WPG@DAL: Robertson trifft per Rückhand zum Sieg

Die Dallas Stars unterstrichen am Freitag mal wieder ihre Heimstärke. In einer engen Partie behielten sie mit 4:3 nach Verlängerung die Oberhand gegenüber den Winnipeg Jets, deren Negativlauf der vergangenen zehn Partien (2-5-3) weitergeht. Dallas auf der anderen Seite sieht mit einer 7-3-0-Bilanz den Weg zu besseren Platzierungen geebnet.

In einem engen und hart umkämpften Match blieben beide Teams im Eröffnungsdrittel torlos. Jake Oettinger im Kasten der Stars stand bei einem Schussverhältnis von zwölf zu sieben für die Gäste mehrfach im Fokus, sollte aber schon in dieser Phase des Spiels andeuten, dass er einen großen Beitrag zum Erfolg haben wird. Am Ende kam der Dallas-Goalie auf 31 Paraden, darunter auch ein Alleingang von Mark Scheifele in der Verlängerung, mit der Oettinger die Partie rettete.
Schnell ging es nach der ersten Pause mit dem ersten Treffer. Pierre-Luc Dubois brachte Winnipeg nach 50 gespielten Sekunden im Mitteldrittel in Front und belohnte die Jets für den couragierten Auftritt, der das Selbstvertrauen nach dem Shutout-Erfolg gegen die Minnesota Wild am Dienstag zeigte.

WPG@DAL: Benn stochert die Scheibe rein

Auch nach den beiden Treffern der Stars, die folgten, war das Vertrauen der Jets in die eigenen Fähigkeiten nicht sonderlich stark erschüttert. Auf die Tore von Jacob Peterson (31.) und Tyler Seguin (32.), die innerhalb von nur 56 Sekunden fielen, reagierte die Jets-Bank nicht panisch. "Kein Grund um auszuflippen", beschrieb Scheifele die Situation. "Wir haben gekämpft und spät im zweiten Drittel ein Tor geschossen. Es war ein harter Fight."
Jansen Harkins war der Schütze zum neuerlichen Ausgleich (37.), den Scheifele beschrieben hatten. Mit dem Spielstand von 2:2 ging es in das Schlussdrittel. Jamie Benn war es, der Dallas erneut in Front brachte (53.) und die Gastgeber lange wie den Sieger aussehen ließ. Bis 32 Sekunden vor Ende der Begegnung sollte die Führung bestand haben, ehe Scheifele ausglich (60.). Die Jets hatten zu diesem Zeitpunkt bereits den Torhüter, Connor Hellebuyck, für einen sechsten Feldspieler vom Eis genommen.
"Ich weiß nicht, wann wir zum letzten Mal am Sechs-Gegen-Fünf gearbeitet haben", versuchte Scheifele sich zu erinnern. "Wir haben genug Spieler, die sich gegenseitig kennen. Natürlich setzen sie dich unter Druck und machen es dir schwer in den Bereich vor dem Tor zu kommen. Wir hatten ein paar gute Gelegenheiten."

WPG@DAL: Scheifele zieht ab und trifft

Mit dem Selbstvertrauen durch den späten Ausgleich starteten die Jets in die Extraschicht und hatten schnell die gute Gelegenheit durch Scheifele. Je länger die Verlängerung dauerte, desto mehr kamen die Stars, nach dem späten Ausgleichs-Schock, wieder in die Begegnung.
Nach 3:10 Minuten in der Overtime beendete Jason Robertson das Match (64.), indem er seinen eigenen geblockten Schuss wieder aufnahm und an Hellebuyck vorbei ins Tor schob. Es war der 20. Saisontreffer des 22-Jährigen, der damit in seiner dritten NHL-Saison (2019/20 absolvierte er nur drei Partien) erstmals die 20-Tore-Marke knackte.
Im Dress der Stars ist Robertson der Mann für die entscheidenden Tore. Mit dem Overtime-Treffer erzielte er sein sechstes Siegtor in der laufenden Spielzeit und übernahm damit die alleinige Führung in dieser Kategorie bei den Stars. Zuvor lag er mit fünf spielentscheidenden Treffern gleichauf mit Roope Hintz.
Auch abseits von entscheidenden Momenten schaffte es Robertson sich einen Platz in den Geschichtsbüchern der Organisation zu sichern. In seinem 91. Spiel für die Stars sammelte er mit diesem Treffer den 90. Punkt seiner NHL-Karriere. In der Historie der Stars/North Stars gelang es nur Neal Broten (71 Partien) und Dino Ciccarelli (79) schneller diese Marke zu erreichen.
Die nächste Chance für entscheidende Tore haben Robertson und die Stars am Sonntag (2 p.m. ET; NHL.tv, Sky Sport 2, MySports One; 8 Uhr MEZ), wenn im Rahmen des NHL Sunday präsentiert von SAP mit den Colorado Avalanche, im American Airlines Center, eine große Aufgabe auf das Team aus Dallas wartet.