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Aufgrund von Sicherheitsbedenken, die außerhalb der Kontrolle der IIHF liegen, bestätigte der IIHF-Rat heute, dass die Entscheidung, die IIHF Eishockey-Weltmeisterschaft 2021 von Minsk, Belarus, zu verlegen, unumgänglich ist. Die Entscheidung wurde vom Council nach Abschluss eines umfangreichen Abwägungsprozesses getroffen.

Die IIHF hat eine Sorgfaltspflicht gegenüber allen WM-Teilnehmern. Daher sieht IIHF Bylaw 9 vor, dass der IIHF-Rat eine IIHF Eishockey-Weltmeisterschaft einem Gastgeberland entziehen kann, wenn Grund zur Sorge besteht, dass das Wohlergehen oder die sichere Bewegungsfreiheit der Spieler, Offiziellen, reisenden Zuschauer und Medienvertreter in Frage gestellt ist.
Unter Berücksichtigung aller Erkenntnisse, die der IIHF-Rat während des Prozesses gewonnen hat, ist er zu dem Schluss gekommen, dass es derzeit unmöglich ist das Wohlergehen der Mannschaften, Zuschauer und Offiziellen bei der Durchführung einer Weltmeisterschaft in Weißrussland zu gewährleisten.
"Es ist sehr bedauerlich, dass wir die Bewerbung von Minsk/Riga als Co-Gastgeber zurückziehen müssen", sagte IIHF-Präsident René Fasel. "Während dieses Prozesses hatten wir versucht, dafür zu werben, dass die Weltmeisterschaft als ein Werkzeug zur Versöhnung genutzt werden könnte, um die soziopolitischen Probleme in Weißrussland zu beruhigen und einen positiven Weg nach vorne zu finden."
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Da es sich bei Minsk/Riga 2021 um eine gemeinsame Bewerbung handelt, muss der IIHF-Rat den Status von Lettland als Co-Gastgeber berücksichtigen und wird auch die Möglichkeit eines Wechsels zu einem Format mit nur einer Spielstätte prüfen, um die Sicherheitsvorschriften für COVID-19 und die Reisen der Teams zu erleichtern.
Weitere Details werden in Kürze veröffentlicht.
Auch DEB-Präsident Franz Reindl hat bereits eine Stellungnahme zu der Entscheidung abgegeben:
"Die heute getroffene Entscheidung ist wohl überlegt, konsequent und logisch. Ausrichter Belarus kann die Voraussetzungen nicht garantieren, die notwendig sind, um in diesem Jahr ein würdiger Gastgeber einer Eishockey-WM zu sein. Wir haben uns im IIHF Council monatelang und intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt, Für und Wider abgewogen, uns tiefgehend unabhängig beraten lassen und die Situation in aller Komplexität analysiert. Letztlich ist dieser Schritt in einer sehr sensiblen Lage ohne Alternative gewesen. Wir werden uns nun mit den verschiedenen Möglichkeiten weiter befassen, die hinsichtlich der WM 2021 auf dem Tisch liegen und in den Gremien zeitnah zu den Entscheidungen kommen, die die Gastgeberrolle für das diesjährige Turnier betreffen."