Akira Schmid

Jede Woche blickt NHL.com/de auf bemerkenswerte Leistungen der deutschsprachigen, bereits gedrafteten Spieler und sich abzeichnende Entwicklungen in der AHL, der ECHL und im Junioren-Eishockey zurück. In dieser Woche die Spiele vom 5.11. bis 11.11.22.

Eine eher entspannte Woche verbrachten die DACH-Spieler in den Minor-Ligen. Zwei deutsche Akteure konnten mit ihren Teams den Fokus besonders auf die Trainingseinheiten unter der Woche legen und für einen Schweizer Spieler ging es erneut in die NHL, wo es auch gleich einen unterwartete Einsatz und einen ersten Erfolg gab. Für die Ontario Reign endete eine Siegesserie, was ihren Trainer vor die erste große Herausforderung stellt.
Zwei Spiele standen für die Rockford IceHogs und Lukas Reichel in der vergangenen Woche auf dem Plan. Beim 4:1-Erfolg, am Samstag gegen die Grand Rapids Griffins drehten die IceHogs einen 0:1-Rückstand. Reichel sorgte mit dem 2:1 in Überzahl für das Siegtor. Es war der fünfte Saisontreffer des Deutschen. Am Sonntag stand bereits die nächste Partie auf dem Plan, in der sich Rockford und Reichel mit 4:5 im Shootout geschlagen geben mussten. Reichel blieb punktlos. Den Rest der Woche waren die IceHogs spielfrei.

Leon Gawanke

Für Leon Gawanke und die Manitoba Moose stand am Sonntag die Revanche gegen die Texas Stars auf dem Plan. Nach der 1:4-Niederlage in der Vorwoche kamen die Moose nur zwei Tage später zu einem 2:1-Erfolg. Gawanke verbuchte zwei Torschüsse und eine Plus-Minus-Bilanz von +1. Nach einer Trainingswoche folgte am Freitag das zweite Match im Betrachtungszeitraum. Gawanke gelang zwar ein Assist gegen die Calgary Wranglers, am Ende genügte der Anschlusstreffer zum 2:3 jedoch nicht mehr, um noch den Ausgleich herzustellen.
Für den Goalie unter den DACH-Spielern in den Minor-Ligen begann die Woche erfreulich. Am Samstag erhielt Akira Schmid die Berufung in den NHL Kader der New Jersey Devils. Am Donnerstag kam der Schweizer Schlussmann im dritten Drittel für die Devils zum Einsatz, nachdem Vitek Vanecek als Vorsichtsmaßnahme ausgewechselt wurde. Schmid parierte sieben Schüsse, davon fünf in der Verlängerung, und konnte im siebten Anlauf seinen ersten NHL-Erfolg feiern.

NJD 4, OTT 3 - F/OT

Die Chicago Wolves entwickeln sich für Tim Berni immer mehr zum Lieblingsgegner. Nach einem Treffer in der Vorwoche ließ der Schweizer am Sonntag einen Assist für die Cleveland Monsters folgen. Der Verteidiger legte zum ersten Mal in dieser Spielzeit ein Tor auf. Nutznießer der Vorlage zum 4:2-Endstand war Justin Richards. Einen weiteren Erfolg verbuchten die Monsters am Mittwoch gegen die Grand Rapids Griffins. Beim 5:2-Comeback-Sieg nach 0:2-Rückstand blieb Berni punktlos. Nach Verlängerung siegten Berni und die Monsters am Freitag. Mit einem Assist zum zwischenzeitlichen 3:4 zeichnete sich der Schweizer Verteidiger erneut als Punktesammler aus. Mit den drei Punkten aus den vergangenen vier Partien (1 Tor, 2 Vorlagen) unterstrich Berni seine aktuell gute Form.
Keine weitere Einsatzzeit in der AHL kam für Julian Napravnik zustande. Der deutsche Angreifer in Diensten der Hershey Bears musste die drei Siege seines Teams von der Tribüne aus verfolgen. Durch die Erfolge wird der Weg in die Mannschaft für Napravnik immer weiter.

