Von dem frühen Rückschlag ließen sich die Panthers in keiner Weise beeindrucken und führten nach dem ersten Drittel bereits mit 4:1. Auch die folgenden Perioden gingen an die Gäste. Einem 2:0 im Mitteldrittel, folgte ein 3:1 in den finalen 20 Minuten. Der Gegentreffer zum Endstand gelang den Gastgebern durch Brayden Point erst in der 52. Minute, als die Begegnung schon längst entschieden war. Für die Lightning endete damit ihre acht Spiele andauernde Siegesserie äußerst unsanft, während die Panthers ihrerseits den insgesamt fünften Erfolg hintereinander feierten.
„Dies ist wahrscheinlich unser größter Rivale in der Liga", freute sich Bennett. „Wir haben hart gespielt, das bis zum Ende durchgehalten und den Fuß nicht vom Gas genommen. Es besteht definitiv die Chance, dass wir sie dieses Jahr in den Playoffs wiedersehen. Darauf müssen wir vorbereitet sein."
„Das war heute ein seltsames Spiel", meinte Panthers-Trainer Paul Maurice. „Ich glaube nicht, dass wir, trotz unserer hohen Führung irgendwann im Spiel einmal unsere Struktur verloren haben. Über 82 Spiele hinweg kommt man ab und zu in solche Phasen. Wir hatten sicherlich eine ganze Reihe von Begegnungen, vor allem zu Beginn des Jahres, in denen wir nicht das notwendige Spielglück hatten. Es ist gut für die Jungs, wenn sie die Chance bekommen, auch einmal einen solchen Abend zu erleben, wo fast alles klappt."
Dadurch konnten sie in den Reihen der Panthers auch die kleinen Dinge würdigen. So war der Treffer zum zwischenzeitlichen 9:1 durch Verhaeghe dessen 30. Saisontreffer. „[30 Tore] sind eine großartige Leistung", befand er. „Aber es ist natürlich nicht das Hauptziel.“
Anerkennung für den starken Auftritt im Derby gab es selbst vom Gegner. „Das ist ein gutes Team da drüben“, lobte Lightning-Kapitän Steven Stamkos. „Sie haben gut gespielt und wir nicht. Es war eine Kombination aus ihrem guten und unserem nicht so guten Spiel und vielleicht ein paar unglücklichen Gegentreffern. Leider gibt es im Laufe einer langen Saison immer wieder solche Spiele."
Bei den Panthers hätten sie in Zukunft sicherlich gerne noch mehr von diesen Spielverläufen. Als nächster Gegner wartet am Dienstag (7 p.m. ET; NHL.tv, Sky Sport; Mi. 1 Uhr MEZ) Tim Stützle mit seinen Ottawa Senators auf die Panthers. Diesmal findet das Kräftemessen aber in Sunrise statt, so dass Florida den NHL-Rekord an Auswärtssiegen in direkter Folge erst im Spiel danach erreichen kann, wenn es am Donnerstag (7 p.m. ET; NHL.tv; Fr. 1 Uhr MEZ) in der PNC Arena in Raleigh gegen die Carolina Hurricanes geht.