Noch im März galten die Philadelphia Flyers laut Statistikmodellen als Außenseiter mit gerade einmal 3,8 Prozent Chance auf die Stanley Cup Playoffs 2026. Die Mannschaft trug den Wert später sogar stolz auf eigens angefertigten T-Shirts - als Symbol für ihren überraschenden Weg in die Endrunde. Nun stehen die Flyers erneut vor einer gewaltigen Herausforderung: Nach zwei Niederlagen in Raleigh liegen sie in der Zweiten Runde der Playoffs gegen die Carolina Hurricanes mit 0:2 zurück. Spiel 3 in Philadelphia am heutigen Donnerstag (8 p.m. ET; Fr. 2 Uhr MESZ) könnte bereits richtungsweisend werden, nicht nur für den weiteren Verlauf der Best-of-7-Serie, sondern auch für die Entwicklung eines der jüngsten Teams der Liga.
Konecnys verpasste Chance beschäftigt Philadelphia
Das beherrschende Thema vor Spiel 3 bleibt der vergebene Alleingang von Travis Konecny in der Verlängerung von Spiel 2. Die Flyers hatten sich nach einer deutlichen Leistungssteigerung gegenüber dem Auftaktmatch in eine hervorragende Position gebracht, verspielten jedoch eine frühe 2:0-Führung und unterlagen schließlich mit 2:3 nach Overtime.
Konecny zeigte sich selbstkritisch. „Ich hätte den machen müssen“, sagte der Angreifer nach der Partie. Doch Trainer Rick Tocchet vermied es bewusst, seinen Topspieler an den Pranger zu stellen. Stattdessen verwies er auf zahlreiche weitere Chancen seiner Mannschaft. Gerade die Tatsache, dass sich die Flyers gegen das Topteam der Eastern Conference überhaupt so viele Möglichkeiten erspielt hatten, wertete Tocchet positiv.
Tatsächlich wirkte Philadelphia in Spiel 2 deutlich mutiger. Die aggressive Forecheck-Maschine der Hurricanes wurde besser umspielt, die jungen Spieler traten selbstbewusster auf und in der Verlängerung kontrollierten die Flyers phasenweise sogar das Geschehen. Dennoch bleibt die Erkenntnis bitter: Gegen ein eingespieltes Spitzenteam wie Carolina reicht selbst eine starke Leistung womöglich noch nicht aus.























