"Wenn man sich Lehners Spiel anschaut, das war Wahnsinn", zollte Pekka Rinne, der in dieser Partie fehlerlose Torwart der Predators, seinem Kollegen Respekt. "Er war der einzige Grund, warum das Ergebnis für sie einigermaßen akzeptabel war. Ich glaube nicht, dass ich in meiner Karriere schon so ein Spiel erlebt habe. Wir waren das gesamte Spiel über extrem gut und haben uns keine Fehler erlaubt. Wir haben einfach immer weitergemacht und uns Chancen erspielt, aber für mich persönlich war es einer meiner leichteren Shutouts."
Rinne musste in den 60 Minuten 20 Schüsse stoppen, um zum zweiten Mal in Folge und zum 57. Mal in seiner Karriere die Null zu halten. Seine Vorderleute erleichterten ihm den Job gewaltig und er erfüllte seine Pflicht wie bereits in den vorherigen Begegnungen. Die Gegner suchen seit 136:01 Spielminuten vergeblich nach einem Mittel, um den eiskalten Finnen zu überwinden. Seine aktuelle Topform macht ihn mit 1,74 Gegentoren pro Spiel und 93,7 Prozent Fangquote in beiden Bereichen zum drittbesten Torhüter der Liga, hinter Tuukka Rask von den Boston Bruins (1,41 Gegentore, 95,1 Prozent Fangquote) und Thatcher Demko von den Vancouver Canucks (1,73 Gegentore, 94,1 Prozent Fangquote).
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Sollten die Predators doch einmal ein Tor kassieren, ist das längst kein Grund zur Besorgnis, dank einer Offensive, die aus allen Rohren feuert. Damit ist nicht nur die Anzahl der Tore gemeint, sondern auch die Anzahl der unterschiedlichen Torschützen, von 23 eingesetzten Spielern waren bereits 17 im Abschluss erfolgreich. Bis zur Partie gegen die Blackhawks hatte Nick Bonino in der teaminternen Liste der Torjäger mit drei Treffern Rang acht belegt. Am Dienstag katapultierte er sich mit einem Hattrick an die Spitze. Zuvor hatte sich Kapitän und Verteidiger Roman Josi mit fünf Toren den ersten Platz mit Filip Forsberg und Viktor Arvidsson geteilt, die ganz vorne zu erwarten waren. Von den drei traf gegen Chicago keiner, doch bei den Predators bedeutet das offenbar lediglich, dass sie einem anderen Spieler Platz gemacht haben.