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Während in der NHL die reguläre Saison 2019/20 seit dem 12. März aufgrund der Bedenken im Zusammenhang mit dem Coronavirus pausiert, liefert NHL.com/de weiterhin eigene Storys. Acht Wochen lang, immer mittwochs, werden wir Mannschaften mit deutschsprachigen NHL-Spielern aus unterschiedlichen Jahrgängen im KO-System fiktiv gegeneinander antreten lassen. Heute das ultimative Finale.

Wie wäre es Mannschaften aus unterschiedlichen Jahrgängen sich miteinander messen zu lassen? Wir wählten 16 Teams, die jeweils mindestens einen Spieler aus Deutschland, Österreich und/oder der Schweiz in ihren Reihen hatten, aus, um im KO-System fiktiv gegeneinander anzutreten und krönen am Ende schließlich den Sieger.
So werden Begegnungen zwischen einigen der besten Teams in der Geschichte der NHL unter Beteiligung der besten Spieler aus den deutschsprachigen Ländern ausgetragen, die in der Realität so nie hätten stattfinden können. Einige der beteiligten Mannschaften sind in Wirklichkeit Cup-Sieger geworden, aber andere hatten nur eine großartige Spielzeit, scheiterten aber am ultimativen Ziel. Wer wird diese hypothetischen Playoffs am Ende für sich entscheiden?
Vier Divisionen mit jeweils vier Mannschaften wurden gebildet, die nach einer Setzliste zugeteilt wurden und aufeinandertreffen werden. Die Teams wurden nach der Punktequote, die sie in ihrer jeweiligen regulären Saison geholt hatten, gelistet, womit die unterschiedlichen Saisonlängen (insgesamt absolvierte Spiele) entsprechende Berücksichtigung fanden. Bei Gleichstand wurde die Anzahl der erreichten Siege als Entscheidungskriterium hergenommen.
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Im Format Halbfinale und Finale in jeweils einer Begegnung werden die Divisionssieger ermittelt. Die vier verbleibenden Mannschaften ermitteln schließlich wiederum in zwei Halbfinalpaarungen und die beiden Sieger daraus im Finale, letztendlich den Champion.
Heute das große Finale:
(2) Josis/Webers/Fialas 2018 Predators gegen (7) Draisaitls 2017 Oilers 4:6 (1:1/1:3/2:2)
Die Nashville Predators von 2018 mit Roman Josi, Yannick Weber und Kevin Fiala in ihren Reihen treffen in der Bridgestone Arena der Country-Music-Stadt auf die Edmonton Oilers von 2017 mit Leon Draisaitl. Es treten zwei Teams gegeneinander an, die noch keinen Titel gewonnen haben. Von daher sollte der Erfolgshunger besonders groß sein.
Die Anspannung ist den Spielern ins Gesicht geschrieben als sie das Eis betreten. Das wird noch deutlicher in den ersten Minuten der Partie, nachdem beide Mannschaften ein paar Minuten brauchen, um ins Spiel zu kommen. Eine gewisse Nervosität ist zu verspüren, weil es zunächst einige leichte Scheibenverluste auf beiden Seiten gibt.

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Die Predators sind die ersten, die sich ab der 4. Minute für längere Zeit im gegnerischen Drittel festspielen können und erste Torschüsse verzeichnen. In den folgenden fünf Minuten gibt es von den Oilers lediglich zwei Entlastungsangriffe zu sehen, bei denen Nashvilles Torhüter Pekka Rinne ernsthaft geprüft wird. Eine Druckphase nutzen die Predators in der 9. Minute zur Führung. Der Schweizer Stürmer Fiala setzt seine Tor-Serie fort und trifft auch im Finale zum 1:0. Es scheint wie ein Weckruf für die Oilers zu sein, denn ab der Mitte des ersten Drittels werden die Kanadier besser und überzeugen durch mehr Einsatz und Kampf. Sie belohnen sich in der 16. Minute mit dem Ausgleich durch Milan Lucic. Mit diesem Spielstand geht es in die erste Pause.
Nach dem Wiederbeginn entwickelt sich ein Finale, das seinen Namen zurecht trägt. Eine hochinteressante und spannende Begegnung mit zahlreichen Chancen und viel Engagement auf beiden Seiten. Edmonton hat den besseren Beginn und geht in der 25. Minute durch Draisaitl mit 2:1 in Front. Nicht einmal zwei Minuten später erhöht Connor McDavid auf 3:1 und schockt die Fans in Nashville. Angeführt von Kapitän Josi, der eine Auszeit des Trainers Peter Laviolette nutzt, um ein paar deutliche Worte an seine Teamkollegen zu richten, wollen die Predators unmittelbar zurückschlagen. Der Schweizer Verteidiger ergreift selbst mehrfach die Initiative in der Offensive und krönt seine Leistung mit dem Anschlusstreffer zum 2:3 in der 32. Minute. Die Predators wittern Morgenluft und drängen auf den Ausgleich. Doch stattdessen nutzt Patrick Maroon in der 38. Minute eine Unachtsamkeit in der Verteidigung der Predators zum 4:2.
Dass im Eishockey vieles möglich ist und umgesetzt werden kann, wissen die Predators nur zu gut und lassen sich von diesem erneuten Rückschlag nicht bremsen. Oilers-Torhüter Cam Talbot hat auch im dritten Drittel viel zu tun und ist machtlos, als Filip Forsberg in der 44. Minute auf 3:4 verkürzen kann. Und es geht noch mehr: Ryan Johansen narrt die Oilers Defensive mit einer schönen Einzelleistung und erzielt in der 51. Minute das 4:4.

