Peterka93

Zwölf Jahre hintereinander haben die Buffalo Sabres die Stanley Cup Playoffs nicht mehr erreicht. In der abgelaufenen Saison hatten sie mit 91 Punkte (42-33-7) die beste Bilanz seither und mussten am Ende wegen einem fehlenden Sieg die Segel streichen.

Mittendrin in seiner ersten vollen NHL-Saison JJ Peterka. Der 21-jährige Münchener hat es sichtlich genossen, zu den Stammkräften der neu entwickelten Sabres zu gehören und belohnte mit 32 Punkten (12 Tore, 20 Assists) in 77 Spielen das Vertrauen der Trainer.

Im Anschluss an die anstrengende Saison reiste Peterka mit der deutschen Nationalmannschaft zur Weltmeisterschaft nach Finnland und gewann dort sensationell die Silbermedaille. Erlebnisse, die der in München geborene Stürmer nicht missen möchte.

Er gehe davon aus, nicht nur aus diesen Erfahrungen mehr Selbstvertrauen zu ziehen, um mit den Sabres den nächsten Sprung zu machen und den Fans in Buffalo im Jahr 2024 endlich wieder Playoff-Eishockey zu bescheren.

BUF@NYR: Peterka netzt zum 1:0 ein

Darüber und wie er seine Entwicklung und die der Mannschaft von Buffalo sieht, hat sich NHL.com/de mit Peterka bei der European Player Media Tour in Stockholm exklusiv unterhalten. Bereits im August brennt er auf die neue Saison, so viel wurde im Gespräch schnell klar.

Was denkst du über deine erste komplette NHL-Saison?

"Ja, es geht auf und ab, ich sauge alles auf und versuche, so viel wie möglich von jedem Spieler in unserer Umkleidekabine zu lernen. Ich glaube, was ich gelernt habe, ist, wie ich mich auf die Spiele vorbereiten kann, wenn wir so viel reisen müssen und so."

Wie sehr hat es geholfen, diese Erfahrung mit anderen jungen Spielern im Team zu teilen?

"Eine Menge. Ich glaube, sogar unsere Trainer haben uns geholfen, weil sie wussten, dass wir so viele junge Spieler haben, die noch nicht in dieser Situation waren, und das Gleiche gilt für die älteren Spieler, die Veteranen. Okposo, Girgensons haben uns jedes Mal geholfen."

NYR@BUF: Peterka bringt Sabres mit 1:0 in Führung

Wie gut ist der junge Kern in Buffalo?

"Wirklich gut. Ich habe schon vielen Leuten gesagt, dass wir in den nächsten Jahren sehr gut sein werden. Es ist einfach eine aufregende Gruppe, jeder liebt Eishockey, jeder liebt es, in Buffalo zu sein und zusammen zu spielen. Nächstes Jahr (wird) es Spaß machen."

Wir hast du Rasmus Dahlins letztjährige Saison gesehen, in der er mehr als 70 Punkte erzielte?

"Er ist definitiv einer der Besten in der Liga, ganz sicher. Ich denke, es ist einfach schön zu sehen, wie hart er arbeitet, weil man dann weiß, woher das kommt. Ich meine, er hat auch das ganze Talent, aber die Arbeit, die er jeden Tag leistet, ist einfach vorbildlich. Und dann sieht man ihn auf dem Eis, und was er dort alles macht, mit all den Tricks und der Vision, die er hat, und der Täuschung und all dem. Er ist so ein guter Spieler. Mit ihm auf dem Eis zu sein, ist einfach unwirklich."

Inwiefern ist Dahlin eine der Säulen des Erfolgs der Mannschaft?

"Im Grunde dreht sich alles um ihn, wenn er auf dem Eis ist. Du musst dich nur öffnen, er wird dich finden - vielleicht täuscht er dich sogar auch einmal und plötzlich hast du es auf deinem Schläger. Er ist so ein guter Spieler."

Wie viel würde es bedeuten, die Playoffs zu erreichen, nachdem das Team in der letzten Saison so weit gekommen ist?

"Ich glaube, für jeden die Welt. Nicht nur für uns, sondern auch für die Organisation und für alle Fans in Buffalo. Sie haben so lange gewartet, und Buffalo war in der Vergangenheit gut, wenn man nicht die letzten 12 Jahre nimmt, aber davor waren sie wirklich gut. Ich habe mit so vielen Fans aus Buffalo gesprochen und wie sehr sie die alten glorreichen Zeiten vermissen und wie begeistert sie von dem Kern sind, den wir jetzt haben. Das von so vielen Leuten aus der Stadt zu hören, gibt uns ein bisschen mehr einen Schub. Wir freuen uns riesig auf die nächste Saison."

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Was denkst du, wird euch in dieser Saison weiterbringen?

"Ich denke, wir müssen einfach so spielen wie in der zweiten Hälfte. Ich meine, wir hatten dieses Jahr nur einen Punkt Rückstand, und im November hatten wir eine Niederlagenserie von sieben oder acht Spielen. Wenn man darüber nachdenkt, wenn wir dort zwei Spiele gewonnen hätten, wären wir wahrscheinlich drin gewesen. Wir wissen, dass es nur ein kleiner Teil ist, und ich denke, dass wir in einigen Spielen und knappen Partien einfach ein bisschen mehr Durchsetzungsvermögen haben und als Team besser werden, zusammenwachsen und füreinander spielen."

Wie waren deine Erfahrungen bei den Weltmeisterschaften?

"Das Turnier hat insgesamt sehr viel Spaß gemacht. Wir waren ein so junges Team, und niemand hatte erwartet, dass wir auch nur annähernd das Finale erreichen würden, und dass wir am Ende die Silbermedaille gewinnen würden, war unfassbar. Wir starteten in das Turnier mit drei Niederlagen und haben dann bis zum Finale alle Spiele gewonnen. Die Art und Weise, wie wir die Spiele gewonnen haben, war verrückt, wir haben jeden Schuss geblockt, wir haben alles füreinander getan und das hat uns am Ende die Medaille eingebracht."

Inwiefern gibt dir das Selbstvertrauen für die nächste Saison?

"Auf jeden Fall. Ich glaube, ich habe das Jahr ziemlich gut beendet. Ich glaube, mein Spiel hat sich vom ersten bis zum 82. Spiel entwickelt. Ich habe im Laufe der Saison einen großen Schritt gemacht, und wenn ich dann noch so ein gutes Turnier hatte, freue ich mich schon auf die nächste Saison."