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Neuer Schwung in Ottawa benötigt

NHL.com/de 31 in 31: Bei den Senators hofft man auf einen Aufschwung durch einen neuen Coach

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Autor

Ab dem 1. August nimmt NHL.com/de mit seiner 31 in 31 Serie jedes Team genauer unter die Lupe. Von den wichtigsten Geschehnissen und Spielern bis hin zu Stärken und Schwächen, bieten wir eine umfassende Bestandsaufnahme der Klubs in der Liga.

In dieser Ausgabe geht es um die Ottawa Senators.

Wenn ein Team auf dem letzten Tabellenplatz einer Liga mit insgesamt 31 Mannschaften einläuft, so wie es die Ottawa Senators nach der Spielzeit 2018/19 taten, kommt naturgemäß alles auf den Prüfstand, wird intensiv nach Wegen gesucht, wie es in Zukunft erfolgreicher laufen kann. 

Im Regelfall wird bei einer Saisonanalyse der Trainer rasch als schwächstes Glied in der Kette ausgemacht und ausgetauscht. Das war auch in der kanadischen Hauptstadt in der Offseason der Fall. 

 

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Marc Crawford, der das Amt selber erst im März von Guy Boucher übernommen hatte, aber in der letzten Saisonphase keine Trendwende auslösen konnte, musste seinen Platz auf der Trainerbank des Franchise nach wenigen Wochen im Amt schon wieder räumen und seinen Posten einem Nachfolger übergeben. Crawford heuerte im Sommer als Assistenztrainer bei den Chicago Blackhawks an.

Die Senators entschieden sich intern für D.J. Smith als neuen Coach für die Saison 2019/20. Der 42-jährige ehemalige Defensivspieler wurde am 23. Mai als 14. Trainer in der vergleichsweise jungen Teamgeschichte der Öffentlichkeit auf einer extra einberufenen Pressekonferenz präsentiert. 

Auf ihm ruht jetzt ein Großteil der Hoffnungen auf eine sportlich wieder deutlich erfolgreichere Zukunft.

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Bilanz 2018/19: 29-47-6, 16. Platz in der Eastern Conference
Playoffs 2019: nicht qualifiziert
Trainer: D. J. Smith, seit Mai 2019
Zugänge: Artem Anisimov, Nikita Zaitsev, Connor Brown, Ron Hainsey, Tyler Ennis
Abgänge: Cody Ceci, Ben Harpur, Zack Smith 
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Smith erläuterte schon bei seiner Vorstellung, worauf es seiner Meinung nach in der kommenden Spielzeit besonders ankommen wird. 

"Das ist eine große Chance für mich persönlich, für die ich sehr dankbar bin. Hier im Klub gibt es ein riesiges Potenzial, das zu entwickeln und heraus zu kitzeln ab sofort unser vorrangiges Ziel sein wird", gab er die Richtung der kommenden Monate vor.

 

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"Es wird kein einfacher Weg, doch wir werden uns mit viel Entschlossenheit und Engagement durchbeißen. An der grundsätzlichen Wettbewerbsfähigkeit der Truppe sollte es nicht scheitern. Wir werden ein aufregendes Team stellen, das schnell spielt und immer alles für den Erfolg geben wird", versprühte der neue Verantwortliche an der Bande viel Vorfreude gegenüber den versammelten Medienvertretern. 

Neben dem frischen Impuls durch den Trainerwechsel, sorgten die Verantwortlichen der Organisation zudem für einige beachtenswerte Personalentscheidungen im Kader der Mannschaft. 

Neu im Roster stehen zum Saisonstart einige namhafte Veteranen der Liga wie etwa Artem Anisimov, Nikita Zaitsev, Connor Brown, Ron Hainsey oder Tyler Ennis.

Anisimov kam in einem Trade mit den Blackhwaks, Zaitsev und Brown konnten von den Toronto Maple Leafs losgeeist werden, Hainsey und Ennis wurden als Free Agents vom Projekt in Ottawa erfolgreich überzeugt. 

Video: CHI@COL: Anisimov nutzt freien Puck zur Führung

"Wir wollen unser neues Team längst nicht nur aus Jungspunden bestehen lassen", erläuterte General Manager Pierre Dorion dazu. "Wir sind grundsätzlich voll davon überzeugt, dass es erfahrene Spieler im Team braucht, damit sich die jungen Talente bestmöglich entwickeln können."

Die prominenten Neuzugänge können in der Tat über viel Erfahrung auf dem höchsten Niveau verfügen. Der 31-jährige Anisimov kam bisher in 703 NHL-Spielen zum Einsatz, in denen er 163 Tore und 184 Assists verbuchen konnte. Zaitsev ist mit seinen 27 Jahren im Vergleich etwas jünger, kommt mit der Erfahrung von 223 Hauptrundenspielen nach Ottawa, wurde 18 Mal für Toronto in den Stanley Cup Playoffs eingesetzt. 

Veteran Hainsey ist mit seinen 38 Jahren der älteste Neue im Kader der Senators. Er hat mit 1068 Spielen über 16 NHL-Saisons zudem die meiste Erfahrung in das Team mitgebracht. Inwieweit die jungen Talente in Ottawa davon profitieren werden, wird spannend zu beobachten sein. 

Verzichten muss Ottawa ab Oktober neben Trainer Crawford auf die Dienste von Cody Ceci, Ben Harpur und Zack Smith. Wie sich die Überarbeitung des Kaders am Ende auswirken wird, muss aktuell noch spekuliert werden. Der deutlich zur Schau getragene Optimismus von Neu-Trainer Smith ist in diesen Tagen mit weitem Abstand das Augenfälligste, was sich über den Sommer in der Metropole Kanadas in Sachen Umstrukturierung der heimischen Eishockeymannschaft getan hat.

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