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Geschichte: Zwei Ereignisse am 23. Dezember

Marco Sturm vor 18 Jahren mit einem Hattrick und Jochen Hecht vor 10 Jahren mit seinem 100. Tor

von Stefan Herget / NHL.com/de Chefautor

Während der Saison 2016-17 wird NHL.com/de in den Archiven stöbern, um die beste Kollektion einige der erinnerungswürdigsten und historischen Ereignisse in der Geschichte des deutschen, österreichischen und Schweizer Eishockeys zu präsentieren. Von Debüts und Meilensteinen bis zu Verwicklungen und Ergebnissen, lassen wir jeden Monat Tage vergangener Jahre aus dem Blickwinkel von heute in unserer einjährigen Serie aufleben. Dieses Jahr, Klassiker vermischen sich mit der Gegenwart. Dieses Jahr, Geschichte wird sich wiederholen.

Der 23. Dezember ist aus der Sicht des deutschen Eishockeys ein besonderer Tag. An diesem Datum haben die zwei der Punktausbeute nach erfolgreichsten NHL-Profis aus Deutschland besondere Geschichten ihrer Karrieren geschrieben.

Es war das Jahr 1998, also vor 18 Jahren. Marco Sturm befand sich in seinem zweiten Jahr in der NHL mit den San Jose Sharks. Es stand das Auswärtsspiel bei den Edmonton Oilers an. Die Kalifornier reisten mit einer bescheidenen Bilanz von acht Siegen, 15 Niederlagen und sieben Unentschieden zu den Kanadiern, hatten aber zuvor drei der letzten vier Spiele gewonnen.

Für Sturm wurde es ein unvergessliches Spiel. "Ich kann mich noch sehr gut an das Spiel erinnern - so viele Hattricks hatte ich ja nicht", sagte er in einer Stellungnahme gegenüber NHL.com/de. "Wir haben damals in Edmonton gespielt, es war das letzte Spiel vor der Pause und ich habe mir mein eigenes Weihnachtsgeschenk gemacht. Wir hatten ein wirklich gutes Auswärtsspiel und dann ist es natürlich etwas ganz Spezielles, wenn man drei Tore an einem Abend schießt."

Nicht nur das, denn neben dem ersten Hattrick seiner NHL-Karriere war er an allen fünf Treffern bei dem 5-3 Erfolg seiner Sharks beteiligt. Ein besonderes Phänomen war, dass Sturm nur drei Mal auf das gegnerische Tor schoss und damit 100 Prozent Trefferquote vorzuweisen hatte. Zusätzliche bewerkstelligte er das alles in nur knapp 15 Minuten Eiszeit.

"Viel besser war für mich aber, dass der damalige Torhüter aus Edmonton Bob Essensa später dann der Torwarttrainer in Bosten wurde, als auch ich da gespielt habe", fügte Sturm hinzu. "Er hat sich das natürlich von mir noch jahrelang anhören müssen."

Fünf Punkte in einer Partie, einen solchen Wert sollte der Dingolfinger in seiner gesamten nordamerikanischen Laufbahn, die er 2012 beendete, nicht mehr erreichen.

Noch sieben Mal kam der jetzige deutsche Bundestrainer auf drei Punkte in einem Spiel, wobei er am 19. Dezember 2006 für die Boston Bruins bei den Ottawa Senators den zweiten Hattrick seiner NHL-Karriere verbuchen konnte.

Der heute 38-jährige Sturm spielte neben San Jose und Boston auch für die Los Angeles Kings, Washington Capitals, Vancouver Canucks und Florida Panthers.

Er kam dabei auf 242 Tore und 487 Punkte in 938 Spielen der regulären Saison, sowie neun Treffer und 22 Punkte in 68 Stanley Cup Playoffspielen, was ihn zum erfolgreichsten Deutschen in der NHL werden ließ.

Der zweitbeste Deutsche aller Zeiten nach Sturm in der Punktekategorie ist Jochen Hecht.

Der Mannheimer erreichte 463 Punkte bei 186 Toren in 833 Spielen, sowie 32 Punkte bei 14 Toren in 59 Spielen der Playoffs während seiner NHL-Karriere von 1998 bis 2013. Danach war der heute 39-Jährige als Stürmer noch drei Jahre für die Adler Mannheim in der DEL aktiv, ehe er seine Laufbahn im Sommer 2016 beendete.

Für ihn war der 23. Dezember 2006 ein besonderer Tag. Die Begegnung seiner Buffalo Sabres, denen Hecht fast seine gesamte Karriere treu war, bei den St. Louis Blues, wo er seine ersten Schritte in Nordamerika unternahm, war angesetzt.

Am Ende unterlagen die Gäste mit 2-3 durch einen Treffer von Bill Guerin auf Vorarbeit von Doug Weight in der Verlängerung.

Doch Hecht hatte in der 22. Minute unter Mitwirkung von Daniel Briere und Jason Pominville den 1-1 Ausgleich erzielt und damit sein 100. Tor in der besten Liga der Welt erzielt.

Pech für Hecht, dass die Schiedsrichter einen zweiten Treffer von ihm zum 3-1 nach dem Videobeweis wegen einem Schlittschuhtor nicht anerkannten, obwohl er sich keiner Schuld bewusst war.

"Ich weiß, dass er meinen Fuß getroffen hat, aber ich denke, dass ich nicht aktiv war", sagte Hecht im Anschluss. "Ich habe meinen Fuß geöffnet, wurde getroffen und er ging rein. Ich dachte es wäre ein regelgerechtes Tor gewesen."

Auch so wurde die Saison 2006-07 mit 19 Toren und 37 Assists die punktbeste von Hechts NHL-Laufbahn. Dem Stanley Cup kam er durch den Einzug in das Conference Finale, wo die Sabres den Ottawa Senators in fünf Spielen unterlagen, nie mehr so nahe wie in diesem Jahr.

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