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Nur noch einmal schlafen, dann wird Deutschland seinen Kader für die Olympischen Spiele Milano Cortina 2026 bekannt geben. JJ Peterka, der aufgrund seiner damaligen Vertragssituation nicht zu den ersten sechs Spielern zählte, die vorab nominiert wurden, fiebert diesem Mittwoch entgegen.

„Ich freue mich darauf, wenn der finale Kader bekanntgegeben wird. Bis dahin mache ich mir keine Gedanken“, sagt der Flügelflitzer des Utah Mammoth, der mit 100-prozentiger Wahrscheinlichkeit im DEB-Aufgebot stehen wird. „Ich bin einfach total aufgeregt, denn ich war noch nie ein Teil von so etwas, ich habe es bislang immer nur im Fernsehen gesehen.“

Vorfreude auf Draisaitl

Bereits nominiert sind andere NHL-Profis wie Superstar Leon Draisaitl (Edmonton Oilers), Tim Stützle (Ottawa Senators), Moritz Seider (Detroit Red Wings), Nico Sturm (Minnesota Wild), Philipp Grubauer (Seattle Kraken) und Lukas Reichel (Vancouver Canucks, aktuell: Abbotsford Canucks, AHL). Hinzu kommen wohl vielversprechende Akteure aus der AHL und die Top-Spieler aus der heimischen DEL.

Am meisten freut sich Peterka auf Draisaitl. „Ich habe noch nie mit Leon zusammengespielt“, erklärt der 23-jährige Münchner. „Wir haben uns immer verpasst. Ich freue mich sehr darauf, erstmals mit ihm zusammenzuspielen.“

Peterka will mit Deutschland überraschen

Im Vergleich mit den bereits veröffentlichten Kadern von Kanada, den USA, Schweden oder Finnland zählt Deutschland dennoch zu den Außenseitern im Olympischen Eishockey-Turnier. Überraschen will die DEB-Auswahl trotzdem.

„Für uns wird es darum gehen, schnell zusammenzukommen und dass wir zum Start schon gut zusammenspielen können, denn wir haben nicht wirklich eine Vorbereitung. Wir werden es von Spiel zu Spiel angehen und schauen, wo wir stehen. Wir wollen unser Spiel durchdrücken“, sagt Peterka. „Es braucht eine komplette Mannschaftsleistung. Wenn Teamgeist vorhanden ist, dann können auch kleinere Nationen gewinnen. Wir müssen defensiv gut spielen, vorne kann auch mal ein Powerplay alles verändern.“

In einem solchen könnte tatsächlich Peterka neben Draisaitl auftauchen. Bis es soweit ist, konzentriert sich der Flügelflitzer aber voll auf seine Aufgabe in Utah.

„Es fühlt sich noch weit weg an, insbesondere, weil wir noch viele Spiele zu absolvieren haben. Wir wollen stark aufhören, bevor es in die Pause geht. Für uns als Mannschaft stehen wichtige Spiele an.“

NSH@UTA: Peterka fasst einen Querpass im Powerplay direkt ab und trifft aus der Nahdistanz

Auf der Suche nach mehr Konstanz

Peterka kommt nach etwas mehr als der Hälfte der regulären NHL-Saison in 43 Spielen auf 29 Scorerpunkte (15-14-29).

„Es ist okay, es gab Hochs und Tiefs. Ich hatte einen guten Start mit ein paar richtig guten Spielen, danach ist es etwas abgeflacht. Jetzt gerade möchte ich meine Konstanz wiederfinden“, so Peterka. „Ich bin eigentlich nie wirklich zufrieden. Es steckt noch viel in mir. Ich möchte dranbleiben und mich jeden Tag verbessern.“

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