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Gelungenes Comeback von Josi

Trotz einer Niederlage können der Schweizer Verteidiger und seine Predators zuversichtlich sein

von Bernd Rösch / NHL.com/de Chefautor

Mit gemischten Gefühlen stellte sich Roman Josi nach der unglücklichen 0-1 Heimniederlage gegen die Detroit Red Wings am Samstag den Fragen der Reportern. Einerseits lieferte der Schweizer Verteidiger nach seiner auskurierten Gehirnerschütterung, durch die er neun Spiele pausieren musste, eine gute Partie ab, zum anderen standen seine Predators ohne Punkte da, und hatten es dadurch versäumt ihren Vorsprung auf die in der Central Division viertplatzierten St. Louis Blues weiter auszubauen.

"Ich wollte nach meiner Rückkehr mein Spiel so einfach wie möglich aufziehen, eben nicht zu viel riskieren. Ich bin sehr froh, dass ich wieder dabei sein kann. Es war ein gutes Spiel, doch der Erfolg blieb uns am Ende versagt", erklärte Josi gegenüber Preds TV seine Vorsätze.

Aufgrund der engen Tabellensituation kommt es für die Predators, die aktuell einen Vorsprung von drei Punkten auf einen Nicht-Playoffplatz ausweisen, auf jeden Zähler an. Nicht verzichten können sie im Saisonendspurt auf einen gesunden Josi, ihrem punktbesten Verteidiger mit fünf Toren und 17 Assists, der gleich bei seinem ersten Auftritt seit dem 12. Januar, an dem er im Spiel gegen die Boston Bruins das Eis vorzeitig verlassen musste, wieder auf 20:28 Minuten Eiszeit kam. "Ich werde mich natürlich noch steigern und werde versuchen so schnell wie möglich wieder zu meiner alten Form zurückzufinden", zeigte sich Josi nach seinem Comeback zuversichtlich.

Video: Josi zieht ab und trifft

Josi konnte mit fünf Schüssen die meisten Torschüsse aller Blueliner der Predators verbuchen. Zufrieden mit dem Auftritt seines Star-Verteidigers war auch Trainer Peter Laviolette: "Ich bin der Meinung, er hat sehr gut gespielt. Es ist schwierig, wieder zurückzukommen. Wenn man ein oder zwei Spiele nicht dabei war, dann ist es OK, doch wenn man einmal sieben, 10, 12 Partien verpasst hat, dann braucht es seine Zeit. Ich denke, dass er einen richtig guten Job verrichtet hat."

Nicht nur aufgrund ihrer gestrigen Vorstellung können die Predators optimistisch in die nahe Zukunft schauen. Ihre Reihe an verletzten Spielern hat sich gelichtet. Zum ersten Mal seit dem 15. Dezember standen mit P.K. Subban und Josi ihre beiden besten Verteidiger wieder gemeinsam auf dem Eis, was ihrem Spiel durchaus zu Gute kam, wie man unschwer sehen konnte.

Dementsprechend hob Laviolette das Positive aus der Niederlage hervor: "Unsere Jungs haben richtig hart gearbeitet. Wenn du so spielst, dann gewinnst du neun von zehn Partien. Heute Abend haben wir verloren. Ihr Torhüter [Petr Mrazek] war wirklich stark, doch auch wir waren in der Defensive sehr gut gestanden. Es war einer dieser Abende, an dem du, wenn es unglücklich läuft, eben am Ende ohne Zähler dastehst."

Seit dem Jahreswechsel konnten ligaweit nur vier Mannschaften mehr Zähler einfahren als die Predators (9-5-2), die nun, mit allen Mann an Bord, wieder voll auf Playoff-Kurs sind.

Den nächsten Schritt, um wieder zu alter Stärke zu finden, möchte der Berner am kommenden Dienstag machen, wenn sich die Vancouver Canucks in der Bridgestone Arena von Nashville (20:00 Uhr ET) die Ehre geben.

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