander ins Schwarze. Davor war er sechsmal in Folge ohne Tor geblieben. Insgesamt 16 Treffer, davon vier Game Winner, sind für den Walliser in der laufenden Saison registriert. Hinzu kommen 18 Assist, was sich zu einer Gesamtausbeute von 34 Scorerpunkten aufaddiert. In der teaminternen Scorerwertung liegt Hischier damit an dritter Stelle. Erster im Ranking ist Hughes mit 42 Punkten (21 Tore, 21 Assists), gefolgt von Bratt mit 37 (14 Tore, 23 Assists).
Eine gute Leistung bot Devils-Schlussmann Mackenzie Blackwood, auch wenn er beim Gegentor zum 1:2, einen Shorthander von Sebastian Aho, äußerst unglücklich aussah. Er machte diesen Patzer mit einigen Glanzparaden jedoch mehr als wett. Alles in allem brachte er es auf 43 Saves und eine Fangquote von 91,5 Prozent.
"Ich bin schon lange genug im Geschäft und weiß, dass solche Sachen einfach passieren können", sagte der Schlussmann zu seinem Lapsus vor dem zweiten Gegentor, als er bei einem Klärungsversuch den Puck nicht richtig erwischte und so unfreiwillig für Aho auflegte. "Wenn man sich davon negativ beeinflussen lassen würde, könnte man in dieser Liga nicht zwischen den Pfosten stehen. Es gehört zum Job dazu, solche Sachen abzuschütteln und konzentriert weiterzuarbeiten."
Ruff nahm den Goalie wegen der misslungenen Aktion in Schutz. "Er hat versucht, in dieser Situation das Richtige zu machen. Später hat er uns mit mehreren spektakulären Saves im Spiel gehalten und letztlich dafür gesorgt, dass wir bis ins Penaltyschießen gekommen sind. Dafür gebührt ihm alle Anerkennung", hob der Coach hervor.
Besonderen Grund zur Freude hatte Devils-Verteidiger Ryan Graves, der gegen die Hurricanes nach einer Verletzungspause von drei Partien ins Team zurückgekehrt war. "In den letzten 48 Stunden haben sich die Dinge zum Besseren gewendet. Die Kraft und die Beweglichkeit waren wieder da. Ich habe mich heute gut gefühlt", gab er im Anschluss an seinen Einsatz zu Protokoll.

CAR 5, NJD 4 SO

Auch nach der knappen Niederlage gegen die Hurricanes liegen die Devils mit nunmehr 49 Punkten (23-11-3) aus 37 Begegnungen weiter auf Platz zwei in der Metropolitan Division. Die Hurricanes bauten den Vorsprung auf ihren ärgsten Verfolger auf sieben Punkte aus. Beide Kontrahenten haben die gleiche Anzahl an Spielen absolviert.
In dieser Woche sind die Devils dreimal gefordert. Am Mittwoch gastieren sie bei den Detroit Red Wings (7 p.m. ET; NHL.tv; Do. 1 Uhr MEZ). Am Donnerstag folgt ein Heimspiel gegen die St. Louis Blues (7 p.m. ET; NHL.tv; Fr. 1 Uhr MEZ) und am Samstag kommt es in Newark zum traditionsreichen Hudson River Derby gegen die New York Rangers (1 p.m. ET; NHL.tv; 19 Uhr MEZ).