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Beim Kampf um die Playoffs nicht abhängen lassen

Für die Mitfavoriten aus St. Louis, Los Angeles und Pittsburgh gilt es in diesen Tagen nicht den Anschluss zu verlieren

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Autor

In der Rubrik "NHL Pulse" beleuchtet NHL.com/de an jedem Montag aktuelle Themen, Diskussionen und Entwicklungen der Saison 2018/19, die im Hintergrund des Spielgeschehens liegen.'

Heute geht es um das Rennen um die begehrten Stanley Cup Playoff-Plätze:

In den USA gibt es eine Weisheit, die besagt, dass ein NHL-Team bis Thanksgiving zwar nicht den Einzug in die Stanley Cup Playoffs perfekt machen, diesen jedoch sehr wohl frühzeitig verspielen kann.

 

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Vor diesem Hintergrund zeigt knapp zwei Monate nach Saisonstart ein Blick auf die Tabellen der Liga einige sehr spannende Aspekte. Etliche sehr hoch gehandelte Teams stehen, nach rund einem gespielten Viertel der Hauptrunde, vor der Malaise frühzeitig den Anschluss an die Plätze zu verlieren, die am Ende für die Teilnahme in die KO-Phase berechtigen würden. 

Unter diesen ambitioniert gestarteten Mannschaften befinden sich unter anderem die Los Angeles Kings, die St. Louis Blues, aber auch die Pittsburgh Penguins, der Titelträger der Jahre 2016 und 2017. Die New Jersey Devils, die Florida Panthers, die Philadelphia Flyers und die Edmonton Oilers liegen nach gut 20 Saisonspielen ebenfalls überraschend deutlich hinter ihren vormaligen Ansprüchen für die Spielzeit 2018/19 zurück. 

Es ist dementsprechend für die betroffenen Klubs höchste Zeit, bis zum Jahresende einen entschlossenen Zwischensprint hinzulegen, um nicht vorzeitig das Erreichen der KO-Runde als gesetztes Ziel aus den Augen zu verlieren.

Zu den größten Enttäuschungen der laufenden Saison zählen ohne Zweifel die Kings. Trotz des jüngsten 5:2-Sieges am Sonntagabend gegen die Oilers rangieren sie noch immer am Tabellenende der Western Conference. 

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Ihre Bilanz von 8-14-1 entspricht mit Sicherheit nicht annähernd dem, was sich die Team-Verantwortlichen vor Saisonbeginn von ihrer Mannschaft versprochen hatten. Sie wollten mit der Verpflichtung des Top-Stürmers Ilya Kovalchuk das frühe Playoff-Aus aus dem Vorjahr, als Los Angeles in der ersten Playoff-Runde den Vegas Golden Knights glatt mit 0:4 unterlag, vergessen machen. Neun Punkte Rückstand auf die zweite Wildcard im Westen sind jedoch eine beachtliche Hypothek für den weiteren Saisonverlauf. Die Karte Trainerwechsel haben die Kings schon gespielt. In der eigenen Division beträgt der Rückstand auf Vegas derzeit beachtliche acht Zähler. Als kleiner Mutmacher zählt, dass die Kings gegenüber den Golden Knights noch zwei mehr zu absolvierende Spiele in der Hinterhand haben. 

Nicht viel besser stellt sich die Lage bei den Blues dar. Mit einer Bilanz von 8-11-3 konnten sie bislang lediglich 19 Zähler einfahren. Voller Einsatz und Engagement auf dem Eis sind die notwendigen Voraussetzungen, um in den nächsten Wochen die Lücke gegenüber den vor ihnen platzierten Teams zu schließen.

 

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In der Central Division trennen die Blues derzeit elf Zähler von den Colorado Avalanche, die auf Rang drei stehen. Im Rennen um eine Wildcard fehlen der Auswahl aus St. Louis sieben Punkte auf die Dallas Stars. Da auch die die Blues noch zwei Spiele mehr zu bestreiten haben als die Stars, erscheint der vorhandene Rückstand alles andere als uneinholbar, sollte das Team endlich zu seiner Form finden.

Berechtigte Playoff-Hoffnungen durften sich vor Saisonbeginn ebenfalls die Panthers machen. Nach rund zwei Monaten findet sich der Klub zu seiner Enttäuschung am Ende der Tabelle im Osten wieder. Eine Bilanz von 8-9-4 führt halt nur zu 20 Punkten. Das sind sieben Zähler weniger als sie derzeit die Montreal Canadiens vorweisen können. 

Auch hier muss zur Relativierung der heiklen Situation berücksichtigt werden, dass Florida erst 21 Spiele absolviert hat, Montreal hingegen schon deren 24. Unüberbrückbar ist die Differenz folglich nicht, wenn es zu einem dringend erforderlichen Zwischensprint des Teams aus Sunrise kommen würde. 

Negativ fallen in der Eastern Conference zudem die Platzierungen der Devils und der Flyers auf. New Jersey mit dem Schweizer Stürmer Nico Hischier, weist mit 9-10-3 ebenso eine negative Bilanz aus wie die Mannschaft aus Philadelphia mit 10-11-2. 

Außerhalb der 16 Playoff-Plätze befinden sich zudem völlig überraschend Kapitän Sidney Crosby und seine Teamkameraden. Die Penguins liegen mit 23 Punkten (9-8-5) allerdings nur vier Zähler hinter den Canadiens und haben gegenüber den Frankokanadiern zwei Spiele in der Hinterhand. Folglich lässt das vorhandene Defizit an Punkten noch nicht die Alarmglocken läuten. Dieser Rückstand lässt sich in den folgenden Wochen durchaus aufholen. 

Gerade aus deutscher Sicht ist der Saisonverlauf der Oilers enttäuschend, in deren Reihen mit Tobias Rieder und Leon Draisaitl zwei Deutsche aktiv sind.

Zwar verpasste Edmonton bereits im Vorjahr die Endrunde, doch war für die laufende Saison Besserung gelobt worden. Mit 10-11-2 und daraus resultierenden 22 Punkten konnte diese jedoch bislang nicht realisiert werden. Im Wildcard-Rennen liegen die Oilers vier Zähler hinter Dallas. In der eigenen Division sind es deren drei auf die Golden Knights, die auf Rang drei einsortiert sind. Die Westkanadier haben fürwahr realistische Chancen, die aufgerissene Lücke in der Rangliste zu schließen. Zumindest dann, wenn das Team endlich zu der gewünschten Konstanz findet. Der Trainerwechsel von Todd McLellan hin zu Ken Hitchcock ist ein weiterer großer Hoffnungsschimmer bei den Verantwortlichen der Oilers sein, dass sich alles zum Guten wendet.

Es wird spannend sein zu beobachten, welchem hochgehandelten Mitfavoriten es bis zum Jahresende gelingen wird, die bereits früh in der Saison entstandene Lücke zu den Playoff-Plätzen mit Entschlossenheit zu schließen und wem eben nicht.

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