Ausgerechnet am Neujahrstag 2026 spielten sich bei den Pittsburgh Penguins mit Kris Letang und Erik Karlsson zwei Spieler in den Mittelpunkt, die sonst eher selten im Scheinwerferlicht stehen. Beim 4:3-Sieg nach Verlängerung gegen die Detroit Red Wings am Donnerstag hatten die beiden Defensivkräfte jedoch nicht nur ihren Anteil auf dem Scoresheet. Beide erreichten durch ihre Leistungen persönliche Meilensteine, die ihre Bedeutung eindrucksvoll verdeutlichen.

Persönliche Meilensteine für Karlsson und Letang

Karlsson steuerte zwei Assists zum Erfolg der Penguins bei und durchbrach damit die Schallmauer von 900 NHL-Punkten. Letang erzielte den Siegtreffer in der Verlängerung und entschied damit die Begegnung ausgerechnet in seinem 1200. NHL-Einsatz.

„Es ist natürlich in gewisser Weise schön, aber hoffentlich kommen noch viele weitere hinzu”, gab sich Karlsson trotz dieses Meilensteins unverändert tatendurstig. „Ich habe im Laufe der Jahre mit vielen großartigen Spielern gespielt und bin immer noch dabei. Also werde ich hier nicht aufhören“, ergänzte der Jubilar.

Karlsson ist der 14. Defensivakteur der NHL-Geschichte, der diese Marke erreicht hat, und der zweite in Schweden geborene Verteidiger. Ihm fehlen nur noch acht Punkte auf Scott Stevens, der mit seiner Punkteausbeute derzeit Rang 13 belegt.

Letangs historische Zahlen

Mit nun 1200 Ligaspielen durchbrach Letang als 40. Abwehrspieler der Liga diese Schallmauer. Seine insgesamt 13 Treffer in Verlängerungen sind gemeinsam mit Scott Niedermayer die zweitmeisten in dieser Kategorie für einen Verteidiger in der NHL-Geschichte. Mehr vorzuweisen hat lediglich Brent Burns (Colorado Avalanche) mit 16 Treffern.

Letang hat nach Sidney Crosby (1391 Spiele) und Evgeni Malkin (1239 Spiele) inzwischen zudem die drittmeisten Spiele für die Penguins bestritten. Darüber hinaus hält er die Bestmarken für einen Verteidiger des Franchise bei den Punkten (792), Toren (178) und Vorlagen (614).

„Es macht immer Spaß, wenn man ein Meilenstein-Spiel hat und etwas tut, an das man sich erinnern kann“, gab Letang im Anschluss stolz zu Protokoll. „Die Familie ist dabei für mich sehr wichtig. Man braucht Unterstützung – meine Frau, meine Kinder. Sie unterstützen mich in dem, was ich tue. Das ist mit vielen Opfern verbunden. Natürlich ist es etwas Besonderes, für eine Organisation wie die Penguins zu spielen. Sie kümmern sich sehr um mich“, erklärte er weiter.

DET@PIT: Crosby bedient Letang zum OT-Siegtor

Der Aufwärtstrend der Penguins hält an

Auch für die Penguins hatte dieser Sieg zum Jahresauftakt eine besondere Relevanz. Nachdem sie am 30. Dezember die Carolina Hurricanes (5:1) aus ihrer Metropolitan Division bezwingen konnten, schlugen sie nun mit den Red Wings aus der Atlantic Division den nächsten Divisionsführer. Es stehen damit drei Siege in Serie (zuvor ein 7:3 gegen die Chicago Blackhawks am 28.12.) sowie vier Erfolge aus den vergangenen fünf Spielen zu Buche. Damit hat Pittsburgh nach zuvor acht sieglosen Begegnungen in Folge wieder einen aussichtsreichen Kurs eingeschlagen (18-12-9 zu 45 Punkten aus 39 Spielen).

Letang erzielte den Siegtreffer nach 58 Sekunden in der Verlängerung mit einem One-Timer nach einem Rückhandpass von Sidney Crosby, der an diesem Tag zwei Tore und eine Vorlage beisteuerte. Crosby verbuchte damit sein 111. Multi-Tore-Spiel der NHL-Karriere und überholte Brendan Shanahan (110) auf Rang 19 der ewigen Bestenliste.

Späte Wendungen und Karlssons 900. Punkt

Die Penguins wähnten sich im Verlauf der Partie bereits auf einem guten Weg, als Blake Lizotte Pittsburgh in der 56. Minute mit einem Schuss an Detroits Verteidiger Simon Edvinsson vorbei mit 3:2 in Führung brachte. Karlsson erreichte in seinem 1123. NHL-Spiel die 900-Punkte-Marke (203 Tore, 697 Assists), als ihm seine zweite Vorlage des Tages gutgeschrieben wurde. Sein Schuss traf Lizotte, der anschließend den freien Puck aufnahm und verwertete. Neben Burns (930 Punkte; 266 Tore, 664 Assists) ist Karlsson damit der zweite aktive Spieler, der diese Marke erreichen konnte.

Doch Alex DeBrincat glich in der 58. Minute für die Red Wings noch einmal aus und rettete den Gästen zumindest die Verlängerung sowie einen Punkt für die Tabelle. „Das war heute definitiv nicht unser bestes Spiel“, gab DeBrincat trotz seines späten Erfolgserlebnisses im Rückblick selbstkritisch zu. „Ich finde, wir hätten heute zwei Punkte holen müssen. Aber so ist es manchmal eben. Es ist trotzdem ein wichtiger Punkt für uns, wenn wir nicht in Bestform sind.“

Crosbys starker Auftakt und ein aberkanntes Tor

Crosby hatte die Begegnung früh geprägt und traf mit zwei der ersten vier Torschüsse der Penguins. In der 5. Minute brachte er die Hausherren mit einem Schlagschuss im Powerplay mit 1:0 in Führung. Nur eine Minute später erhöhte er nach einem abgefangenen Pass von Ben Chiarot mit einem Handgelenksschuss auf 2:0 – es war sein 23. Saisontor. Damit ist er weiterhin der beste Torschütze seines Teams.

Der Kapitän der Penguins hat nun acht Punkte (vier Tore, vier Assists) in fünf Spielen in Folge gesammelt. „Ich fand, wir waren gut drauf“, lautete sein Fazit. „Es war gut für uns, dranzubleiben und einen Weg zu finden, dieses Spiel zu gewinnen.“

Die frühe Zwei-Tore-Führung wurde jedoch durch Treffer von James van Riemsdyk (18.) und Andrew Copp (21.) wieder egalisiert. In der 53. Minute schien Lucas Raymond die Red Wings erstmals in Führung zu bringen, als er einen Schuss von Dylan Larkin verwertete, dessen Schläger zuvor Karlssons Schläger zerbrochen hatte. Der Treffer wurde jedoch nach Videobeweis wegen Abseits aberkannt.

DET@PIT: Lizotte dreht sich und versenkt Rebound

Ungewöhnliche Hauptdarsteller beim Penguins-Sieg

So jubelten am Ende dennoch die Penguins – mit Crosby, aber vor allem mit den für diesen Abend eher ungewöhnlichen Hauptdarstellern Karlsson und Letang in ihren Reihen, die dem Neujahrstag 2026 ihren ganz eigenen Stempel aufdrückten.

Verwandte Inhalte