Die Nashville Predators befinden sich in guter Form. Am Donnerstag gewannen sie mit 4:3 n. V. bei den New Jersey Devils und sicherten sich den dritten Sieg in vier Spielen. Damit entschied Roman Josi zugleich das Duell der Schweizer Kapitäne gegen Nico Hischier für sich. Der Berner steuerte einen Assist zum Auswärtserfolg bei. Sein Landsmann aus dem Wallis brachte es ebenfalls auf eine Torbeteiligung. Josi sammelte 17 Punkte (fünf Tore, zwölf Assists) bei seinen zurückliegenden 15 Auftritten.

Für die Predators war es der sechste Sieg hintereinander gegen die Devils. Bei den jüngsten vier stand John Hynes auf der Trainerbank. Er kennt die Vertretung aus Newark aus dem Effeff. Er hatte sie selbst längere Zeit gecoacht. Im Januar 2020, einen Monat nach seiner Entlassung in New Jersey, übernahm er das Ruder bei Nashville.
Bis kurz vor Schluss sah es nicht nach einem doppelten Punktgewinn der Gäste im Prudential Center aus. Die Devils führten im letzten Drittel mit 3:2, nachdem sie die Partie nach einem 0:2-Rückstand gedreht hatten. 2:46 Minuten vor dem Ende bekamen sie ein Powerplay zugesprochen und besaßen so die große Möglichkeit, den alles entscheidenden Punch zu setzen. Doch die Hausherren nutzten die Überzahl nicht, was sich prompt rächte. 8,4 Sekunden vor Ultimo gelang Mikael Granlund der Ausgleich. Hynes hatte zuvor Torwart Juuse Saros zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis genommen.
"Unser Penalty Killing in der Schlussphase funktionierte ausgezeichnet. Wir wussten, dass uns danach noch etwa 40 Sekunden blieben. Da ging es nur noch darum, diesen einen Schuss aufs Tor zu bringen und was daraus zu machen. Das ist uns gelungen", sagte Torschütze Granlund.

NSH@NJD: Johansen findet die freie Ecke in OT

Die Predators nahmen das Momentum mit in die Verlängerung. Nach gerade einmal 33 Sekunden Overtime setzte Ryan Johansen mit dem Siegtreffer das i-Tüpfelchen aufs Comeback seiner Mannschaft. Nashville profierte dabei von einem Puckverlust der Devils in der eigenen Zone. Matt Duchene passte auf Johansen, der mit einem Schlenzer aus dem Slot den Sieg perfekt machte. Es folgte grenzenloser Jubel bei ihm und seinen Teamkollegen.
"Das ist großartig. Wir wären hier fast mit leeren Händen rausgegangen", gab der Schütze des Siegtreffers im Anschluss an die Begegnung zu Protokoll. "Doch dann ist uns mit einem einfachen Schuss der Ausgleich gelungen. Es schien so, als hätten wir in dieser Situation zehn Leute vor dem Kasten gehabt. Es war toll, dass wir es in die Verlängerung geschafft haben, in der wir uns mit einem weiteren guten Spielzug den Zusatzpunkt sichern konnten."
Johansen war an diesem Abend im Prudential Center der überragende Mann in der Abteilung Attacke der Predators. Im ersten Drittel hatte er sein Team mit 1:0 in Führung geschossen und beim Treffer von Granlund bekam er den Secondary Assist gutgeschrieben. Es war der erster Doppelpack des Centers in der laufenden Saison. Seine Nebenleute Nino Niederreiter und Cole Smith in der dritten Angriffsformation wussten ebenfalls zu überzeugen.
"Ihre Reihe hat mir heute Abend gefallen. Man sieht, dass die Chemie zwischen ihnen stimmt. Sie haben nun schon in einigen Spielen in der gegnerischen Zone mächtig Dampf gemacht", lobte Coach Hynes.
Generell zeigte sich der Trainer mit der Vorstellung seiner Schützlinge zufrieden, trotz des zwischendurch verspielten Zwei-Tore-Vorsprungs. "Wir haben einen Weg gefunden, unseren Job zu erledigen. Um ein Top-Team zu sein muss man Top-Teams schlagen. Das ist uns heute gelungen. Das Penalty Killing zum Schluss lief ausgezeichnet und bei 6 gegen 5 haben die Jungs das Ganze entschieden", erläuterte er.
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Großen Anteil am Auswärtssieg hatte auch Schlussmann Saros. Bei seinem siebten Start in den vergangenen acht Partien der Predators wurden für ihn 25 Paraden registriert, darunter sieben im letzten Durchgang. Der spektakulärste Save gelang ihm in der 54. Minute, als er den Puck nach einem Alleingang von Nico Hischier abwehrte.
Nach dem Sieg bei den Devils belegen die Predators mit 24 Punkten (11-9-2) aus 22 Spielen den fünften Platz in der Central Division. Am Freitag (7:30 p.m. ET; NHL.tv; Sa. 1:30 Uhr MEZ) müssen sie in der UBS Arena bei den New York Islanders antreten.