War der Wunsch, es trotzdem noch einmal in der NHL zu versuchen, über all die Jahre weiterhin präsent?
Ja. Ich wusste, dass ist jetzt meine letzte Chance, es in diesem Jahr zu probieren. Eine große Sache ist für mich, dass ich nach der Karriere nichts Bedauern muss. Ich wollte mir nicht sagen müssen, ich bin gut in der Schweiz gewesen, aber ich habe es nie in der NHL probiert. Ich wollte es jetzt noch einmal probieren und sehen, was in dieser Saison passiert. Mit dieser Entscheidung bin ich sehr glücklich.
Was gab den Ausschlag, dass der Kontakt zu den Columbus Blue Jackets entstand und du dorthin gewechselt bist?
Das begann alles im Februar, als Columbus meine NHL-Rechte von Carolina übernommen hat. Ich habe mit Rick Nash (Director of Player Development der Blue Jackets, Anm.d.Red.) in der Schweiz in der Saison 2012/13 beim HC Davos zusammengespielt. Ich war mit ihm noch immer im Kontakt. Sicherlich hat er zum Jarmo (Kekäläinen, General Manager, Anm.d.Red.) auch ein paar Worte gesagt. Dadurch hatte ich dann auch Kontakt zu Jarmo. Ich musste entscheiden, ob ich hierherkommen oder in der Schweiz bleiben möchte. Ich habe gesehen, dass Columbus mich haben will. Also habe ich mir gesagt, ich probiere es.
Wie hast Du die Saisonvorbereitung erlebt und wie sicher warst du dir, im endgütigen Kader zu stehen?
Im Trainingscamp wollen sehr viele Spieler einen Platz im Kader bekommen. Man muss jeden Tag hart arbeiten. Man muss auch zeigen, dass man seine Rolle akzeptiert und sich verbessern möchte. Letztendlich treffen der Trainer und der gesamte Staff die Entscheidung. Ich bin zufrieden, dass ich in der Mannschaft bin und meine Rolle habe. Natürlich gab es auch Unsicherheiten, wenn man zehn Jahre in der Schweiz gespielt hat und nach Amerika kommt. Aber andererseits habe ich in meiner Karriere schon so viel erlebt. Ich versuche das Beste und bin genau in der richtigen Position.
Noch eine Frage fernab der Eisfläche: Wie gut hast du dich in Columbus eingelebt?
Sehr gut. Ich sehe hier jeden Tag neue Sachen. Das ist eine schöne Stadt. Und ich freue mich jeden Morgen extrem, wenn ich zum Training zur Arena komme, die Jungs sehe und weiß, ich spiele jetzt in der NHL und habe das Ziel erreicht.