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Das Spiel geht nun hin und her. Es steht förmlich auf des Messers Schneide. Die Spannung ist am Siedepunkt. Als alle schon mit einer Sudden-Death-Verlängerung rechnen, kommt in der 59. Minute der Auftritt von Draisaitl. Er behauptet zunächst in der gegnerischen Zone den Puck, dreht sich um Verteidiger Ryan Ellis herum und bringt die Scheibe aus einem eigentlich unmöglichen Winkel auf das Tor.
Irgendwie findet der schwarze Hartgummi seinen Weg an Rinne vorbei, rollt hochkant auf die Torlinie zu und kippt erst kurz nach dem Überschreiten zur Seite. Der Puck liegt schließlich auf der Linie, ehe ihn Rinne zu fassen kriegt. War das ein Tor oder nicht? Bange Minuten auf den Spielerbänken und im Video-Room, die die Bilder gemeinsam mit den Schiedsrichtern mehrfach anschauen, ehe sie schließlich auf Tor entscheiden.
Doch die Dramatik hatte noch eine Szene parat. Nashville nahm schnell nach dem Bully Rinne für einen sechsten Feldspieler vom Eis und wollte erneut zurückkommen. Ein Schuss von Josi 39 Sekunden vor dem Ende klatschte an den Pfosten und der Puck flog schließlich ebenfalls an der Torlinie entlang, ehe ihn Talbot sicherte. Wieder Videobeweis, doch die Entscheidung auf kein Tor ist eindeutig. 19 Sekunden später entscheidet McDavid mit seinem Schuss ins verlassene Gehäuse die umkämpfte Partie, in der beide Teams alles gegeben hatten.

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Die Oilers fielen sich nach der Schlusssirene in die Arme und feierten den ersten Triumph einer kanadischen Mannschaft in der NHL seit dem Stanley-Cup-Gewinn der Montreal Canadiens 1993. Draisaitl wurde als wertvollster Spieler der Serie ausgezeichnet. Die sich tapfer geschlagenen Predators um die Schweizer Josi, Weber und Fiala müssen weiter auf einen Titel warten.
So sieht der komplette Spielplan der Fantasy Bracket Meisterschaft mit den bisherigen Ergebnissen (in Klammern die Platzierung der Setzliste):
Division A:
HF A1: (1) Aebischers 2001 Avalanche gegen (16) Krupps 1993 Islanders 3:1
HF A2: (5) Kühnhackls 2016 Penguins gegen (12) Sturms 2002 Sharks 5:2
Finale A: (1) Aebischers 2001 Avalanche gegen (5) Kühnhackls 2016 Penguins 4:3 OT
Division B:
HF B1: (2) Josis/Webers/Fialas 2018 Predators gegen (15) Hillers 2009 Ducks 2:0
HF B2: (6) Krupps 1996 Avalanche gegen (11) Niederreiters 2019 Hurricanes 5:1
Finale B: (2) Josis/Webers/Fialas 2018 Predators gegen (6) Krupps 1996 Avalanche 3:2 OT
Division C:
HF C1: (3) Vaneks/Hechts 2007 Sabres gegen (14) Hischiers 2018 Devils 5:1
HF C2: (7) Draisaitls 2017 Oilers gegen (10) DiPietros 1993 Canadiens 4:1
Finale C: (3) Vaneks/Hechts 2007 Sabres gegen (7) Draisaitls 2017 Oilers 1:2
Division D:
HF D1: (4) Streits/Kühnhackls 2017 Penguins gegen (13) Seidenbergs 2009 Hurricanes 3:1
HF D2: (8) Seidenbergs 2011 Bruins gegen (9) Greiss' 2016 Islanders 4:2
Finale D:(4) Streits/Kühnhackls 2017 gegen (8) Seidenbergs 2011 Bruins 0:3
1. Halbfinale:
(1) Aebischers 2001 Avalanche gegen (7) Draisaitls 2017 Oilers 4:5 2.OT
2. Halbfinale:
(2) Josis/Webers/Fialas 2018 Predators gegen (8) Seidenbergs 2011 Bruins 4:2
Finale:
(2) Josis/Webers/Fialas 2018 Predators gegen (7) Draisaitls 2017 Oilers 4:6