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Moritz Seider von den Detroit Red Wings hat sich am Donnerstag nach 19 Partien ohne Treffer erstmals wieder in die Torschützenliste eingetragen. Beim 3:0-Erfolg seines Teams gegen die Philadelphia Flyers in der heimischen Little Caesars Arena zeichnete er für das 2:0 verantwortlich. Die gelungene Offensivaktion war das Sahnehäubchen auf einer starken Leistung. In der Defensive zeigte sich der deutsche Blueliner einmal mehr von seiner besten Seite. Er blockte unter anderem drei Schüsse.

„Das war ein erfolgreicher Tag für uns. Wir mögen solche Spiele, in den wir rausgehen und hart dagegenhalten können. Es ist uns gelungen, die Flyers durch unsere gute Defensivarbeit nicht zum Zug kommen zu lassen. Hoffentlich erinnern wir uns an Auftritte wie diesen, wenn wir in den nächsten Wochen um einen Spot in den Playoffs kämpfen“, sagte Seider.

Die Red Wings gaben mit dem Sieg die passende Antwort auf die 4:5-Niederlage zwei Tage zuvor gegen die Dallas Stars. Den Grundstein für den doppelten Punktgewinn gegen die Flyers legten die Hausherren im zweiten Drittel. In diesem Abschnitt erzielten sie alle drei Tore.

„Wir wussten, dass wir das Spiel gegen Dallas vermasselt hatten und wollten das vergessen machen. Das ist uns gelungen. Vor allem im Mitteldrittel haben wir dieses Mal richtig gut gespielt“, konstatierte Seider.

Detroits Kapitän Dylan Larkin eröffnete den Torreigen in der zweiten Periode mit einem Rebound aus dem Slot (22.). Für ihn war es der 20. Treffer in der laufenden Spielzeit. Damit dehnte er gleichzeitig seinen Punktestreak auf zehn Partien aus. Larkin ist nun der 16. Akteur in der Geschichte der Red Wings, der in fünf oder mehr Spielzeiten mindestens 20 Tore geschossen hat.

Sechs Minuten später durfte Seider sein sechstes Saisontor bejubeln. Mit einem Schlenzer aus dem hohen Slot beförderte er den Puck – leicht abgefälscht von Philadelphias Morgan Frost – in die Maschen. Gäste-Torwart Samuel Errson besaß keine Abwehrchance.

„Ich habe Cat (Alex DeBrincat – d. Red.) am langen Pfosten stehen sehen und wollte ihn anspielen. Doch Frost hielt seinen Stock dazwischen und von dort prallte die Scheibe ins Tor. Da hatte ich zweifelsohne ein wenig Glück“, beschrieb Seider das Zustandekommen seines Treffers. Mit nunmehr sechs Toren aus 48 Einsätzen fehlt ihm nur noch ein weiteres Erfolgserlebnis, um seinen persönlichen NHL-Rekord von sieben Treffern in einer Saison einzustellen. In der laufenden Spielzeit sind für den Verteidiger zudem 18 Assists und 24 Punkte verzeichnet.

Doch Scorerpunkte sind nicht der Maßstab für Seider. Das hat Detroits Trainer Derek Lalonde wiederholt deutlich gemacht. Der Coach erwartet vom 22-Jährigen vielmehr solide Defensivarbeit. Und in dieser Hinsicht liefert der Erstrundenpick beim NHL Draft 2019. Kein Feldspieler stand in den zurückliegenden 20 Spielen länger auf dem Eis als er. Insgesamt 448:51 Minuten spulte Seider ab. Das entspricht einem Schnitt von 22:27 pro Match. Im Penalty Killing war er zusammengerechnet 44:52 Minuten (durchschnittlich 2:15) gefordert.

Das dritte Tor in der Begegnung mit den Flyers blieb Red-Wings-Angreifer Andrew Copp vorbehalten. Er verwertete ein Zuspiel von Michael Rasmussen von hinter dem Tor mit einer fulminanten Direktabnahme zum 3:0 (31.). Die Gastgeber befanden sich zu diesem Zeitpunkt in Unterzahl. Für Copp war es das 100. NHL-Tor.

„Er ist ein wichtiger Spieler für uns auf beiden Seiten des Eises. Ich freue mich für ihn, dass er diesen Meilenstein erreicht hat“, sagte Red-Wings-Stürmer Lucas Raymond über seinen Teamkollegen.

Detroits Schlussmann Alex Lyon wehrte 30 Schüsse ab und sicherte sich seinen zweiten Shutout in dieser Saison. Von seinen 19 Spielen gewann er zwölf.

Nach dem Erfolg gegen die Flyers haben die Red Wings eine Matchbilanz von 25-18-5 zu verzeichnen. Mit den daraus resultierenden 55 Punkten aus 48 Partien belegen sie den zweiten Wildcard-Platz für die Stanley Cup Playoffs in der Eastern Conference. Ärgster Verfolger sind die New Jersey Devils mit 51 Punkten aus 46 Spielen.

Die Red Wings sind in dieser Woche noch ein weiteres Mal gefordert. Am Samstag (8 p.m. ET; NHL.tv; So. 2 Uhr MEZ) empfangen sie die Vegas Golden Knights in der Little Caesars Arena.