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An diesen Bruins führt kein Weg vorbei

Wie sie hierher gelangt sind: Boston zeigte kaum Schwächen und ist ein heißer Titelaspirant

von Bernd Rösch / NHL.com Freier Chefautor

Pastrnaks siebter NHL-Hattrick

WPG@BOS: Pastrnak erzielt seinen siebten NHL-Hattrick

David Pastrnak trifft in jedem Drittel bei seinem siebten NHL-Hattrick in der regulären Saison, verhilft den Bruins zu einem Sieg gegen Jets.

  • 02:32 •

Seit dem 12. März pausiert die NHL wegen der Coronavirus-Pandemie. Die Liga verkündete am 26. Mai den Neustart mit 24 Mannschaften, die in einem neuen Format den Stanley-Cup-Sieger 2020 bestimmen werden. Die vier besten Teams der beiden Conferences sind für die Stanley Cup Playoffs qualifiziert und spielen in einer Vorrunde ihre Platzierungen aus, während die jeweils weiteren acht in einer Qualifikationsrunde im Best-of-5-Modus die restlichen vier Teilnehmer pro Conference an den Playoffs ermitteln. In der heutigen Ausgabe: Boston Bruins - wie sie hierher gelangt sind.

Erster Platz in der Atlantic Division, Tabellenführer der Eastern Conference und mit einer Bilanz von 44-14-12 die meisten Punkte aller NHL-Teams auf dem Konto, bevor die Saison 2019/20 unterbrochen wurde. Die Boston Bruins sind aufgrund ihrer bisherigen Vorstellungen der Top-Kandidat auf den Gewinn des Stanley Cups in dieser Spielzeit.

Bei einem Neustart wie in diesem Jahr, mit einem veränderten Format und äußeren Umständen wie es sie noch nie gegeben hat, werden jedoch die Karten länger neu gemischt als sonst ohnehin schon üblich. Auch die Bruins fangen wieder bei null an, wenngleich ihre Chancen auf einen erfolgreichen Jahresabschluss gegenüber denen mancher Mitkonkurrenten deutlich höher einzuschätzen sind.

In der Vorrunde der Eastern Conference bekommt es Boston mit den Tampa Bay Lightning, den Washington Capitals und den Philadelphia Flyers zu tun.

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Die Bruins verfügen über eine Vielzahl erfahrener Spieler, die sich schon in dem ein oder anderen harten Playoff-Match gut geschlagen haben und ihr Kader hat sich gegenüber dem in der vergangenen Saison, als sie sich erst im Stanley Cup Finale den St. Louis Blues geschlagen geben mussten, nur punktuell verändert. Bewiesen haben die Bruins ebenso, dass ihr Erfolgshunger noch keineswegs gestillt ist.

Die Befürchtung, dass sie noch lange mit der bitteren Niederlage im Finale 2019 hadern würden, trat nicht ein. Sie starten mit drei Auswärtserfolgen in die Saison und bauten ihre Bilanz in den ersten 14 Saisonpartien auf 11-1-2 aus.

Am 4. Dezember 2019, nach acht doppelten Punktgewinnen am Stück, waren sie ihren Konkurrenten in der Atlantic Division bereits um mindestens 14 Punkte enteilt. Einzig die Capitals konnten mit den Bruins mithalten. Bis Mitte Februar hatten sie den Konkurrenzrivalen aus der US-Hauptstadt abgehängt, doch die Lightning waren ihnen nun mit einem Punkt Rückstand auf den Fersen. Angespornt von Tampas 11-Spiele-Siegesserie legten die Bruins eine Schippe drauf und gewannen zehn ihrer letzten 13 Saisonpartien (10-3-0) bis zum 12. März.

 

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Bostons Trainer Bruce Cassidy steht ein Kader zur Verfügung, in dem die Chemie stimmt, der gemeinsam an einem Strang zieht und der den Mannschaftserfolg vor persönlichen Befindlichkeiten stellt. Die Bruins profitierten sicherlich davon, dass keiner ihrer Leistungsträger für mehr als zehn Spiele ausfiel. Ihre Topscorer Rechtsaußen David Pastrnak und Linksaußen Brad Marchand verpassten keine einzige Partie. Mit 95 Punkten (48 Tore, 47 Assists) teilt sich Pastrnak Platz drei in der ligaweiten Scorerwertung und Marchand steht auf Rang sechs mit 87 Punkten (28 Tore, 59 Assists).

Die Bruins zeichnet aus, dass kein Mannschaftsteil große Schwächen zeigte. Auf der Torhüterposition bilden Tuukka Rask und Jaroslav Halak ein starkes Tandem, auf das Verlass ist. Unter den 57 Torhütern, die mindestens 20 Spiele absolviert haben, weist Rask mit 92,9 Prozent die zweitbeste und Halak mit 91,9 Prozent die zwölftbeste Fangquote aus. Noch besser sieht es beim Gegentrefferschnitt der beiden Torhüter aus: Rask führt mit 2,12 Gegentoren pro Spiel die Liga an und Halak liegt mit einer GAA von 2,39 auf Platz sechs.

Die Defensive muss stehen, um Titel zu gewinnen. Die der Bruins stand!

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Unter der Regie von Teamkapitän Zdeno Chara, seines Zeichens Abwehrhüne und Urgestein in Boston, kassierten sie die wenigsten Gegentore aller NHL-Teams, sowohl absolut (167) wie auch im Schnitt pro Spiel (2,39). Ihre Penalty-Killing-Quote von 84,3 Prozent ist die drittbeste ligaweit und die beste der Teams in der Eastern Conference. Zudem ließen sie mit 30,0 die fünftwenigsten Torschüsse der Teams im Osten zu. Sollte einmal der Gegner in einer Partie zu mehr Abschlüssen gekommen sein als sie, was in 26 Spielen der Fall war, gewannen sie dennoch 17 davon und heimsten 39 von 52 möglichen Punkten ein (17-4-5).

Diese Bruins sind ähnlich stark einzuschätzen wie jene im Jahr 2011, die den Stanley Cup nach Boston holten, und noch einen Deut besser sowie um eine bittere Erfahrung reifer als im vergangenen Jahr.

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