"Das tut der guten Laune aber keinen Abbruch", wusste Holzer zu berichten. "Für mich ist es das Größte hier drüben zu spielen. Es ist die beste Liga der Welt. Ich spiele gegen die besten Stürmer, die es im Welteishockey gibt."
Nach seiner Zukunft in Nordamerika befragt, zeigte er sich zuversichtlich: "Wenn ich spiele, sind meine Statistiken gut, das Feedback aus dem Trainerteam ist positiv. Durch meine gezeigten Leistungen konnte ich meinen Vertrag um ein Jahr verlängern. Was danach kommt, kann niemand sagen. Das geht alles so schnell. Innerhalb von zwei oder drei Wochen kann sich alles verändern, ich kann konstant im Team sein, es ist aber auch möglich nach schlechten Leistungen draußen zu sitzen."
Die Ducks sind derzeit auf einer sechs Spiele dauernden Auswärtsreise. Nach einem Abstecher nach Dallas am 13. Dezember treffen bzw. trafen sie in den letzten Partien vor der Weihnachtspause ausschließlich auf Teams aus der Eastern Conference.
"Wir sind viel im Flieger, viel im Hotel, das ist schon stressig", schilderte Holzer ein paar Eindrücke aus dieser Tour. "Zwischendurch werden wir auf den Gegner vorbereitet und typische Spielsituationen werden besprochen, insbesondere wie reagiert die andere Mannschaft in Unter- und Überzahlsituationen, wie verhalten sie sich im Fünf gegen Fünf. Das alles wird durch kleine Videomitschnitte unterlegt."
"Nach dem Spiel heute gegen die Leafs fliegen wir sofort nach Montreal, dort sind wir Morgen schon wieder im Einsatz. Trotzdem ist es ok, man ist die gesamte Zeit mit der Mannschaft zusammen. Wir gehen Essen, das macht viel Spaß. Schön ist es auch, dass es mal kalt ist. Das gehört für mich irgendwie zum Winter dazu und in Anaheim habe ich dieses Gefühl nicht."
Natürlich ist auch die sportliche Situation der Kalifornier ein Thema. "Im Moment ist alles noch sehr eng, die Ducks haben in den letzten Jahren immer die Division gewonnen, das soll auch in dieser Spielzeit so sein", gibt Holzer sich selbstbewusst. "In den Playoffs, das hört sich jetzt abgedroschen an, kann alles passieren. Im Juni, wenn die Entscheidung fällt, wollen wir dabei sein."
Am Montagabend gewann Anaheim das Spiel in Toronto 3-2. "Meint ihr den Sieg oder mein Tor?", entgegnete er scherzhaft die Gratulation. Der typische "Stay at Home"-Verteidiger hatte bei einem Gerangel mit Leo Komarov vor dem eigenen Torhüter, den von der blauen Linie geschossenen Puck unglücklich unhaltbar zum 2-2 Ausgleich für die Gastgeber ins eigene Tor abgefälscht.
"Nein, ich war mit dem Spiel zufrieden, ich hatte viel Eiszeit und die Szene mit dem Tor ist einfach Pech, so etwas kann immer wieder passieren", sagte er locker.