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Die Carolina Hurricanes haben im Finale der Eastern Conference in den NHL Playoffs das zweite Spiel in Folge gewonnen. Die Mannschaft von Trainer Rod Brind’Amour gewann Spiel drei der Best-of-7-Serie am Montagabend (Ortszeit) im Bell Centre bei den Montreal Canadiens 3:2 nach Verlängerung. Carolina führt damit in der Serie 2:1 nach Siegen. Für die Hurricanes war es der zweite Erfolg nach Verlängerung in Serie.

Held des Abends für die Gäste war Andrei Svechnikov. Der Russe nahm einen Pass von Seth Jarvis auf und bezwang Jakub Dobes (35 Saves) im Tor der Gastgeber nach 14:06 Minuten in der Verlängerung. Dabei nutzte er geschickt aus, dass Sebastian Aho dem Keeper die Sicht verdeckte. „Wir haben eine gute Mischung zusammen, haben viele gute Spieler. Jeder kämpft für den anderen“, sagte Brind’Amour nach der Partie. Das Team fühle sich einfach wohl in der Verlängerung, bleibe beim vorgegebenen Plan.

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Carolina war über weite Strecken die spielbestimmende Mannschaft. Das Schussverhältnis von 38:13 spricht hier eine deutliche Sprache. 15:5, 10:6, 7:1 und 6:1 lauteten die Bilanzen in den einzelnen Spielabschnitten. Nur ein Schuss im dritten Drittel, ja, das könne schon mental herausfordernd sein, meinte Canadiens-Trainer Martin St. Louis. „Aber als Profisportler sieht man sich dauernd mentalen Herausforderungen gegenüber. Das darf nicht die nächste Entscheidung beeinflussen.“ Selbstverständlich habe man mehr Schüsse abgeben wollen. Er habe allerdings das Gefühl gehabt, dass das Team nicht genügend Chancen kreiert habe.

Entsprechend gingen die Hurricanes auch mit einer Führung aus dem ersten Drittel. Allerdings mit einer knappen. Shayne Gostisbehere sorgte mit seinem ersten Tor in den diesjährigen Playoffs für das 0:1 (9.). In der 16. Minute gelang Mike Matheson der umjubelte Ausgleich für das letzte kanadische Team in den NHL Playoffs 2026. Doch 54 Sekunden später traf Routinier Taylor Hall im Nachsetzen erneut für die Hurricanes.

Im zweiten Drittel war Canadiens-Verteidiger Lane Hutson früh für den neuerlichen Ausgleich der Gastgeber verantwortlich. Nach einem doppelten Doppelpass mit Cole Caufield überwand er in Überzahl Frederik Andersen (11 Saves) im Tor der Gäste (25.). Bei diesem Treffer bekam Dobes einen Assist gutgeschrieben. „Das war vielleicht unser bestes zweites Drittel seit langer Zeit“, meinte St. Louis.

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Im dritten Drittel sah es kurz danach aus, als wären die Canadiens das erste Mal in Führung gegangen, nachdem Nikolaj Ehlers die Scheibe ins eigene Tor abgefälscht hatte. Der Treffer fand nach einer Challenge von Brind’Amour keine Anerkennung, da zuvor eine Abseitsstellung der Canadiens vorgelegen hatte. So ging es nach einem torlosen dritten Drittel, in dem den Gastgebern am Ende nur ein Torschuss gelang, in die Verlängerung. In dieser hatten die Gäste aus Carolina dank Svechnikov das bessere Ende für sich. Allerdings hatten die Gastgeber auch ihre Chancen. So traf Matheson nur das Gestänge, und Nick Suzuki verfehlte bei einem Breakaway das Tor.

„Gegen ein Team wie dieses muss alles passen. Da kann man sich nicht einfach nur aufs Powerplay verlassen. Speziell im ersten Drittel haben wir sehr gut verteidigt. Aber in dieser Phase muss eben alles stimmen. Wir haben nicht erwartet, dass es einfach wird“, sagte St. Louis.

„Wir haben in der Verlängerung sehr effektiv gespielt, vor allem im Forechecking“, meinte Gostisbehere. „Das ist das, was wir machen. Wir spielen einfach unseren Stil weiter.“ Es sei in den Playoffs leicht, vom eigentlichen Spielstil abzukommen. „Aber wir wissen, was funktioniert. Wir müssen nur dranbleiben.“

„Wenn wir jedes Spiel 3:2 gewinnen und 60 Prozent der Tore schießen, dann soll uns das recht sein“, befand Hall. „Und wenn wir in jedem Spiel in die Verlängerung gehen müssen – gut, wir sind dafür bereit. Wir haben jetzt eine Bilanz von 5-0 in der Verlängerung. Das ist ein Zeichen, dass wir in solchen Situationen glänzen und nicht zusammenbrechen.“ In all diesen Spielen habe man das Gefühl gehabt, die Partie zu kontrollieren. „Wir müssen da nicht viel ändern.“

Spiel vier der Serie findet am Mittwoch, 8 PM ET (Donnerstag, 2 Uhr MESZ), wieder in Montreal statt.

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