COL 4, SJS 3 - OT

Titelverteidiger Colorado Avalanche hat sich für die Stanley Cup Playoffs 2023 qualifiziert. Die Avalanche löste das Ticket durch einen 4:3-Auswärtssieg n.V. am Dienstagabend im SAP Center bei den San Jose Sharks. Colorado nimmt zum sechsten Mal in Serie an den Playoffs teil.

Großer Kampf: Der Titelverteidiger löst das Playoff-Ticket
"Es waren wichtige zwei Punkte. Mir hat gefallen, wie unsere Jungs gespielt haben", sagte Avalanche-Trainer Jared Bednar. "Wir haben von Anfang an hart gekämpft. Offensichtlich ist es im dritten Drittel noch einmal eng geworden, aber wir haben weitergespielt und immer wieder um die Scheibe gekämpft. Es hat mit dem Puck vielleicht nicht alles und jeder Spielzug geklappt heute, aber wir hatten gute Ideen und unser Kampf war toll."
Die Avalanche ist das achte Team in Folge, das sich als amtierender Stanley Cup Champion für die Playoffs im Folgejahr qualifizieren konnte. Seit der NHL-Expansion-Ära (seit 1968) nahmen 50 von 54 Meister auch in der Folgesaison an der Endrunde teil. Die einzigen Ausnahmen waren die Montreal Canadiens (1969/70), New Jersey Devils (1995/96), Carolina Hurricanes (2006/07) und Los Angeles Kings (2014/15).
Für die entscheidenden zwei Punkte aber musste die Avalanche am Dienstagabend noch ganz schön arbeiten, denn die bereits eliminierten Sharks stemmten sich leidenschaftlich dagegen.
Jack Johnson (5.) und Evan Rodrigues (7.) trafen früh und stellten binnen 1:55 Minuten auf 2:0 für Colorado. Beim ersten Treffer lieferte übrigens der Schweizer Denis Malgin (0-1-1, drei Torschüsse, 16:48 Minuten Eiszeit, davon 0:37 im Powerplay, +1) den sekundären Assist.
Im zweiten Drittel verkürzte Kevin Labanc für San Jose (33.), doch Nathan MacKinnon stellte schnell den alten Abstand wieder her (38.). Im dritten Drittel dann die Überraschung: Die Sharks glichen dank der Treffer von Jacob Peterson (46.) und erneut Labanc (48.) auf 3:3 aus.
Ähnliches: [Titelverteidiger Avalanche folgen als 12. Team in die Playoffs]
Matchwinner MacKinnon: OT-Gamewinner ist der 100. Scorerpunkt
In der Verlängerung hatte San Jose sogar den Sieg auf dem Schläger, doch Labanc und Ex-Avalanche Jacob MacDonald scheiterten in einer 2-auf-1-Situation an Colorados Torwart Alexandar Georgiev (28 Saves, 90,3 Prozent Fangquote). Daraufhin hatte im Gegenzug MacKinnon einen Alleingang und verwandelte eiskalt mit einem präzisen Schuss in den linken Winkel (64.).
Für MacKinnon war damit ein Drei-Punkte-Spiel perfekt (2-1-3). Der OT-Siegtreffer war sein 36. Saisontor und der 100. Scorerpunkte in der laufenden Saison. Erstmals überhaupt in seiner Karriere punktete der 27-jährige Kanadier dreistellig und ist erst der siebte Spieler in der Franchise-Geschichte der Colorado Avalanche und Quebec Nordiques, der dieses Kunststück vollbringen konnte. Zuvor schafften das auch Joe Sakic, Peter Forsberg, Mats Sundin, Peter Stastny, Michel Goulet und Jacques Richard.
"Zahlreiche großartige Spieler in dieser Mannschaft haben mir unglaublich dabei geholfen", bedankte sich MacKinnon allen voran bei seinen Mitspielern. "Ich muss die Namen nicht alle einzeln aufzählen, aber jeder hat mir über die gesamte Saison sehr geholfen. Es ist also schön, diesen Meilenstein erreicht zu haben."

COL@SJS: MacKinnon erreicht 100 Punkte mit OT-Siegtor

Widerstandsfähige Avalanche kämpft sich zurück
Unglaublich aber wahr: Noch am Neujahrstag 2023 stand die vom Verletzungspech geplagte Avalanche nicht auf einem Playoff-Platz. Erst am 20. Januar kehrte Colorado zurück auf die begehrten Plätze und gab diese seitdem auch nicht mehr ab. Seit diesem Datum hat das Team aus Denver eine 23-7-3-Bilanz und holte damit genauso viele Punkte wie NHL-Spitzenreiter Boston Bruins (24-7-1) im gleichen Zeitraum.
Nun ist sogar die Spitzenposition in der Central Division wieder greifbar: Colorado (45-24-6) belegt noch Rang drei, hat aber noch zwei Spiele mehr zu absolvieren als die punktgleiche Konkurrenz um Tabellenführer Dallas Stars (42-21-14) und den zweitplatzierten Minnesota Wild (44-23-10).
Die Avalanche spielt direkt noch einmal in San Jose gegen die Sharks, danach sieht das Restprogramm noch Duelle mit den Los Angeles Kings (A), Anaheim Ducks (A), Edmonton Oilers (H), Winnipeg Jets (H) und Nashville Predators (A) vor, bevor die beste Jahreszeit mit den Stanley Cup Playoffs beginnt.