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Beeinflusst die Arenaentscheidung John Tavares?

Die New York Islanders bekommen auf Long Island eine neue Arena - Die Zukunft von Teamkapitän John Tavares ist weiterhin offen

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Autor

Am Mittwoch gab es sehr gute Nachrichten für alle, die es mit den New York Islanders halten. Im Rahmen einer groß angelegten Pressekonferenz wurde bekanntgegeben, dass das Franchise den Zuschlag für den Bau einer nagelneuen Arena in der Nähe von Belmont Park in Elmont, N.Y. erhalten hat.

Dort wird nun definitiv ein lang ersehnter neuer Sport-Komplex für das Team aus der New Yorker Vorstadt entstehen, der nicht nur neuesten technischen Standards entspricht, sondern dabei auch rund 18.000 Zuschauern bei den Heimspielen der New Yorker Platz bieten wird.

Damit finden die jahrelangen Diskussionen rund um die Organisation diesbezüglich endlich ein glückliches Ende. Zuletzt war immer wieder darüber spekuliert worden, ob die Islanders auf der Suche nach einer eishockeygerechten Spielstätte eines Tages am Ende sogar die Stadt verlassen könnten.

 

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Jetzt ist klar: Die Zukunft der 'Isles' liegt nicht nur langfristig auf Long Island, sondern sie kehren demnächst sogar noch näher an die ursprünglichen Wurzeln ihrer Organisation zurück. Mit dem Barclays Center, der aktuellen Eishalle der New Yorker, konnten sich viele ehemalige Stammzuschauer nicht wirklich anfreunden, lag es aus ihrer Sicht doch zu weit entfernt, hatte mit Long Island nicht mehr so viel zu tun wie über die Jahre davor gewohnt, als die Heimat der Mannschaft bis 2015 das althergebrachte Nassau Veterans Memorial Coliseum in Uniondale war.

Mancher Beobachter vom Mittwoch ließ sich nach der Pressekonferenz sogar zu der Behauptung hinreißen, dass diese Entscheidung den wichtigsten Tag in der Franchisegeschichte seit dem Jahre 1983 darstelle, als die Islanders bekanntlich letztmalig den Stanley Cup gewinnen konnten.

Nun, wo der Vertrag rund um die neue Arena endlich unter Dach und Fach gebracht werden konnte, da richten sich die Blicke vieler Beobachter jedoch unweigerlich erneut flehentlich auf Teamkapitän John Tavares, der am 1. Juli 2018 zum Unrestricted Free Agent werden könnte, das Team somit ohne eine Gegenleistung mit ausgelaufenem Vertrag verlassen könnte.

Seit Monaten schon bemühen sich die Verantwortlichen des Teams um eine langfristige Vertragsverlängerung mit dem Führungsspieler. Bisher vergeblich.

Wird diese zukunftsweisende Entscheidung rund um das Eisstadion auf seine Entscheidung einen maßgeblichen Einfluss haben? Der Fan darf davon ausgehen.

Doch Tavares wollte sich noch nicht wirklich in die Karten schauen lassen und spielte bei allen positiven Statements rund um die Entscheidung, die Bedeutung für seine persönliche Zukunft zunächst noch herunter.

"Das wird keinen entscheidenden Einfluss auf meine Entscheidung haben", betonte der Nummer-eins-Draft-Pick der Islanders des Jahres 2009. "Aber natürlich betrachte ich für meine Entscheidung alle maßgeblichen Faktoren. Da zählt der tägliche Gang zur Arena und die persönliche Umgebung natürlich mit dazu."

"Es drängt mich aktuell jedoch nichts. Wir sind in Gesprächen und das wird auch so bleiben. Die Kanäle zur Organisation bleiben offen", sagte der Kapitän.

Es bleibt also zunächst weiterhin spannend rund um seine Personalie. In diese jüngsten Äußerungen kann jeder aus seinem Blickwinkel etwas hineininterpretieren. Nur in Richtung der Hallenentscheidung waren sich tatsächlich alle Anwesenden einig, sowohl Medienvertreter als auch Islanders-Repräsentanten. Diese ist tatsächlich eine herausragend gute Nachricht.

Dass Tavares weiterhin um einen neuen Vertrag pokert erscheint logisch. Erst drei Mal erreichten die Islanders mit ihm im Laufe der Jahre seit 2009 die Playoffs. Lediglich eine einzige Playoffrunde konnte das Team überstehen. In dieser Spielzeit läuft es sportlich bisher insgesamt gut. Die Islanders mit ihren aktuell 40 Zählern (18-13-4 nach 35 Spielen) sind eine der positiven Saisonüberraschungen.

Doch noch ist nichts gewonnen. Im Dezember lief es alles andere als wunschgemäß und es bleibt abzuwarten, wie sich die Jungs von Trainer Doug Weight im Frühjahr sportlich einordnen, wenn es wirklich um die Lorbeeren der Saison geht. Ein Spieler der Klasse von Tavares (35 Einsätze, 21 Tore, 24 Assist, 45 Punkte), der will natürlich perspektivisch etwas Großes erreichen können, wie er selber schon mehrfach betonte. Da geht es also um mehr als um eine neue, schöne Arena, oder Geld.

In der Vergangenheit ließ der Kapitän grundsätzlich schon häufiger durchblicken, dass er sich gut vorstellen könnte seine Zukunft auch weiterhin auf Long Island zu verbringen. "Ich habe keinen Grund von hier fortzugehen. Wir haben ein tolles Team beisammen und wir können hier großes erreichen", sagte er beispielsweise im Sommer des Vorjahres.

Im Zuge der Monate wurden seine Äußerungen dann jedoch weit weniger konkret. Vor wenigen Wochen sagte er öffentlich dazu: "Ich habe es nicht eilig mit einer Entscheidung. Wir halten die Inhalte unserer Gespräche intern." Das klang dann schon weit weniger zuversichtlich für die Fans.

Der Poker dürfte sich sehr wahrscheinlich noch eine ganze Weile hinziehen, wenn man zum Beispiel bedenkt, dass ein Steven Stamkos, der zuletzt bei den Tampa Bay Lightning in einer ganz ähnlichen Lage war, seinen Kontrakt dort erst in letzter Minute verlängert hat.

Für Tavares geht es persönlich hierbei ebenfalls um sehr viel Geld. Warum also sollte er sich schon in diesen Tagen festlegen? Die Zeit spielt für ihn, auch und gerade wenn sich die Islanders unter seiner Regie im Frühjahr gut anstellen sollten. Da spielt die Entscheidung für den Neubau in der Nähe von Belmont Park sicherlich eine Rolle, doch natürlich keine wirklich entscheidende.

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