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Islanders und Stars erschaffen sich neue Perspektiven

Auch wenn ihre historischen Erfolgsserien innerhalb von 24 Stunden rissen, profitieren beide Teams auf lange Sicht

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Freier Autor

Das ging jetzt schnell. Innerhalb von nur knapp 24 Stunden riss sowohl die historische Punkteserie der New York Islanders (0:3 bei den Anaheim Ducks, nach zuvor 17 Spielen ohne Niederlage in der regulären Spielzeit (15-0-2)), als auch die der Dallas Stars (0:3 gegen die Chicago Blackhawks, nach zuvor sieben Siegen am Stück und zwölf Spielen mit mindestens einem Punktgewinn hintereinander (11-0-1). 

Der Ärger in Reihen beider Teams über das Ende der Serie wird entsprechend groß gewesen sein. Doch bleibt, wenn der erste Schmerz über die Niederlage verraucht sein wird, in beiden Lagern sicherlich die Erkenntnis, dass sie ihre Perspektiven für die Spielzeit 2019/20 nachhaltig verbessert haben.

Sowohl die Stars als auch die Islanders schoben sich, nach mäßigem Saisonstart, aufgrund dieser ungewöhnlichen Aneinanderreihungen von Erfolgen nach und nach in die Spitzengruppe der Tabelle, gehen mit einem deutlich gestiegenen Selbstvertrauen in die kommenden Wochen und Monate. Beiden Kadern wird klargeworden sein, dass sie zu den besten ihrer Zunft gehören, wenn sie sich denn voll konzentriert und bestmöglich ausgeruht ans Werk machen können. 

 

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Dallas (15-9-2) startete, nach einem Saisonbeginn mit der mageren Bilanz von 1-7-1, am 26. Oktober seine Aufholjagd. Zuletzt gelangen der Mannschaft sogar sieben Erfolge hintereinander, womit sie ihren Franchiserekord egalisierten. 

Die Islanders (16-4-2) gewannen nur einen ihrer ersten vier Auftritte (1-3-0), bevor die Reise Richtung Tabellenspitze mit 17 Begegnungen ohne Niederlage nach regulärer Spielzeit ihren Ursprung nahm.

"Ich glaube, so viel haben wir darüber gar nicht gesprochen, aber natürlich war uns klar, dass die Möglichkeit bestand etwas Historisches zu schaffen", sagte Stars-Stürmer Jason Dickinson unmittelbar nach dem 0:3 in Chicago am Dienstag. "Rekorde sind eine tolle Sache, aber das ist nicht das, weshalb wir hier angetreten sind. Wir sind hier, um die Spiele zu gewinnen. Das haben wir auch heute versucht, es ist uns aber nicht gelungen", versuchte er den Blick direkt von der vergebenen Möglichkeit, einen neuen Franchise-Rekord aufzustellen, wegzuwenden. 

"Es war hart", beklagte sich hingegen Kollege Radek Faksa über den Spielplan, der vorsah, dass Dallas drei Spiele innerhalb von vier Tagen zu absolvieren hatte. "Wir haben uns dennoch gut gefühlt, haben aber das Tor heute nicht getroffen. So ist es natürlich schwierig als Sieger vom Eis zu gehen."

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Schwächer als zuletzt, war in der Partie gegen die Blackhawks zudem das Powerplay der Texaner. Nachdem sie am Montag gegen die Vegas Golden Knights (4:2) zwei ihrer drei Überzahlsituationen zu einem Treffer nutzten, gelang es ihnen dieses Mal nicht von den beiden Powerplay-Möglichkeiten zu profitieren.

Trotzdem fiel Faksas Fazit nach den erfolgreichen vergangenen Wochen positiv aus: "Wir sind zufrieden mit unseren jüngsten Leistungen, haben uns von einem schwachen Saisonstart erholt und unser Spiel gut weiterentwickelt. Jetzt gilt es an die vergangenen Erfolge wieder anzuknüpfen und eine neue Serie zu starten."

Das gilt auch für die Islanders, die am Montag im Honda Center von Anaheim torlos den Ducks unterlagen, den kräfteraubenden Tagen und Wochen während ihrer Erfolgsserie Tribut zollen mussten. 

Was bleibt: Als erst zwölfte Franchise der langen Ligageschichte gelang es den New Yorkern eine 17 Spiele umfassenden Lauf hinzulegen. In 2019/20 schaffte dies ohnehin noch keine andere Mannschaft. 

Erinnern wird man sich lange an den guten Saisonstart von 16-4-2, dem besten, der den Islanders in ihrer Franchise-Geschichte jemals gelang. 

Dementsprechend gelassen präsentierte sich auch Trainer Barry Trotz nach dem Training am Dienstag: "Das war aus meiner Sicht ein unglücklicher Ausreißer am Montag. Uns fehlte in diesem Spiel einfach der entscheidende Kick. So war es am Ende eine verdiente Niederlage. Das war eine lange, sehr erfolgreiche Serie zuvor. Da kann das auch einmal passieren. Jetzt müssen wir uns auf die kommenden Aufgaben konzentrieren. Wir bleiben positiv und stellen uns dem, was in den kommenden Monaten auf uns wartet."

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Rückschläge gehören im Sport dazu. Die gewonnenen Punkte aus den Erfolgsserien, kann den beiden Mannschaften niemand mehr nehmen. Beide Organisationen haben dadurch inzwischen nicht nur eine sehr gute Ausgangslage beim Kampf um einen Platz für die kommenden Stanley Cup Playoffs, die Serien geben ihnen auch guten Grund für ein dauerhaft kräftig gestiegenes Selbstvertrauen. 

"Aber bei dem, was wir getan haben, geht es jetzt darum, im nächsten Spiel gleich wieder zurückzukehren und die gleiche Art von Eishockey zu spielen mit der wir konkurrenzfähig waren. Wir sind ein Team mit viel Tiefe. Wir haben vier Reihen, die hart spielen und jede Nacht auftauchen. Also müssen wir eine neue Siegesserie starten", gab Dallas' Stürmer Joe Pavelski bereits die Marschroute für die kommenden Aufgaben vor.

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