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Die Nashville Predators und die San Jose Sharks haben die NHL-Saison 2022/23 im Rahmen der NHL Global Series in der O2 Arena in Prag eröffnet. Dabei setzten sich die Predators mit 4:1 durch. Unter den Torschützen war auch ein Schweizer.

Drei Schweizer und ein Deutscher auf dem Eis
Mit Predators-Kapitän Roman Josi und Flügelstürmer Nino Niederreiter standen zwei Schweizer in der Aufstellung. Josi bildete ein Verteidiger-Tandem mit Alexandre Carrier, Niederreiter ein Angriffstrio mit Ryan Johansen und Kiefer Sherwood. Im Tor startete Juuse Saros.

Hertl begeistert Heim-Fans mit einem Tor

Bei den Sharks standen mit Power Forward Timo Meier und Zwei-Wege-Center Nico Sturm ein Schweizer und ein Deutscher in der Aufstellung. Meier bildete die erste Sturmreihe mit dem in Prag geborenen Mittelstürmer Tomas Hertl sowie Luke Kunin. Sturm centerte die vierte Linie neben Steven Lorentz und Jonah Gadjovich. Den Start erhielt James Reimer.
Sherwood erzielt das erste Tor der neuen Saison - Hertl's Gänsehaut-Moment
Nachdem die tschechische Fußball-Torwart-Legende Petr Cech den symbolischen Puck-Drop zusammen mit Hertl und Josi durchgeführt hatte, versuchten beide Teams ihren Plan umzusetzen: San Jose machte Verkehr vor dem Tor und setzte nach Schüssen von der blauen Linie auf Sichtbehinderung und Abfälscher. Nashville spielte die Pucks tief, ging schnell hinterher und setzte ebenfalls auf Distanzschüsse.
Erfolgreich setzte dies Predators-Stürmer Kiefer Sherwood um, der nach 61 Sekunden auf einen Schuss von Mattias Ekholm abstaubte und so das erste NHL-Tor der Saison 2022/23 erzielte (2.). "Es ist surreal", sagte Sherwood. "Ich bin froh, dass ich etwas beitragen konnte und freue mich über den Sieg. Ich habe einfach versucht, es einfach zu halten, haben den Puck hoch gespielt, dann habe ich den Puck gesehen und einfach versucht, ihn reinzumachen."

Sherwood bringt Predators in Führung

San Jose brauchte ein paar Minuten, um besser ins Spiel zu finden und nutzte dann ein Powerplay für mehr Offensivdruck. Kaum war die Strafzeit abgelaufen, wurde es laut in Prag, denn der Sohn der Stadt, Hertl, drückte den Puck aus der Nahdistanz zum 1:1 über die Linie (9.) und wurde im Anschluss mit lauten Sprechchören von den Zuschauern gefeiert. "Es war etwas Besonderes, ein ganz besonderer Augenblick", sagte Sharks-Trainer David Quinn. "Ich freue mich für ihn. Er hatte sich das lange ausgemalt. Es hat auch mich inspiriert."
Mit fortschreitender Spieldauer wurden die Sharks immer besser, übernahmen die Spielkontrolle und kamen zu hochkarätigen Chancen durch Meier im Powerplay (12.) und Oskar Lindblom (15.), doch Saros machte seinem Ruf als Weltklasse-Goalie alle Ehre und stoppte diese vielversprechenden Versuche mit finnischer Coolness. Kurz vor der ersten Pause rettete bei einem Schuss von Hertl der Pfosten (18.).
Tolvanen trifft früh, Saros hält stark, Niederreiter schieb ein
Im zweiten Drittel erwischte Nashville erneut den besseren Start. 84 Sekunden nach Wiederbeginn kam Eeli Tolvanen mit Tempo über den linken Flügel und jagte die Scheibe zum 2:1 in den rechten Winkel (22.).

Tolvanen knallt einen Handgelenkschuss ins Tor

Auch der weitere Verlauf war ein Spiegelbild des ersten Durchgangs: San Jose drückte gewaltig und kam insbesondere im Powerplay zu guten Möglichkeiten. Die Predators hatten kaum noch Zugriff, doch der reaktionsschnelle und bewegliche Saros zeigte weitere Glanzparaden. "Er ist so ein guter Torhüter und auch immer unser bester Penalty Killer", lobte Ekholm seinen Schlussmann. "In den meisten Spielen ist er unser bester Spieler. Er reißt es für uns heraus und das hat er auch heute wieder getan. Ich freue mich sehr für ihn. Er ist ein Wahnsinnsgoalie und hat uns Verteidigern das Leben leichter gemacht.
Nach einem überzeugenden Überzahlspiel gewann Nashville dann das Momentum zurück und begegnete den Sharks im Anschluss daran mindestens auf Augenhöhe. In einer 2-auf-1-Situation servierte Dante Fabbro für Nino Niederreiter, der zum 3:1 einschoss (36.). In einer Doppelchance hatte Ryan Johansen sogar noch eine höhere Führung auf dem Schläger, was Reimers Beinschiene jeweils verhinderte (38.).
Predators verwalten den Vorsprung - "Rückspiel" am Samstag
Zu Beginn des Schlussabschnitts schwappte die Laola-Welle durch die O2 Arena. Auf dem Eis verwalteten die Predators ihren Vorsprung gekonnt und starteten selbst immer wieder Entlastungsangriffe.
Da von den Sharks über weite Strecken nur wenig kam, plätscherte die Partie lange vor sich hin. Nashville hielt San Jose mit aggressivem Forechecking weit vom eigenen Tor fern und landete durch Matt Duchene auch noch ein Empty-Net-Tor zum 4:1-Endstand (60.).
"Ich finde, alle unsere Neuzugänge haben etwas beigetragen", sagte Nashvilles Trainer John Hynes. "Wie sie gespielt haben, hat zu unserer Identität gepasst. Es ist schön, dass diese Jungs einen guten Start hatten."
"Bis zum 1:3 waren wir nahe dran", so Quinn. "Mir hat vieles gefallen, was ich gesehen habe."
Schon am morgigen Samstag stehen sich die Sharks und die Predators erneut in der O2 Arena in Prag gegenüber. Puck-Drop ist erneut um 20 Uhr (MESZ).
Nashville Predators - San Jose Sharks 4:1
Tore: 1:0 Sherwood (01:01), 1:1 Hertl (08:36), 2:1 Tolvanen (21:24), 3:1 Niederreiter (35:14), 4:1 Duchene (59:27)
Aufstellung NSH: Forsberg|Granlund|Duchene, Niederreiter|Johansen|Sherwood, Trenin|Sissons|Jeannot, Smith|Glass|Tolvanen - Josi|Carrier, McDonagh|Ekholm, Lauzon|Fabbro - Saros (Lankinen)
Aufstellung SJS: Meier|Hertl|Kunin, Lindblom|Couture|Labanc, Gregor|Bonino|Nieto, Lorentz|Sturm|Gadjovic - Harrington|Karlsson, Vlasic|Ferraro, Simek|Benning - Reimer (Kahkonen)