Das Comeback von Auston Matthews nach einer kurzen Verletzungspause hätte nicht eindrucksvoller ausfallen können: Der Kapitän der Toronto Maple Leafs steuerte am Neujahrstag drei Tore und einen Assist zum hart erkämpften 6:5-Heimsieg gegen die Winnipeg Jets in der Scotiabank Arena bei. Es war sein erster Hattrick seit fast zwei Jahren und der insgesamt 14. Dreierpack in seiner NHL-Laufbahn. Mit dieser imposanten Gesamtausbeute ist er nun alleiniger Rekordhalter der Liga unter allen in den USA geborenen Spieler vor Pat LaFontaine (13).
„Das war toll. Ein Spiel, in dem es hin und her geht, macht ganz besonders großen Spaß“, resümierte Matthews nach der vogelwilden Partie gegen den kanadischen Rivalen. „Wir haben uns durch den frühen Rückstand nicht beirren lassen, sondern sind drangeblieben und haben die Krallen ausgefahren. Shift für Shift haben wir uns in das Match hineingearbeitet und uns am Ende belohnt. Das ist ein wichtiger Erfolg für uns“, fügte der Center der Maple Leafs hinzu. Im vorangegangenen Duell zu Hause gegen die New Jersey Devils (4:0) am Sonntag hatte er wegen einer Unterkörperverletzung gefehlt.
Die Begegnung mit den Jets nahm zunächst einen ungünstigen Verlauf für die Hausherren. Nach 20 Minuten führten die Gäste mit 2:0. Nachdem Matthews zu Beginn des zweiten Durchgangs auf 1:2 verkürzt hatte, legte Winnipeg postwendend nach und stellte den Zwischenstand innerhalb von dreieinhalb Minuten auf 4:1.
Im Anschluss traf Torontos Trainer Craig Berube eine Entscheidung, die sich als goldrichtig herausstellen sollte. Um ein Zeichen an seine Mannschaft zu setzen, nahm er Torwart Joseph Woll nach den vier Gegentoren bei 17 Schüssen vom Eis und ersetzte ihn durch Dennis Hildeby. Der Coach wollte das ausdrücklich nicht als Maßregelung seines Torwarts, sondern als Wachrüttler für sein zu diesem Zeitpunkt indisponiertes Team verstanden wissen. „Ich habe ihn nicht auf die Bank geholt, weil er schlecht gespielt hat. Ich habe den Wechsel vorgenommen, um irgendwie das Momentum zu verändern. Grundsätzlich gefällt es mir überhaupt nicht, den Goalie herauszunehmen“, erläuterte Berube.
Im Nachhinein stellte sich der gewünschte Effekt ein. Die Maple Leafs starteten eine fulminante Aufholjagd. Oliver Ekman-Larsson und Matthews im Powerplay brachten Toronto bis zum Ende des Mitteldrittels bis auf ein Tor heran. Im letzten Drittel markierte Matias Maccelli den 4:4-Ausgleich. Selbst ein erneuter Rückstand warf die Maple Leafs nicht aus der Bahn. Erst schaffte Troy Stecher den Gleichstand zum 5:5, ehe Matthews viereinhalb Minuten vor Schluss mit dem 6:5 seinen Hattrick perfekt machte.
Für ihn war es das 17. Vier-Punkte-Spiel in der NHL. Damit zog er in der Franchise-Geschichte mit dem zweitplatzierten Mitch Marner gleich. Öfter als die beiden hat lediglich Darryl Sittler bei den Maple Leafs vierfach in einer Partie gepunktet. 26-mal gelang ihm dieses Kunststück.



















