Für Boston ist es ein absoluter Pluspunkt gegenüber der Konkurrenz, dass sie mit zwei Torleuten dieser Güteklasse in die Playoffs gehen können. Mit Halak als Backup besteht für Trainer Bruce Cassidy jederzeit die Möglichkeit, seinem Stammtorhüter Rask eine Pause zu gönnen. Vor allem dann, wenn die Bruins viele lange Serien zu bestreiten haben.
Die Offensive besitzt mehr Tiefe
In den Playoffs des vergangenen Jahres trat ein Problem offen zu Tage: Wenn es dem Gegner gelang, die Top-Reihe der Bruins mit Brad Marchand, Patrice Bergeron und Pastrnak aus dem Spiel zu nehmen, hatte die Mannschaft ihre liebe Mühe und Not in Sachen Offensivproduktion. Es mangelte an Stürmern aus den hinteren Reihen, die im nötigen Maße als Scorer in die Bresche sprangen. Die gleiche Schwierigkeit zeigte sich auch im Laufe dieser Saison. Hinter dem Top-Trio, das es zusammen auf 238 Punkte (107 Tore, 131 Assists) brachte, klaffte beim Scoring eine große Lücke.
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Die Verantwortlichen der Bruins reagierten auf dieses Manko und holten zur NHL Trade Deadline im Februar die beiden Stürmer Ondrej Kase und Nick Ritchie von den Anaheim Ducks. Ihre Verpflichtung könnte sich als genialer Schachzug erweisen. Zumindest verfügt die Abteilung Attacke nun über wesentlich mehr Tiefe.
Veteranen kämpfen womöglich um die letzte Titelchance
Für einige Veteranen im Team, wie Kapitän Zdeno Chara (43 Jahre), Rask (33) Bergeron (34) und David Krejci (34) ist es vielleicht die letzte Chance, nach 2011 noch einmal den Stanley Cup mit den Bruins zu gewinnen. Zumindest bleibt ihnen nicht mehr unendlich viel Zeit dafür. Sie werden sich deshalb ganz besonders ins Zeug legen, um den Pokal erneut in die Höhe zu stemmen. Das sollte dem gesamten Team einen zusätzlichen Schub verleihen.