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Seit die NHL am 12. März vorigen Jahres den Spielbetrieb unterbrechen musste, da die Coronavirus-Pandemie eine planmäßige Fortsetzung unmöglich machte, galt es für alle Beteiligten zahlreiche Herausforderungen zu meistern. Die Liga und die Klubs leisteten großartige Arbeit nach dem Re-Start mit der Stanley Cup Qualifikation und den Stanley Cup Playoffs. Es kam zu einem sportlich fairen Ende mit einem würdigen Champion Tampa Bay Lightning.

Danach war lange Zeit unklar, wann und wie die neue Spielzeit durchgeführt werden könnte. Inzwischen scheint das Ärgste überstanden. Die ersten zwei Monate der verkürzten regulären Saison 2020/21 verliefen weitgehend. Obwohl einige Spiele aufgrund des COVID-19-Protokolls verschoben werden mussten, befinden sich die Stanley Cup Playoffs, die planmäßig im Mai beginnen sollen, bereits in Reichweite.
Doch damit nicht genug der guten Nachrichten. In dieser Woche durften sich die Verantwortlichen der NHL über einen neuen, spektakulären Medienrechte-Vertrag freuen, der insbesondere in Nordamerika große Wellen schlug (NHL.com/de berichtete).
Darüber hinaus können immer mehr Zuschauer in die Arenen zurückkehren. "Über die Hälfte unserer Klubs haben wieder Fans in begrenzter Anzahl im Gebäude", sagte Commissioner Gary Bettman in dieser Woche. "Wegen der fortschreitenden Impfungen sind wir optimistisch, dass die Zahl der Mannschaften, die vor Publikum spielen können, weiter steigen wird. Vor allem dann, wenn wir uns den Playoffs nähern. Ferner sind wir optimistisch, dass wir zu Beginn der nächsten Saison nah oder sogar komplett an der Normalität sein werden."

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Am Donnerstag begrüßten auch die New York Islanders erstmals seit vergangenen März wieder Fans bei einem Heimspiel, was Begeisterung auf beiden Seiten auslöste. 1000 Zuschauer aus dem Bereich des medizinischen Personals der Region waren beim 5:3-Erfolg gegen die New Jersey Devils Nassau Coliseum anwesend und füllten die Arena zumindest mit etwas mehr Leben als in den Wochen zuvor.
"Wir haben uns schon lange darauf gefreut, dass die Fans wiederkommen", sagte Islanders-Stürmer Josh Bailey. "Es war eine tolle Möglichkeit, die Mitarbeiter des Gesundheitswesens heute Abend zu ehren. Wir wollten uns bedanken und sind glücklich, vor ihren Augen gewonnen zu haben. Sie haben uns mit ihrer Anwesenheit die nötige Energie zum Sieg verliehen."
Die Islanders gehörten bei weitem nicht zu den ersten Teams, die sich über Anhänger bei einem Heimspiel freuen durften. Die Arizona Coyotes trugen bereits ihre Saisonpremiere 2020/21 am 14. Januar vor Zuschauern in ihrer Halle aus und bei den New York Rangers waren im Februar einmal 1800 Anhänger bei einem Spiel im Madison Square Garden dabei.

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"Es ist etwas ganz Besonderes", meinte Rangers-Verteidiger Adam Fox seinerzeit. "Wir haben die Fans lange Zeit im Garden vermisst. Wir freuen uns deshalb, sie wieder bei uns zu haben."
Die Coyotes waren mit zwei weiteren Teams die Vorreiter in Sachen Zuschauerpräsenz. "Wir sind glücklich, dass wir zumindest eine gewisse Zahl an Fans in der Halle haben", sagte Verteidiger Jakob Chychrun.
Doch das funktioniert trotz aller Bemühungen leider noch nicht überall in der NHL. In Kalifornien beispielsweise ist aufgrund der hohen Covid-19-Zahlen noch keine konkrete Regelung für eine Fanrückkehr getroffen worden.
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Garnet Hathaway von den Washington Capitals blickte nach dem Training am Freitag zurück auf das Jahr mit dem Coronavirus. "Die Zoom-Ära ist schon eine bemerkenswerte Episode", betonte der Angreifer. Vor Corona habe er Zoom gar nicht gekannt. Inzwischen sei das zum Standard geworden. "Vieles hat sich dadurch für uns Spieler verändert im Umgang mit den Medien und den Fans. Wir machen viel mehr mit Videos, auch im Training. Hoffentlich wird das alles bald wieder persönlicher. Das gefällt mir wesentlich besser."
Trainer Ralph Krueger von den Buffalo Sabres wünschte sich ebenfalls schnellstmöglich mehr Normalität zurück. "Alle Teams müssen nach der ungewöhnlich langen Pause im Herbst jetzt damit umgehen, dass die Saison einen komprimierten Spielplan hat. Das ist nicht einfach", sagte er. "Unsere Kontakte sind sehr eingeschränkt, weil wir in einer Art 'Bubble-Light' leben. Und wir vermissen natürlich unsere Fans. Zum Glück dürfen auch wir bald wieder einige von ihnen in der Halle begrüßen. Am 20. März ist es soweit. Aber ganz normal wird es trotzdem noch nicht zugehen."
Wie wichtig die Rückkehr der Fans in die Arenen nicht für die Teams, sondern auch für viele Angestellte im Umfeld sind, machte ein Statement der Verantwortlichen für das Wells Fargo Center in Philadelphia deutlich, das Anfang März veröffentlicht wurde.

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Darin heißt es: "Unter Berücksichtigung der staatlichen und lokalen Vorschriften, der NHL-Richtlinien und der strengen Gesundheits- und Sicherheitsprotokolle der Arena wird das Wells Fargo Center anfangs in der Lage sein, etwa 3100 Fans für Flyers-Spiele zu beherbergen. Selbst mit dieser anfänglich begrenzten Kapazität werden Hunderte von Teilzeitbeschäftigten für jedes Heimspiel der Flyers wieder in Arbeit gebracht."
Die guten Nachrichten aus der NHL häuften sich zuletzt. Es scheint, dass die schwierigste Phase überstanden ist. Das Licht am Ende des Tunnels nach einem Jahr mit der Pandemie ist jedenfalls deutlich sichtbar.