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Die Verfolger kommen

Die Islanders, Oilers und Senators schafften den Sprung unter die Top 10 der Bestenliste

von Bernd Rösch / NHL.com/de Chefautor

Die Bestenliste ist das wöchentliche Teamranking von NHL.com/de. Es spiegelt nicht immer den aktuellen Tabellenstand wieder und ist eher auf eine langfristige Sicht angelegt. Statistiken und Teambilanzen beinhalten die Spiele von Donnerstag auf Freitag.

Gleich drei Verfolger aus der Vorwoche machten einen Sprung unter die Top 10 im Powerrankin dieser Woche. Die New York Islanders (3-1-0), die Edmonton Oilers (2-1-0) und die Ottawa Senators (2-1-0) bestätigten ihre überragende Form. Würde man nur die Spiele im Kalenderjahr 2017 berücksichtigen, so lägen die zwei Erstgenannten ligaweit auf den Plätzen 3 und 7. Die Islanders sind zusammen mit den Florida Panthers (3-1-0) und den Chicago Blackhawks (3-1-0) eine von drei Mannschaften, die in den vergangenen sieben Tagen ihr Punktekonto um sechs Zähler ausbauen konnten. Die Columbus Blue Jackets (1-1-0), vor drei Wochen standen sie noch unter den Top 5 und die St. Louis Blues (0-2-0) fielen zurück ins Verfolgerfeld. Auch die Montreal Canadiens (1-2-0) konnten, trotz eines neuen Cheftrainers, ihren Abwärtstrend nicht stoppen.

1. Washington Capitals (40-12-7, Vorwoche: 1)

Drei Auswärtspartien standen für das punktbeste Team der Liga auf dem Programm, wobei sich die Capitals zunächst bei den Red Wings (2-3 SO) und den Rangers (1-2) knapp geschlagen geben mussten. In Philadelphia gegen die Flyers (4-1) fand der Spitzenreiter der Eastern Conference wieder zu seiner Offensivstärke zurück. An jeweils drei ihrer insgesamt sieben Treffer waren Evgeny Kuznetsov (2 Tore, 1 Assist), Nicklas Backstrom (1 Tor, 2 Assists), Alex Ovechkin (1 Tor, 2 Assists) und T.J. Oshie (1 Tor, 2 Assists) beteiligt.

In der kommenden Woche treten die Capitals viermal an, zweimal auswärts in Nashville und bei den Rangers, sowie zuhause gegen die Oilers und Devils.

Video: WSH@PHI: Oshie erzielt einen leichten Treffer

2. Minnesota Wild (39-14-6, Vorwoche: 2)

Bereits zum zweiten Mal innerhalb von 14 Tagen zogen die Wild im heimischen Xcel Energy Center den Kürzeren gegenüber den Blackhawks. Am Dienstag unterlagen sie ihrem direkten Verfolger um die Tabellenspitze in der Central Division mit 3-5 Toren. Drei Tage zuvor hatten sie die Predators noch mit 5-2 in Schach halten können. Minnesota effektivste Stürmer waren Mikael Granlund (3 Tore, 1 Assist) und Mikko Koivu (1 Tor, 3 Assists). Der Schweizer Nino Niederreiter konnte ebenfalls drei Treffer seiner Teamkollegen vorbereiten.

Nach einer fünftägigen Pause geht es für Minnesota innerhalb von 24 Stunden gegen die Kings und die Jets. Danach gastieren sie bei den Blue Jackets.

3. Chicago Blackhawks (38-18-5, Vorwoche: 4)

Die Blackhawks haben den Kampf um den ersten Platz in der Central noch lange nicht aufgegeben. Nach ihrer 1-3 Niederlage vor heimischer Kulisse gegen die Oilers konnte das Team von Joel Quenneville drei Siege hintereinander gegen die Sabres (5-1), Wild (5-3) und Coyotes (6-3) einfahren. Chicagos Rückstand auf die Wild beträgt momentan nur noch drei Punkte, wobei der Konkurrent aus St. Paul noch zwei mehr zu absolvierende Partien in der Hinterhand hat. Mit vier Toren und fünf Assists war Jonathan Toews Chicagos überragender Spieler. Auch Patrick Kane (4 Tore, 1 Assist) konnte viermal die schwarze Hartgummischeibe im gegnerischen Netz versenken. An sechs Toren war Center Nick Schmaltz (2 Tore, 4 Assists) beteiligt.

Für die Blackhawks stehen zwei Heimspiele gegen die Blues und Penguins an.

4. Pittsburgh Penguins (37-14-8, Vorwoche: 3)

Zum Wochenauftakt musste sich der amtierende Stanley Cup Champion innerhalb von 48 Stunden gegen zwei Teams geschlagen geben, die zurzeit nur wenig Anlass zur Freude haben. In Columbus verlor man mit 1-2 nach Verlängerung und zuhause gegen Detroit ging man mit 2-5 unter. Für etwas Wiedergutmachung konnte das Team mit einem 3-1 Sieg in Carolina sorgen. Sidney Crosby, Evgeni Malkin und Kris Letang kamen auf jeweils drei Scorerpunkte. Erfreulicherweise konnte sich auch der deutsche Stürmer Tom Kuhnhackl wieder einmal als Torschütze auszeichnen.

Im Freiluftspiel der Stadium Series gegen die Flyers sowie anschließend in Dallas und Chicago können die Penguins versuchen ihren zweiten Platz in der Metropolitan Division zu verteidigen.

