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Hockey Hall of Fame ehrt großartige Karrieren

Fünf der sechs am Montag zu ehrenden Eishockeygrößen fanden sich bereits in Toronto zur traditionellen Ringzeremonie ein

von Stefan Herget @NHLde / NHL.com/de Freier Chefautor

Bereits am Freitag und damit drei Tage vor der großen Feier anlässlich ihrer Aufnahme in die Hockey Hall of Fame fanden sich fünf der sechs zu ehrenden Eishockeygrößen in Toronto, dem Standort der Ruhmeshalle ein, und nahmen an der sogenannten Ring-Zeremonie teil. Anschließend stand ein Besuch des NHL-Spiels zwischen den Boston Bruins und den Toronto Maple Leafs in der Scotiabank Arena auf dem Programm, das die Gäste mit 4:2 gewannen.

Guy Carbonneau, Vaclav Nedomansky, Hayley Wickenheiser, Sergei Zubov und Jim Rutherford trafen sich als Aufnahmeklasse des Jahres 2019 erstmals gemeinsam und nutzten die Gelegenheit, auch den Anfang ihrer großen Karrieren Revue passieren zu lassen, obwohl zum Beispiel Rutherford immer noch als General Manager der Pittsburgh Penguins mitten in der Schaffenskraft steht.

Jerry York, das sechste Mitglied der Klasse, konnte an der Zeremonie nicht teilnehmen, weil er seine Mannschaft Boston College beim Spiel gegen die University of Vermont coachen musste. Immerhin lohnte sich die Abwesenheit in der Form, dass sein Team das erste von zwei Aufeinandertreffen mit dem Gegner an diesem Wochenende mit 5:1 gewann. Am Montag zur Einführungszeremonie wird York dann ebenfalls anwesend sein.

Was die Nominierung für alle bedeutet wird klar, wenn sie schildern, was passierte, als der entscheidende Anruf vom Chairman der Hockey Hall of Fame, Lanny McDonald, kam. Rutherford, der in der Kategorie "Builder" für die Arbeit, die er als General Manager der Carolina Hurricanes und jetzt der Penguins leistete, ausgezeichnet wird, erzählte, dass sein Leben vor seinen Augen durchgelaufen wäre, als er im Frühjahr über seine Einführung informiert wurde.

"Ich war wieder fünf Jahre alt, meine Schlittschuhe anziehend und meine Mutter und mein Vater standen da und schauten mir zu", erzählte Rutherford, der NHL General Manager des Jahres 2016 wurde und der einzige GM in der NHL Expansion-Ära (seit der Saison 1967-68) ist, der den Stanley Cup mit verschiedenen Teams (Carolina in 2006; Pittsburgh in 2016, 2017) gewinnen konnte.

Zubov, der als äußerst talentierter Offensiv-Verteidiger 1994 mit den New York Rangers und 1999 mit den Dallas Stars den Stanley Cup gewann, pflichtete dem bei und dachte an seine Wurzeln, die in Russland liegen, wo er seine Eishockey-Laufbahn begann.

"Man schaut natürlich zurück, man überlegt, wie es am Anfang war", erzählte Zubov, der mit russischen Konföderation bei den Olympischen Spielen 1992 in Albertville Gold gewann und in seiner NHL-Zeit 771 Punkte (152 Tore, 619 Assists) in 1.068 Spielen der regulären Saison mit den Rangers, Penguins und Stars sammelte. Sergei Gonchar (811) ist der einzige in Russland geborene Verteidiger, der in der NHL mehr Punkte erzielte als Zubov.

"Ich war drei Jahre alt, als mir mein Vater diese Schlittschuhe aus der Tschechei kaufte, die in Russland üblich waren. Sie waren vielleicht fünf Nummern zu groß, aber es war cool. Es ist die Sache, die ich bereits machen wollte. Ich spielte zu Hause in unserem kleinen Apartment. Also zog er mir sie nur an und schmiss mich auf das Eis und es waren meine ersten Schritte auf dem Eis. Dort hat alles begonnen und es ging Schritt für Schritt meine ganze Karriere lang. Viele Emotionen hier."

Die Karriere von Carbonneau, als einer der besten defensiven Stürmer in der NHL-Geschichte startete natürlich unter freiem Himmel in Quebec, wo die Winter ausgesprochen lang sind und seine Familie in einer Hütte unweit eines Sees lebte, der schon früh zufror. "Mein Nachbar, wo ich lebte, arbeitete in der Eishalle, also hatten wir immer eine (gut präparierte) Eisfläche da draußen und viele Eltern in der Nachbarschaft hatten Eisflächen auf ihren Grundstücken, die für uns bereit standen, darauf spielen zu können", schwärmte Carbonneau, der den Stanley Cup zweimal mit den Montreal Canadiens (1986, 1993) und einmal mit den Stars (1999) gewann, von seiner Kindheit und den idealen Bedingungen.

"Das war wirklich der Anfang von allem. Ich war immer erfreut auf dem Eis zu stehen, ich war immer erfreut Eishockey zu spielen. Es waren viele Sportarten denkbar, aber der einzige Platz, auf dem ich glücklich war, war auf dem Eis." Der 59-jährige Kanadier absolvierte 1.318 NHL-Spiele für die Canadiens, St. Louis Blues und Stars, in denen er 260 Tore und 403 Assists zu 663 Punkten sammelte. In seinen 18 Spielzeiten hatte er nur drei Mal einen geringfügigen Minuswert in der Plus-Minus-Statistik und hat am Ende insgesamt eine Plus 186 stehen.

Wickenheiser wuchs als junges Mädchen mit dem Wunsch auf, Eishockey zu spielen und verfolge natürlich die NHL, weil das weibliche Eishockey in Kanada damals noch nicht so entwickelt war, wie es das heute ist. Auch teilweise ein Erfolg ihrer großartigen Karriere.

Vor der Zeremonie ging Wickenheiser durch die Räume des Museums und suchte bewusst nach Spielern, die sie zu ihrer 23-jährigen Laufbahn mit der kanadischen Frauen-Nationalmannschaft animiert hatten. Sie gewann sieben Mal die IIHF-Weltmeisterschaft und vier Mal olympisches Gold (2002, 2006, 2010 und 2014).

Natürlich standen die Frauen, die vor ihr aufgenommen wurden im Mittelpunkt, aber auch Gordie Howe, der legendäre Stürmer der Detroit Red Wings, der wie Wickenheiser in der kanadischen Provinz Saskatchewan geboren wurde. Ihre weiteren Stationen waren die Sektionen von Mark Messier, Wayne Gretzky und Guy Lafleur.

"Ich denke, dass man immer nach den Namen von den Jungs sucht, zu denen man immer aufgeschaut hatte", räumte Wickenheiser ein. "Ich war wirklich ein Student des Spiels und genoss die Spieler von den 60er-, 70er- und 80er-Jahren. Ich habe viel von dem Eishockey geschaut. Alle diese Jungs sind großartige Namen an dieser Wand."

An dieser Wand neben den Stars ihrer Zeit wird auch zukünftig ihr Name stehen. Die Begeisterung war ihr und den anderen ins Gesicht geschrieben, als sie aufgerufen wurden, um ihren Ehrenring der Hockey Hall of Fame entgegenzunehmen. Und die Freude und der Stolz darüber wird sicher ewig anhalten, auch nach der offiziellen Aufnahme am Montag.

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