Der gebürtige Berliner lernte sein Handwerk zunächst bei den Eisbären, wechselte aber 2017 für drei Jahre an die Red Bull Hockey Akademie. Dort spielte er stets über seiner Altersklasse. Mit 14 kam er bereits zu ersten Einsätzen in der U18. In der folgenden Saison war er mit 59 Punkten (16 Tore, 43 Assists) der zweitbeste Scorer der U18, obwohl er mit 20 Spielen deutlich weniger Partien bestritt, als der erstplatzierte Julian Lutz, der in 27 Spielen nur einen Punkt mehr erzielte. Zudem wurde Hänelt zeitweise als Verteidiger eingesetzt. Vergangene Saison war er bereits für die U20 aktiv und kam in fünf Einsätzen für die U18-Nationalmannschaft auf zwei Tore und vier Assists. Vor der aktuellen Saison kehrte er in seine Heimat zurück.
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"Haakon ist ein Allrounder", lobte ihn Hardy Gensel, Trainer der Eisbären Juniors, im Interview mit Hauptstadteishockey. "Wie Florian Busch und Constantin Braun kann er im Sturm aber auch in der Verteidigung spielen. Er hat einen sehr hohen Hockey-IQ. Von den Jungs, die vor drei Jahren von den Juniors nach Salzburg gewechselt sind, hatte er das höchste Potenzial. Ich bin froh, dass er wieder zurück in Berlin ist."
Gensels Befürchtung, dass Hänelt den Juniors aber wohl kaum zur Verfügung stehen würde, weil er schlicht zu gut ist, bestätigte sich schnell. Um sich weiter für den Draft zu empfehlen, ist Hänelt mit nur 17 Jahren bereits in der DEL für die Eisbären aktiv. Die Produktivität von Reichel erreicht Hänelt in seiner ersten Profi-Saison nicht. Dessen 24 Punkte (12 Tore, 12 Assists) aus der vergangenen Saison sind allerdings ein sehr hohes Ziel. Außerdem bekommt Hänelt beim Tabellenersten der Gruppe Nord deutlich weniger Eiszeit, als ein Jahr zuvor Reichel. Hänelt kam in 17 von 25 Spielen zum Einsatz und stand im Schnitt 6:21 Minuten pro Partie auf dem Eis. Am 5. März erzielte er bei einem 5:1-Sieg gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven sein erstes Tor.