Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Seattle Kraken und den Los Angeles Kings

Die Los Angeles Kings haben sich am Montag mit einem 5:3 gegen die Seattle Kraken für die Stanley Cup Playoffs qualifiziert. Da die Nashville Predators am gleichen Abend mit 2:3 gegen die San Jose Sharks unterlagen, haben die Kalifornier den zweiten Wild-Card-Platz in der Western Conference sicher.

Die Form dieser Mannschaft spricht für sich: Sie haben im siebten Spiel hintereinander gepunktet und sechs Spiele davon gewonnen. Der Auswärtssieg in Seattle war der fünfte Sieg in Folge. Damit baute die Mannschaft von Trainer D. J. Smith die längste Siegesserie der laufenden Spielzeit auf.

„Wir haben auf jeden Fall einen Aufstieg hingelegt. Es sah vor einiger Zeit wahrscheinlich nicht besonders gut für uns aus“, Smith. Er wurde am 1. März vom Assistenztrainer zum Interimstrainer befördert, da Jim Hiller nach zwei Siegen uns acht Spielen freigestellt wurde. Der März verlief mit einer Bilanz von 5-5-4 noch durchwachsen, ehe die Kings im April (5-0-1) voll durchstarteten.

„Mein Respekt gilt den Jungs und den Verantwortlichen. Sie spielen schon seit einiger Zeit Playoff-Eishockey. Das gab uns die Chance, das erneut zu schaffen. Wir haben gesehen, was in einem Saisonendspurt möglich ist. Vielleicht können wir noch einen weiteren Platz erobern.“

Kraken machten Kings das Leben schwer

Die Kings stellten bereits im ersten Spielabschnitt klar, vorzeitig ihr Ticket für die Playoffs lösen zu wollen. Quinton Byfield brachte L.A. mit einem Doppelpack in der 3. und der 14. Minute mit 2:0 in Führung. Trevor Moore baute die Führung im zweiten Drittel aus, sodass es mit einem beruhigenden 3:0 in die letzte Drittelpause ging.

„Sicherlich war unser Spielmanagement im zweiten Drittel zeitweise nicht besonders gut“, sagte Seattle-Trainer Lane Lambert später. „Aber wir haben trotzdem einige Chancen kreiert. Ich war nicht unzufrieden mit unserer Spielweise. Nur der Spielstand hat mir nicht gefallen.“

LAK@SEA: Byfield baut die Führung im ersten Drittel mit seinem zweiten Tor aus

Im Schlussdrittel fanden die Kraken zu ihrer Effektivität. Adam Larsson (42.) und Frederick Gaudreau (49.) brachten Seattle bis auf 2:3 heran. Adrian Kempe (42.) baute den Vorsprung wieder auf 4:2 aus, ehe Bobby McMann (58.) zweieinhalb Minuten vor Spielende zum 3:4 für Seattle traf.

Die Chancen der Kraken auf einen Ausgleich schwanden allerdings, als Vince Dunn eineinhalb Minuten vor Spielende eine Strafe wegen Beinstellen kassierte. Die Kraken nahmen zwar ihren Goalie Nikke Kokko vom Eis, hatten dadurch aber lediglich die Gleichzahl auf dem Eis wieder hergestellt. Zwei Sekunden vor Spielende traf Alex Laferriere zum 5:3 ins leere Tor.

Kraken ehren Kopitar

Nach dem Spiel stellten sich die Kraken-Spieler auf, um Kopitar die Hand zu schütteln und ihm zu seiner 20-jährigen NHL-Karriere zu gratulieren. Dies war sein letztes Spiel gegen Seattle, bevor er am Saisonende in den Ruhestand geht.

„Manchmal fühlt es sich nicht real an“, sagte Mitspieler Trevor Moore. „Ich war bereits Kings-Fan, als ich aufwuchs. Es fühlt sich nicht real an, all dies mit ihm zu erleben. Es fühlt sich an, als wärst du auf eine Weise Teil der Geschichte.“

Erfolg von 2012 macht Hoffnung

Die Kings haben sich zum fünften Mal hintereinander für die Playoffs qualifiziert. In den vergangenen vier Spielzeiten scheiterten sie stets in der 1. Runde an den Edmonton Oilers.

Andererseits zeigt die Historie dieser Franchise, dass auch ein niedriggesetztes Team auftrumpfen kann. Die Kings gingen 2012 als niedrigstgesetztes Team der Conference in die Playoffs und gewannen den Stanley Cup.

Sie waren eines von nur fünf Teams der NHL-Geschichte, die als niedrigstgesetztes Team das Finale erreichte. Ansonsten gelang dies den Florida Panthers (2023), den Montreal Canadiens (2021), den Nashville Predators (2017) und den Edmonton Oilers (2006).

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