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Für Niederreiter beginnt eine neue Zeitrechnung

Der Angreifer will bei den Hurricanes eine verantwortungsvolle Rolle einnehmen und den Stanley Cup gewinnen

von Axel Jeroma / NHL.com/de Autor

Für Nino Niederreiter hat eine neue Zeitrechnung in der NHL begonnen. Am Donnerstag wechselte er als Bestanteil eines Trades von den Minnesota Wild zu den Carolina Hurricanes. Im Gegenzug sicherte sich sein langjähriger Arbeitgeber die Dienste des Schweden Victor Rask. Viel Zeit, um seine neue Umgebung kennenzulernen, bleibt dem 26 Jahre alten Schweizer nicht. Allgemein wird damit gerechnet, dass er bereits beim Heimspiel gegen die Ottawa Senators am Freitagabend sein Debüt feiert.

Niederreiter erhielt die Nachricht vom Trade während der Vorbereitung auf die Partie der Wild gegen die Anaheim Ducks. "Ich wollte mich gerade nach dem Mittagessen kurz hinlegen, als mich General Manager Paul Fenton am Telefon informierte", sagte er. Schon in den Tagen vorher hatte er geahnt, dass eine Veränderung auf ihn zukommen könnte. "Ich habe natürlich auch die Zeitungen gelesen und wusste daher von einem möglichen Tauschgeschäft."

 

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Fünfeinhalb Jahre stürmte der Churer für Minnesota. Davor spielte er zwei Jahre für die New York Islanders. Für beide Klubs bestritt er 498 Hauptrundenspiele und sammelte 231 Punkte (112 Tore, 119 Assists). In der laufenden Spielzeit sind für ihn 46 Einsätze und 23 Punkte (9 Tore, 14 Vorlagen) registriert. Seine persönliche Bestleistung steht bei 57 Zählern (23 Tore, 32 Vorlagen) aus der Saison 2016/17.

Der Rechtsaußen verlässt die Wild mit einem weinenden und einem lachenden Auge. "Ich habe einige schöne Jahre in Minnesota verbracht, die ich ewig in Erinnerung behalten werde. Vor allem die Fans waren großartig. Jetzt ist es aber an der Zeit, ein neues Kapitel in meinem Leben aufzuschlagen, auf das ich mich sehr freue", betonte Niederreiter.

Die Entscheidung des Managements, ihn abzugeben, akzeptiert er ohne Wehklagen. "Minnesota hat sich für einen neuen General Manager entschieden. Dessen wichtigste Aufgabe ist es nun einmal, ein Team zusammenzustellen, von dem er glaubt, dass es erfolgreich sein wird. Ich spielte in seinen Zukunftsplänen keine Rolle. So läuft es eben in diesem Geschäft. Auf mich wartet dafür eine neue und spannende Herausforderung", so Niederreiter.

Video: DET@MIN: Niederreiter trifft bei Überzahl oben rein

Von den Hurricanes zeigte er sich begeistert. "Sie verfügen über ein junges Team mit einigen phänomenalen Spielern. Ich hoffe sehr, dass ich dort die Möglichkeit habe, den Stanley Cup zu gewinnen. Darum geht es ja letzten Endes."

Die Zuneigung beruht auf Gegenseitigkeit, wie dem offiziellen Statement von Carolinas General Manager Don Waddell zum Transfer zu entnehmen war. "Wir freuen uns sehr, dass wir mit Nino Niederreiter einen erfahrenen Spieler und ausgewiesenen Torjäger in unseren Reihen begrüßen können", sagte er.

Die Hurricanes befinden sich seit dem Jahreswechsel in hervorragender Verfassung. Sechs von acht Spielen entschieden sie für sich. Trotz dieses ansehnlichen Leistungsnachweises ist das Team von den Plätzen für die Stanley Cup Playoffs noch ein ganzes Stück entfernt. Das liegt nicht zuletzt am harten Konkurrenzkampf in der Metropolitan Division. Zehn Punkte fehlen auf Rang 3 und damit zur direkten Qualifikation. Sieben Zähler sind es auf die zweite Wildcard in der Eastern Conference. 2009 standen die Hurricanes letztmals in den Playoffs.

Video: LAK@MIN: Niederreiter trifft durch den Verkehr

Bei Niederreiter dürfte der Wechsel frische Kräfte freisetzen. In Minnesota lief es für ihn in den vergangenen anderthalb Jahren nicht mehr wie gewünscht. Das lag zum einen an Verletzungen, mit denen er immer wieder zu kämpfen hatte, zum anderen an der stetig weniger werdenden Verantwortung. Bei seinem letzten Einsatz im Trikot der Wild am Dienstag gegen die Los Angeles Kings ließ ihn Trainer Bruce Boudreau wie bereits ein paar Mal zuvor nur noch in der vierten Reihe auflaufen. Dennoch stellte Niederreiter in den gerade einmal 9:31 Minuten auf dem Eis seinen Torinstinkt unter Beweis und schoss sein Team mit 1:0 in Führung.

In Raleigh soll der Zwei-Wege-Stürmer wieder eine bedeutendere Rolle einnehmen. Dort ist er im Angriff für die Top 6 vorgesehen. Mit seiner stattlichen Größe von 1,88 Meter und seiner Stärke beim Abschluss ist Niederreiter die ideale Ergänzung für die Offensivreihen der Hurricanes.

Oft zu Gesicht bekommen werden ihn die Fans in den nächsten Tagen jedoch nicht. Das ist der Spielplangestaltung geschuldet, die nach dem Heimauftritt gegen Ottawa einen einwöchigen Auswärtstrip nach Kanada mit Stationen bei den Edmonton Oilers, den Calgary Flames und den Vancouver Canucks vorsieht.

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