Golden Knights schießen 7 Tore beim Sieg in Spiel 2

Die Vegas Golden Knights haben am Montagabend in der T-Mobile Arena Spiel 2 des Stanley Cup Finales 2023 gegen die Florida Panthers mit 7:2 gewonnen (Serien-Stand: 2:0). Dabei spielten sich die Golden Knights regelrecht in einen Rausch und erzwangen mit einem Traumtor einen Torwartwechsel bei den Panthers.

1.Drittel: Marchessault trifft im Powerplay

Vegas-Trainer Bruce Cassidy vertraute auf dieselbe Aufstellung und Starter Adin Hill (29 Saves, 93,5 Prozent Fangquote). Florida-Coach Paul Maurice ließ Stürmer Zac Dalpe draußen und brachte mit Casey Fitzgerald dafür einen siebten Verteidiger. Im Tor begann erneut Sergei Bobrovsky (neun Saves, 69,2 Prozent Fangquote).

Die Fans der Golden Knights wurden erst mit einer atemberaubenden Ramp-up-Show emotionalisiert und dann auch mit einem offensiven und spielstarken Auftritt ihrer Mannschaft unterhalten. In einer starker Anfangsphase gab Vegas-Center Chandler Stephenson einen ersten gefährlichen Warnschuss ab (2.).

Florida brauchte ein paar Wechsel, um besser reinzukommen und ließ dann eigene Angriffswellen anrollen. Die beste Möglichkeit hatte Carter Verhaeghe nach einem plötzlichen Konter, doch der Panthers-Stürmer scheiterte mit seinem Alleingang an Hill (5.).

Als die Golden Knights zum ersten Mal das Powerplay aufs Eis schicken durften, klingelte es postwendend: Jonathan Marchessault wurde in halbrechter Position freigespielt, skatete ein paar Schritte nach vorne und jagte den Puck zum 1:0 in den rechten Winkel (8.). Marchessault verlängerte seine persönliche Scoring-Serie damit auf sieben Spiele und seine Tore-Serie auf drei Partien.

FLA@VGK, Sp2: Marchessault schießt PPG vom Kreis aus

Das Momentum war nun klar auf der Seite von Vegas, das in den folgenden Minuten dominierte. Die Panthers versuchten derweil, mit Härte ins Spiel zu kommen und dem Gegner so unter die Haut zu gehen. So entwickelte sich eine schnelle, physische und kurzweilige Begegnung mit Vorteilen für die Golden Knights.

Kurz vor der Drittelpause meldete sich Florida bei eigener Überzahl zu Wort: Aleksander Barkov (17.) und Brandon Montour (18.) näherten sich mit gefährlichen Torschüssen an. Die Torlampe aber leuchtete einen Augenblick später auf der anderen Seite auf: Alec Martinez wurde auf dem linken Flügel freigespielt und schoss die Scheibe in den linken Knick zum 2:0 (18.).

FLA@VGK: Martinez schießt hoch gegen Bobrovsky ein

"Sie waren auf jeden Fall die bessere Mannschaft heute. Wir haben schon im ersten Drittel zu viel zugelassen, dann war es hart, zurückzukommen", so Panthers-Stürmer Anton Lundell.

2. Drittel: Howdens Traumtor erzwingt den Torwartwechsel

Auch der zweite Durchgang war so ganz nach dem Geschmack von Vegas: Nicolas Roy traf mit dem ersten Torschuss aus linker Position mit einem Flachschuss gegen die Rutschrichtung von Bobrovsky zum 3:0 (23.).

In der Folge spielten sich die Golden Knights in einen Rausch und verzauberten ihr Publikum mit einer traumhaften Passstafette samt spektakulärem Abschluss. Mark Stone, dessen Schläger kurz zuvor gebrochen war, holte sich ein neues Spielgerät von der Bank, empfing einen Pass von Stephenson und legte quer für Brett Howden, der Bobrovsky mit einem Vorhand-Rückhand-Trick narrte und dann im Fallen mit der Rückhand zum 4:0 einschob (28.).

FLA@VGK, Sp2: Howden tanzt Bobrovsky raffiniert aus

Maurice sah sich daraufhin gezwungen, einen Torwartwechsel zu vollziehen: Bobrovsky ging runter, für ihn kam Backup Alex Lyon. Es war Lyons erster Einsatz seit dem 21. April (Spiel 3 in der 1. Runde der Stanley Cup Playoffs gegen die Boston Bruins)

Die Panthers intensivierten nun ihre Offensivbemühungen und kamen insbesondere im Powerplay besser auf. Doch immer wieder hieß die Endstation Hill, der viel Sicherheit ausstrahlte und starke Paraden zeigte, was die Vegas-Fans mit lauten "Hill!"-Rufen goutierten.

3. Drittel: Lundells Ehrentreffer wird direkt beantwortet

Unmittelbar nach Wiederbeginn kam auch Florida auf die Anzeigetafel: Nach einem Puckverlust der Golden Knights neben dem eigenen Tor, schalteten die Panthers sofort um, und Anton Lundell staubte zum 1:4 ab (41.). Gespielt waren zu diesem Zeitpunkt gerade einmal 14 Sekunden im Schlussabschnitt.

Florida witterte daraufhin noch einmal seine Chance und entwickelte eine kurze Drangphase, doch Vegas hatte eine passende Antwort parat: Marchessault tauchte frei vor dem Tor auf und traf überlegt zum 5:1 ins rechte Eck (43.). Es war sein zwölftes Playoff-Tor in dieser Saison. Durch die T-Mobile Arena hallten erstmals "We Want The Cup"-Rufe ("Wir wollen den Pokal").

FLA@VGK, Sp2: Marchessault schießt sein 2. Tor

Die Golden Knights drückten das Gaspedal weiter voll durch und versprühten Magie auf dem Eis: William Karlsson zog mit einem schnellen Vorstoß die gesamte Aufmerksamkeit der Panthers-Defensive auf sich, spielte dann aber eine Rückhand- Pass auf das Tape von Michael Amadio, der nun freie Bahn hatte und den Puck zum 6:1 im halbleeren Tor unterbrachte (51.).

Doch auch Florida gab sich nicht geschlagen. Nach einem Rückhand-Abschluss von Sam Bennett fiel der Puck vor die Kelle von Matthew Tkachuk, der sich nicht zweimal bitten ließ und auf 2:6 stellte (53.).

Den Schlusspunkt setzte schlussendlich noch Howden, der den Endstand mit einem Powerplay-Treffer auf 7:2 schraubte (58.).

Die Serie wechselt mit einer 2:0-Führung für Vegas nun für zwei Partien nach Sunrise, Florida: Spiel 3 steigt am Donnerstagabend (8 p.m. ET; NHL.tv; Fr. 2 Uhr MESZ) in der FLA Live Arena.