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Luca Sbisa hat keinen garantierten Platz

Bei den Vegas Golden Knights tobt der Konkurrenzkampf und der Schweizer Verteidiger ist mittendrin

von Stefan Herget / NHL.com/de Chefautor

Die Konkurrenz in der Verteidigung der Vegas Golden Knights ist groß. Das war schon vor der Vorbereitung abzusehen, als General Manager George McPhee betonte, dass in der Defensive zu viele Spieler vorhanden und noch weitere Trades im Bereich des Möglichen wären.

In der Tat tummeln sich acht Tage vor dem Saisonauftakt der neuen Franchise, am 6. Oktober bei den Dallas Stars, noch elf Verteidiger im Aufgebot. Trainer Gerard Gallant hat die Qual der Wahl, was bedeutet, dass nicht jeder seiner Defensivleute in jedem Testspiel zum Einsatz kommt. Er rotiert folglich kräftig durch und dies reduziert die Chancen der Kandidaten sich zu präsentieren.

Insofern kann auch keine Prognose abgegeben werden, welche sieben am Ende am Freitag der kommenden Woche in Dallas auf dem Eis stehen werden. Somit muss auch der Schweizer Luca Sbisa, der im Expansion Draft von den Vancouver Canucks zu den Golden Knights transferiert wurde, weiter zittern, denn er hat ebenso seinen Platz nicht sicher.

In bisher drei der fünf Vorbereitungsspielen von Vegas wurde der 27-jährige Eidgenosse eingesetzt. Nachdem am heutigen Donnerstag bekannt gegeben wurde, dass er im Spiel gegen die Colorado Avalanche in der kommenden Nacht nicht eingesetzt werden wird, verbleibt nur noch eine Möglichkeit am Sonntag gegen die San Jose Sharks.

"Ich wurde bis jetzt drei Mal eingesetzt und konnte mich jedes Mal steigern", erzählte Sbisa auf der Golden Knights Website. "Am letzten Abend habe ich mich gut gefühlt, mich gut bewegt und hatte auch das richtige Timing, das mir zuvor etwas gefehlt hatte. Ich bin jetzt nahe an den 100 Prozent und das ist auch gut so, weil es sind nur noch zwei Spiele und das heißt es bleibt nicht mehr viel Zeit."

Die finalen Entscheidungen, wer sich am Ende durchsetzt, sind nahe. Das ist deutlich zu spüren und unterstreicht auch Trainer Gerard Gallant in seinem Statement nach dem Training am Mittwoch. "Der Trainerstab ist in einer sehr komfortablen Lage, denn wir können aus einem guten Potenzial an Spielern auswählen", machte Gallant dort klar. "Das werden schwierige und harte Entscheidungen für einzelne nach sich ziehen, doch der Kader am Eröffnungsspieltag kann nur 23 umfassen und das ist die Vorgabe."

Bis dahin hoffen alle Spieler einen guten Eindruck zu hinterlassen und am Ende am Notizzettel des Trainers zu stehen. Doch wichtig ist es laut Sbisa sich so zu präsentieren, wie man als Spielertyp ist und nicht versuchen sich zu verstellen.

"Wir versuchen immer umzusetzen, was der Trainer vorgibt", sagte Sbisa. "Aber wir haben hier einen sehr starken Kader, doch jetzt zu versuchen, seinen Spielertyp umzustellen wäre fatal. Das geht meistens schief. Ich habe mir gesagt, dass sie mich ausgewählt haben, weil ich der Spielertyp bin, der ich bin. Das versuche ich so gut wie möglich umzusetzen."

Sbisa versucht durch seine Erfahrung zu punkten, die er seit 2008 gesammelt hat. "Vieles kommt mit der Erfahrung und ich bin jetzt doch schon fast zehn Jahre dabei", verdeutlichte Sbisa. "Besonders am Anfang meiner Karriere wollte ich zu viel und das war nicht immer richtig. Man muss nicht jeden Check um jeden Preis setzen und ist dann vielleicht aus der Position. Die Trainer haben mir das in vielen Videostudien beigebracht. Wenn sich der Check anbietet, dann setzt man ihn, wenn nicht, sollte man es bleiben lassen."

Für Sbisa bleibt zu hoffen, dass er zu den sieben Auserwählten gehört, die in Dallas im Kader stehen.

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