"Wenn die Chemie in einer Reihe stimmt, ist man als Spieler doppelt so viel wert und hat doppelt so viele Chancen, dass ist eine wichtige Sache für Stürmer", betonte Quinn die Bedeutung des Zusammenspiels mit Peterka. "Wir arbeiten wirklich gut zusammen und das ist für mich aufregend, weil wir uns dadurch stark entwickeln können."
Dank dieser Reihe liegen die Americans mit 22 Punkten aus 17 Spielen (11-6-0) auf dem dritten Platz der North Division in aussichtsreicher Position. Anders sieht es bei den Sabres in der NHL aus. Nach einem guten Start in die Saison begab Buffalo sich Ende Oktober in den Sturzflug und wurde in der Tabelle mit 19 Punkten aus 22 Spielen (8-11-3) auf den sechsten Platz der Atlantic Division durchgereicht. Die Offensive liegt mit 2,86 Toren pro Spiel auf dem 18. Platz und Tage Thompson ist mit 16 Punkten (10 Tore, 6 Assists) der Topscorer des Teams. Diese mangelhafte Ausbeute im Angriff würde dafür sprechen, jungen und durchschlagskräftigen Stürmern wie Quinn und Peterka eine Chance zu geben.
Ähnlich gut lief es bis vor Kurzem für Reichel bei den Rockford IceHogs, dem Farmteam der Chicago Blackhawks. Wie Peterka verbrachte er zunächst eine weitere Saison in der DEL, wo er in 38 Spielen 27 Punkte (10 Tore, 17 Assists) sammelte und mit den Eisbären Berlin die Meisterschaft holte. Nun folgte auch für ihn der Schritt in die AHL. Sein Team gewann nur eins der ersten fünf Spiele und steht nach 15 Begegnungen mit 14 Punkten auf dem sechsten Platz der Central Division. An dem gebürtigen Nürnberger liegt die Tabellensituation der IceHogs jedoch sicherlich nicht, er ist mit zwölf Punkten und sieben Toren der beste Torjäger der Mannschaft.
"Er hat einige Attribute, die man einfach nicht beibringen kann", schwärmte Trainer Anders Sorensen im Interview mit der Chicago Sun Times. "Sein Abwehrspiel wird immer reifer... offensiv entwickelt er einen immer besseren Überblick und fühlt sich wohler dabei den Puck zu behaupten."
Die positive Entwicklung erlaubte Reichel am 7. November den bisherigen Höhepunkt seiner Saison, ein Hattrick bei einem 4:3-Sieg gegen die Manitoba Moose. Laut Derek King, dem Interimstrainer der Blackhawks, hat die Organisation es aber nicht eilig, ihn in die NHL zu holen, um in seiner Entwicklung als Spieler nichts zu überstürzen.
"Er hat gerade viel um die Ohren, da ist es vielleicht besser für ihn, wenn er eine Weile am gleichen Ort bleibt und erstmal ankommt", sagte Sorensen. "Aber früher oder später wird man ihn in der NHL sehen."
Die Blackhawks hadern wie die Sabres mit ihrer Offensive. Mit 2,1 Toren pro Spiel stellen sie den drittschlechtesten Angriff der Liga, Patrick Kane führt sie mit 18 Punkten (6 Tore, 12 Assists) an und nur drei Spieler konnten nach 21 Spielen die Marke von zehn Punkten knacken. Frisches Blut könnte ihnen helfen und Reichel wäre nach dem Eindruck, den er in der AHL erweckt hat ein Paradekandidat, um einen neuen Impuls zu setzen. Doch am Sonntag kam der große Schock für die IceHogs.