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Fünf Schweizer verabreden sich zu launigem Duell

Die Partie zwischen New Jersey und Nashville zeugt von der hohen Qualität der Eidgenossen

von Axel Jeroma @nhlde / NHL.com/de Autor

Zu einem launigen Scheibenschießen hatten sich für Donnerstagabend fünf Spieler aus der Schweiz im Prudential Center in Newark verabredet. Namentlich waren dies Nico Hischier und Mirco Müller von den New Jersey Devils sowie Roman Josi, Kevin Fiala und Yannick Weber von den Nashville Predators. Das Resultat konnte sich sehen lassen. Mit Ausnahme von Müller trug sich jeder der Eidgenossen in die Scorerliste ein. Das Predators-Trio hatte gleich doppelten Grund zur Freude. Es entschied nicht nur den landsmannschaftlichen Scorervergleich mit 3:2 für sich, sondern entführte mit den übrigen Teamkollegen durch ein 4:3 nach Verlängerung auch den zweiten Punkt aus des Gegners Heimspielstätte.

 

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Eine Viertelstunde dauerte es bis zum ersten Schweizer Erfolgserlebnis. Verteidiger Weber nahm in der neutralen Zone ein Zuspiel von Fiala auf, skatete ein paar Schritte und gab von der rechten Seite einen beherzten Handgelenkschuss ab. Über die Fanghand von Devils-Torhüter Keith Kinkaid flog der Puck zum 1:1-Ausgleich ins Netz. Für Weber war es der erste Saisontreffer und der vierte seit seinem Einstieg bei den Predators 2016/17 überhaupt.

Dem wollte Hischier in nichts nachstehen. 59 Sekunden vor Ende des ersten Drittels fälschte er in Überzahl einen Schuss von Taylor Hall ins von Juuse Saros gehütete Predators-Gehäuse zur erneuten Führung ab. Damit hatten die Devils in jedem ihrer sieben Auftritte zum Saisonauftakt ein Powerplay-Tor erzielt, was einen neuen Klubrekord bedeutete.

Video: NSH@NJD: Hischier erzielt sein zweites Tor

Im zweiten Drittel setzten die Schweizer ihr privates Scorerduell nahtlos fort. Zunächst war Josi an der Reihe. In der 43. Minute leitete er den Treffer von Viktor Arvidsson zum 2:2 ein und verbuchte dadurch den vierten Scorerpunkt im zehnten Einsatz in der laufenden Hauptrunde. Hischiers Antwort ließ nicht lange auf sich warten. 40 Sekunden später stellte er den alten Abstand wieder her. Für den Center war es der erste Doppelpack in dieser Spielzeit. Zweimal hatte er dieses Kunststück in der vergangenen Saison vollbracht, zuletzt am 27. Dezember 2017.

Damit hatten zwar die Schweizer ihr Pulver verschossen, nicht jedoch die Predators-Stürmer Filip Forsberg und Kyle Turris. Sie drehten das Match mit ihren Treffern und sorgten dafür, dass Nashville die Tabelle der NHL mit zwei Punkten Vorsprung anführt.

Devils-Coach John Hynes war trotz der Niederlage mit seinen Schützlingen zufrieden. Ein besonderes Lob zollte er Hischier für dessen couragierten Auftritt. "Man konnte sehen, dass er mit viel Eifer bei der Sache war. Er hat hartnäckig um die Pucks gekämpft und sich endlich einmal für seinen Zug zum Tor belohnt. Sein Spiel heute war richtig schön anzuschauen", sagte der Trainer.

 

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Generell machten Hischier und seine Landsleute im Prudential Center reichlich Werbung für die Schweizer NHL-Riege. Die Zuschauer bekamen deren hohe Qualität und enorme Bandbreite vor Augen geführt. Sie reicht von einem Supertalent vom Schlage Hischiers, über einen Norris-Trophy-Kandidaten wie Josi, einen Checking-Forward wie Fiala bis hin zu soliden Verteidigern wie Weber und Müller.

Doch nicht nur sie zählen zu guten Botschaftern ihres Landes in der Liga, sondern auch versierte Stürmer wie Nino Niederreiter (Minnesota Wild), Sven Bärtschi (Vancouver Canucks), Timo Meier (San Jose Sharks) oder Sven Andrighetto (Colorado Avalanche). Wenn sich das Schweizer Eishockey weiter so positiv entwickelt, dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis noch mehr junge Schweizer Fachkräfte in die NHL nachrücken und sich mit den altgedienten Akteuren aus der Heimat zu einem launigen Scheibenschießen verabreden.

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