Kai Wissmann

Den dritten Assist seiner AHL-Karriere für die Providence Bruins erzielte der deutsche Verteidiger Kai Wissmann. Er steuerte die Vorlage zum 2:2-Ausgleich der Bruins beim 3:2-Erfolg gegen die Springfielt Thunderbirds am Samstag bei. Am darauffolgenden Sonntag sicherte Wissmann mit seinen Defensiv-Kollegen das eigene Tor herausragend und ermöglichte Torhüter Brandon Bussi beim 1:0-Sieg einen Shutout. Auch am Freitag konnte der Defensivverbund der Bruins überzeugen. Lediglich zwei Gegentreffer ließ er beim 5:2-Erfolg gegen die Charlotte Checkers zu. Wissmann sammelte zwar keinen Punkt, dafür aber die Strafminuten drei und vier seiner AHL-Karriere. Providence grüßt nach der starken Woche von der Spitze der AHL.
Die Siegesserie der Ontario Reign endete am Samstag. Das Team von Trainer Marco Sturm musste sich den Colorado Eagles mit 3:7 geschlagen geben. Besonders zwei Gegentreffer bei eigener Unterzahl sowie ein Shorthander der Eagles schmerzten Ontario sehr. Auch das zweite Match der Woche bot keinen Grund zur Freude. Gegen die San Jose Barracudas verspielten die Reign eine zwischenzeitliche 2:0-Führung und unterlagen mit 3:4 nach Penaltyschießen. Für Sturm geht es nun darum, seine Mannschaft in der kommenden Woche wieder in die Erfolgsspur zu lenken.

Marco Sturm

Nachdem Brian Zanetti am Samstag bei der 2:4-Niederlage der Peterborough Petes gegen die Ottawa 67's in der OHL noch zusehen musste, durfte er am Dienstag und Donnerstag wieder eingreifen. Die Petes verloren jedoch auch diese beiden Partien. Weder bei der 1:2-Shootout-Niederlage gegen die Hamilton Bulldogs noch beim 2:3 gegen die Windsor Spitfires konnte sich Zanetti auf dem Spielberichtsbogen verewigen.
Deutlich besser gestaltete sich die Woche für Vinzenz Rohrer von den Ottawa 67's. Der Österreicher ist derzeit heiß und baute durch je einen Treffer in den drei Partien der Woche eine Scoring-Serie von vier Spielen auf. Bei den drei Erfolgen der 67's verbuchte Rohrer fünf Punkte (3 Tore, 2 Vorlagen). Nach 15 Matches steht er damit bei 19 Zählern (7 Tore, 12 Vorlagen) und ist drittbester Scorer seiner Mannschaft.
Keinen guten Wochenstart erwischten die Gatineau Olympiques in der QMJHL. Für das Team von Haakon Hänelt setzte es am Sonntag eine 2:6-Niederlage gegen die Val d'Or Foreurs, bei der der Deutsche zumindest einen Assist zum zwischenzeitlichen 2:2 beisteuern konnte. Er war dabei einer von nur vier Akteuren der Olympiques, die eine negative Plus-Minus-Bilanz vermeiden konnten. Schlechter sah es für ihn am Donnerstag aus, als er mit einer Minus-Drei-Bilanz bei einer 4:6-Niederlage gegen Rouyn-Noranda die Statistik von hinten anführte. Der Wochenausklang am Freitag stimmte etwas versöhnlich, als die Olympiques einen 5:2-Erfolg gegen Val-d'Or einfahren konnten. Hänelt blieb dabei mit nur einem Torschuss allerdings unauffällig.
Vier Einsätze erhielt der Mannheimer Lukas Kälble in der ECHL für die Florida Everblades. Der Verteidiger und seine Mannschaft gewannen drei Begegnungen und mussten sich lediglich am Dienstag den Orlando Solar Bears mit 2:3 geschlagen geben. Für Kälble bleibt jedoch auch aus diesem Spiel etwas Positives stehen. Er verbuchte mit dem 2:2 seinen zweiten Treffer. Das Siegtor erzielten die Solar Bears erst 32 Sekunden vor Ende der Begegnung.