5. New York Rangers (39-19-2, Vorwoche: 5)

Minimalistisch, mit fünf Treffern in drei Partien, aber äußerst effektiv fuhren die Rangers in den letzten sieben Tagen fünf von sechs möglichen Zählern ein und verdrängten die Blue Jackets vom dritten Tabellenplatz in der Metropolitan. Zuhause gegen die Capitals gewann das New Yorker Traditionsteam mit 2-1, daraufhin musste es gegen Montreal (2-3 SO) und Toronto (2-1 SO) zweimal ins Penaltyschießen - mit wechselndem Erfolg. Verteidiger Ryan McDonagh (1 Tor, 1 Assist) und Rechtsaußen Rick Nash (1 Tor, 1 Assist) konnten als einzige Spieler der Rangers doppelt punkten.

Für die Franchise aus Manhattan geht es in einer arbeitsintensiven Woche gegen den Nachbarn aus New Jersey, gegen die Blue Jackets, die Capitals und die Bruins.

Video: NYR@TOR: Miller im Nachschuss zum Ausgleich

6. San Jose Sharks (35-18-7, Vorwoche: 6)

Nach einem am Ende deutlichen 4-1 Erfolg in Glendale gegen die Coyotes, musste der Tabellenführer der Pacific Division zuhause gegen die Bruins (1-2 OT) einen Zähler abgeben. Seine Torgefährlichkeit stellte wieder einmal Verteidiger Brent Burns (2 Tore, 1 Assist) unter Beweis. Mit Micheal Haley (1 Tor, 1 Assist), er schoss sein erstes Saisontor, und Melker Karlsson (1 Tor, 2 Assists), Saisontor Nummer 8, reihten sich zwei Spieler der Sharks in die Riege ihrer Torschützen ein, von denen es nicht zwingend erwartet werden konnte.

In den nächsten sieben Tagen treten die Sharks auswärts sowie zuhause gegen die Canucks an und zwischendrin kommen die Maple Leafs zu Besuch nach San Jose.

7. Edmonton Oilers (33-20-8, Vorwoche: Verfolger)

Die Oilers konnten im United Center der Blackhawks (3-1) und im BB&T Center der Panthers (4-3), die sich noch berechtigte Hoffnungen auf einen Playoffplatz machen können, zwei Achtungserfolge feiern. Dadurch verteidigten die Westkanadier ihren zweiten Platz in der Pacific gegenüber den punktgleichen Ducks. Ausgerechnet bei den Lightning, dem Viertletzten in der Eastern Conference, setzte es für die Oilers eine 1-4 Niederlage. Gleich sieben ihrer Spieler konnten doppelt punkten, darunter auch der deutsche Center Leon Draisaitl (2 Assists).

Edmonton gastiert in der kommenden Woche in Washington, Nashville und St. Louis.

8. Anaheim Ducks (32-20-10, Vorwoche: 10)

In der letzten Woche bestritten die Ducks vier Partien innerhalb von sechs Tagen - mit wechselndem Erfolg. Gegen die Kings (1-0) und die Bruins (5-3) konnte die Mannschaft von Headcoach Randy Carlyle jeweils zwei Zähler einfahren, gegen die Panthers (1-4) und Coyotes (2-3) standen die Ducks am Ende mit leeren Händen da. Ryan Getzlaf (2 Tore, 2 Assists) und Nick Ritchie (4 Assists) waren Anaheims punktbeste Akteure. Verteidiger Josh Manson (2 Tore, 1 Assist) sowie die Stürmer Rickard Rakell (2 Tore) und Andrew Cogliano (2 Tore) zeichneten sich als zweifache Torschützen aus.

Vor ihrer fünftägigen Spielpause treten die Ducks am Wochenende noch einmal bei ihrem Lokalrivalen aus Los Angeles an.

9. Ottawa Senators (32-20-6, Vorwoche: Verfolger)

Die Senators verbesserten mit Auswärtserfolgen in Toronto (6-3) und New Jersey (2-1) ihre Chancen auf die Tabellenführung in der Atlantic Division. Ihr Rückstand auf die Canadiens, die bereits drei Spiele mehr bestritten haben, beträgt nur noch zwei Punkte. Geärgert haben sich die Hauptstädter über ihre 2-3 Heimpleite im innerkanadischen Duell gegen die Jets. Mark Stone (2 Tore, 4 Assists), Derick Brassard (2 Tore, 3 Assists) und selbstverständlich auch wieder Verteidiger Erik Karlsson (1 Tor, 4 Assists) zeigten ihre Offensivqualitäten.

Die Senators setzen ihre Auswärtstour in Raleigh gegen die Hurricanes, in Tampa gegen die Lightning und in Sunrise gegen die Panthers fort, bevor sie wieder zuhause in der kanadischen Hauptstadt auf die Avalanche treffen.

Video: NYI@MTL: Lee vollendet Baileys schöne Vorlage

10. New York Islanders (29-21-10, Vorwoche: Verfolger)

Die Islanders haben die Stanley Cup Playoffs 2017 fest im Blick. Am Sonntag konnten sie mit einem 6-4 Heimsieg über die Devils für die 24 Stunden zuvor erlittene 2-3 Niederlage in New Jersey Revanche nehmen. In den Folgetagen bauten die Islanders bei den Red Wings (3-1) und Canadiens (3-0) ihre Erfolgsserie auf drei doppelte Punktgewinne hintereinander aus. Der deutsche Schlussmann Thomas Greiss feierte in Montreal seinen dritten Saison-Shutout und Teamkapitän John Tavares (3 Tore, 1 Assist) war zusammen mit Josh Baley (1 Tor, 3 Assists) Islanders punktbester Scorer in diesen vier Partien.

Als nächstes gastieren die Islanders in Columbus und in Dallas.

Die Verfolger: St. Louis Blues (8), Montreal Canadiens (9), Toronto Maple Leafs (V), Columbus Blue Jackets (7), Florida Panthers (-)

Von Vorwoche nicht mehr gelistet: Nashville Predators

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