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Dort anknüpfen, wo vor der Pause aufgehört

Am ersten Spieltag nach dem All-Star Game taten sich zwei Favoriten schwer. Wie ergeht es den anderen?

von Bernd Rösch @NHLde / NHL.com/de Chefautor

Gegen den Vorletzten der Eastern Conference zuhause verloren, als Erster der Central Division, dem Drittletzten unterlegen. Die Spielausgänge der zwei Partien vom Montag dürften eine deutliche Warnung für jene Teams gewesen sein, die sich ebenfalls zum erweiterten Favoritenkreis zählen.

Für Sidney Crosby endete das NHL All-Star Wochenende so traumhaft gut, wie er es sich nicht zu denken traute, nachdem er aufgrund einer Erkältung zunächst das Hotelzimmer nicht hatte verlassen dürfen. Obwohl gesundheitlich noch leicht angeschlagen, führte er die Auswahl der Metropolitan Division zum Sieg. Aufgrund seine vier Tore und vier Assists wurde er zusätzlich zum besten Spieler des Turniers gewählt. Der Liga-Alltag holte den frisch gekürten MVP jedoch genauso schnell ein wie seinen Teamkollegen Kris Letang, der ebenso beim NHL All-Star Game in San Jose geladen war.

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Zurück in der Heimat, kassierten sie mit ihren Pittsburgh Penguins in der PPG Paints Arena eine 3:6-Schlappe gegen die New Jersey Devils. Crosby hatte zwar mit 20:32 Minuten die zweitmeiste Eiszeit bekommen, konnte dem Spiel aber ebenso wenig seinen Stempel aufdrücken wie Verteidiger Letang in seinen 26:43 Minuten. Beide All-Stars blieben ohne Scorerpunkt.

Crosby fand nach der Niederlage deutliche Worte und ließ sich bei der Kritik nicht außen vor: "Ich habe das Gefühl, dass uns die Dringlichkeit [eines Sieges] nicht bewusst war, wir waren nicht verzweifelt genug und die Arbeitseinstellung hat nicht gepasst. Es fehlte uns an Tatkraft. Wir müssen da rausgehen und es umsetzen. Wir können noch so viel sagen, wie wir wollen, auch das Richtige, aber letztendlich musst du rausgehen und es tun. Ich glaube schon, dass wir alle das verstehen."

Die Penguins konnten von der All-Star-Euphorie und der einhergehenden Pause ebenso wenig profitieren wie die Winnipeg Jets.

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Auch die Jets waren mit zwei Mann beim Wochenende der Ligabesten an den Start gegangen. Center Mark Scheifele und Rechtsaußen Blake Wheeler vertraten Winnipegs Farben und zogen mit der Auswahl der Central Division in das All-Star Finale ein, nachdem sie im ersten Halbfinale die Pacific Division mit 10:4 deklassiert hatten. Scheifele markierte ein Tor, Wheeler bereitete deren drei vor.

Nach der All-Star-Unterbrechung setzten die Jets ihre Auswärtstour in Pennsylvania fort, wo sie im Wells Fargo Center den Philadelphia Flyers einen Besuch abstatteten. Wenig war zu sehen von einem Offensivfestival der kanadischen Gäste, die in vier ihrer fünf letzten Partien mindestens vier Treffer erzielt hatten. Nur einmal gelang es ihnen, Philadelphias 20-jährigen Rookie-Schlussmann Carter Hart zu überwinden - mit 1:3 zogen die Jets den Kürzeren.

"Wir haben viel zu wenig getan. Alle unsere Schüsse kamen von außen. Uns gelang es nicht Verkehr vor ihrem Tor zu erzeugen", konstatierte Winnipegs Teamkapitän Wheeler wenig begeistert das Geschehen im ersten Auftritt nach ihrer achttägigen Pause vom regulären Spielbetrieb.

 

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Wie es den Jets nach ihrem Break ergangen ist, wird den anderen drei Divisions-Spitzenreitern nicht verborgen geblieben sein.

Den Tampa Bay Lightning werden sogar zehn spielfreie Tage gegönnt, ehe sie am Mittwoch wieder ins Ligageschehen eingreifen. Gleich drei Spieler, Kapitän Steven Stamkos, Rechtsaußen Nikita Kucherov und Torwart Andrei Vasilevskiy, stellte das punktbeste Team der Liga und der Tabellenführer der Atlantic Division für das All-Star Game ab. Werden sie auf Anhieb wieder zurück auf die Spur finden?

Einen Lauf hatten auch die Calgary Flames, die sich mit drei Siegen hintereinander und neun Spielen, in denen sie jeweils punkteten, die Tabellenführung in der Pacific Division erkämpften. Wird es ihnen nach neun Tagen Pause gelingen ihre Erfolgsserie fortzusetzen?

 

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Die New York Islanders eroberten sich den Platz an der Sonne der Metropolitan Division indem sie im Monat Januar nur aus zwei ihrer elf Auftritte nichts Zählbares mitnahmen (8-2-1) und sechsmal in Serie punkteten (5-0-1). Werden sie auch den ersten Prüfstein nach ihrer zehn Tage währenden Erholungsphase schadlos überstehen?

Die Antworten auf die Fragen gibt es am 30. Januar beim Gastauftritt der Lightning in Pittsburgh sowie am 1. Februar, wenn die Flames in der US-Hauptstadt gegen die Washington Capitals ihre Visitenkarte abgeben und die Islanders im Spitzenspiel der Eastern Conference die Lightning empfangen.

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