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Jack Eichel wird von Jahr zu Jahr besser

Die Buffalo Sabres überraschen mit einem klasse Saisonstart, an dem ihr Center einen großen Anteil hat

von Bernd Rösch @nhlde / NHL.com/de Chefautor

Es ist ihm die Freude darüber anzumerken, das gab es schon lange nicht mehr und seitdem er das Trikot der Buffalo Sabres trägt, war es sogar noch nie der Fall. Die Sabres weisen nach ihrem 4:2-Heimerfolg vom Montag, über keinem Geringeren als den letztjährigen Stanley Cup-Finalisten, die Vegas Golden Knights, zum ersten Mal seit dem 24. Januar 2013 eine positive Bilanz (2-1-0) aus. Jack Eichel zeichnete sich als zweifacher Torschütze aus und legte mit seinen Treffern zur 2:0-Führung den Grundstein für den Sieg.

"Hochachtung für unsere Jungs", sagte Buffalos Trainer Phil Housley. "Es gibt noch viele Dinge, die wir besser machen müssen, aber sie haben sich das verdient. Sie haben viel an Arbeit hineingesteckt und jetzt erzielen sie auch die Ergebnisse. Das ist großartig für ihr Selbstvertrauen."

 

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Eichel wurde beim NHL Draft 2015 von den Buffalo in der ersten Runde an insgesamt zweiter Stelle gezogen, schaffte auf Anhieb den Sprung in den NHL-Kader und brachte von Beginn an die Leistung, die von ihm erwartet wurde. Nein, er übererfüllte sie!

In seiner Rookie-Saison 2015/16, war er mit 24 Treffern und 32 Assists in 81 Spielen der erfolgreichste Torschütze eines Teams, das die Eastern Conference als Drittletzter abschloss und um 15 Punkte die Stanley Cup Playoffs verpasste.

Im Jahr darauf verbesserte Eichel seine Ausbeute um einen Zähler auf 57 Scorerpunkte (24 Tore, 33 Assists), obwohl er verletzungsbedingt nur 61 Saisonpartien bestreiten konnte. Kein anderer Spieler der Sabres wies einen besseren Punkteschnitt aus, als der zu diesem Zeitpunkt 20 Jahre junge Stürmer mit 0,93. Und welchen Einfluss hatten Eichels starke Vorstellungen auf den Teamerfolg? Buffalo landete in der Spielzeit 2016/17 auf dem vorletzten Platz im Osten, wobei ihr Rückstand auf einen Playoff-Rang 17 Punkte betrug.

Video: VGK@BUF: Eichel mit einem tollen Trick ins Tor

In allen Belangen verbesserte sich Eichel in der Folgesaison: Mit 25 Toren, 39 Vorlagen, 64 Scorerpunkten und einem Schnitt von 0,96 Punkten pro Spiel, stellte der junge Stürmer in den vier Kategorien nicht nur persönliche Bestwerte auf, sondern führte in jeder die Sabres an. Der Weg des Teams führte hingegen in den Tabellenkeller. Letzter Platz in der Eastern Conference, punktschlechtestes Team der Liga, und mit einem 35-Punkte-Rückstand waren die Playoff-Plätze so weit in die Ferne gerückt, wie Arthur Dent von seinem Heimatort Taunton, England auf seiner Reise durch das Weltall in Douglas Adams' Roman 'Per Anhalter durch die Galaxis'.

Eichel war nicht der erste hochbegabte junge Spieler, den aufgrund des Draft-Systems das schwere Los traf, bei einer Mannschaft unterzukommen, die sich mitten in einem Umbau befand und sich gegenüber der Liga-Konkurrenz als nicht wettbewerbsfähig präsentierte. Er machte das Beste daraus.

Drei Partien wurden 2018/19 erst absolviert und es ist sicherlich noch viel zu früh, um den Sabres eine Überraschungs-Saison zu prognostizieren. Der US-amerikanische Center befindet sich auf jeden Fall zu Saisonbeginn in überragender Form - drei Tore und ein Assist sind eine Ansage von ihm, über die man nicht hinwegschauen kann und die auch Housley dazu veranlasste, seinem Top-Center ein Sonderlob zukommen zu lassen.

"Er macht das Richtige, er geht als gutes Beispiel voran und er fällt die richtigen Entscheidungen, wenn er am Puck ist. Im ersten Spiel wollte er noch zu viel [allein] versuchen, jetzt vertraut er seinen Teamkollegen. Es ist schön, ihn so gut spielen zu sehen."

Einen hervorragenden Spieler zeichnet aus, dass er seine eigene Leistung kritisch sieht, wenn es einmal nicht so gut läuft. Doppeltorschütze Eichel geht diesbezüglich noch einen Schritt weiter.

Obwohl ihm zwei Treffer gelangen, war er nicht rundum zufrieden: "Ich glaube, dass ich erst langsam in Fahrt gekommen bin. Das Powerplaytor hat mir geholfen. Danach kam ich in Schwung und auch unsere Reihe hat zugelegt. Wir hatten daraufhin mehr Chancen, ein paar im Zweiten und auch einige im Dritten."

Es werden nicht die letzten Chancen gewesen sein. Die nächste Gelegenheit, die schwarze Hartgummischeibe im gegnerischen Netz zu versenken, hat Eichel am Donnerstag, wenn Buffalo im heimischen KeyBank Center die Colorado Avalanche empfängt (19:00 Uhr ET).

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