Wer das Geschehen in Florida verfolgt, wird sich in der Regel damit befassen, wie die Florida Panthers im Vergleich zu den Tampa Bay Lightning abschneiden, doch kaum jemand interessiert sich in diesem Kontext ernsthaft dafür, ob beispielsweise die Carolina Hurricanes mit den Vancouver Canucks mithalten können.
Die Entfernungen sind zu groß, zu selten gibt es Kräftemessen zwischen Teams aus unterschiedlichen Conferences. Dennoch gibt es seit einigen Jahren einen Trend, der in seinem Ausmaß überrascht.
Jahrelang dominierten Teams aus der Western Conference die Liga. Von 1995 bis 2015 ging der Stanley Cup 13 Mal an Mannschaften aus dem Westen. Lediglich sieben Mal wurde er im gleichen Zeitraum an Ost-Teams vergeben.
Wenn man eine kurze Phase der Ostdominanz in den frühen 2000er Jahren ausklammert, in denen die New Jersey Devils, die Lightning und die Hurricanes drei Mal in Folge die Meisterschaft an die Ostküste holten, war die Überlegenheit des Westens jahrelang erdrückend.
Doch das Blatt scheint sich in den vergangenen Jahren nachhaltig gewendet zu haben. Die zwei Meisterschaften der Pittsburgh Penguins und die Presidents Trophies der Washington Capitals sind nicht die einzigen Gradmesser für diese Entwicklung.