Die Verpflichtung von Lukas Reichel durch die Boston Bruins bei der NHL Trade Deadline am Freitag war kein Schnellschuss, sondern folgte einer klaren strategischen Überlegung. „Sein Name tauchte des Öfteren in Gesprächen auf, bei denen es darum ging, welcher Spieler unserer Mannschaft zu mehr Tiefe verhelfen könnte. Aus diesem Grund war es für mich keine Überraschung, dass der Deal zustande kam“, erklärte Bostons Coach Marco Sturm am Samstag. Die Vancouver Canucks ließen Reichel im Tausch gegen einen Sechstrundenpick beim NHL Draft 2026 ziehen.
In den vergangenen Wochen lief der Flügelstürmer allerdings nicht in der NHL auf, sondern eine Etage tiefer in der AHL bei Vancouvers Farmteam in Abbotsford. In dieser Klasse soll er zunächst bleiben. „Lukas wird erst einmal in Providence beginnen“, teilte Sturm mit. Doch der deutsche Trainer zeigt sich zuversichtlich, dass Reichel den Sprung nach oben schafft und den Bruins im NHL-Endspurt weiterhilft. „Er hatte zuletzt ein wenig zu kämpfen in der NHL. Aber er bei Olympia hat er ein gutes Turnier gespielt. Das sollte ihm Auftrieb geben“, so Sturm.
Womöglich ist der Bruins-Trainer genau der Richtige, um Reichels ins Stocken geratener NHL-Karriere neuen Schwung zu verleihen. Sturm kennt das Umfeld des Angreifers bestens. Mit Martin Reichel, dem Vater von Lukas, spielte er einst in der deutschen Nationalmannschaft zusammen. „Lukas ist ein toller Bursche und hat eine großartige Familie“, sagte Sturm.




















