Alle wichtigen Szenen aus dem Spiel zwischen den Columbus Blue Jackets und den Florida Panthers

Akira Schmid nutzt bei den Florida Panthers jede Gelegenheit, um seinen Anspruch auf Spielzeit zu untermauern. Am Montag wurde er gegen die Buffalo Sabres nach dem ersten Drittel ins Spiel gebracht, weil Jacob Markström mit muskulären Problemen ausfiel. Der Schweizer konnte zwar nicht die 3:5-Niederlage verhindern, stand aber einen Tag später beim Auswärtsspiel gegen die Columbus Blue Jackets erneut im Tor und war beim 7:3 einer der Schlüsselfaktoren.

„Eine Wand im Tor“

„Akira Schmid hat diese Eigenschaft, dass er viele Paraden einfacher aussehen lässt als sie tatsächlich sind. Er ist so ruhig im Tor. Ich bin sehr zufrieden mit seiner Leistung“, lobte Trainer Paul Maurice. Die Zahlen des 26-Jährigen mögen auf den ersten Blick nur mittelmäßig erscheinen: Er parierte 24 der 27 Torschüsse und kam dadurch auf eine Save-Quote von 88,9 Prozent. Doch Zahlen alleine verraten nicht, was für hochkarätige Chancen er vereitelte. Ein echtes Highlight war, wie Schmid früh im Schlussdrittel mit einem Hechtsprung einen fast sicheren Gegentreffer durch Sean Monahan verhinderte.

FLA@CBJ: Schmid hechtet zur Seite und landet einen Monster-Save gegen Monahan

Seth Jones fand viele lobende Worte für den Goalie. „Er war heute Abend großartig. Er war eine Wand für uns im Tor, besonders zu Beginn, als wir diese wichtigen Paraden gebraucht haben. Er hat ein paar Abschlüsse am langen Pfosten gehalten, die enorm wichtig waren. Und dann die Parade im dritten Drittel, als das Tor völlig offen war. Er war heute wirklich klasse“, so der Verteidiger. „Er kam rein und hat auch hinter dem Tor die Scheibe gut gespielt und damit unseren Spielaufbau unterstützt. Seine Leistung war herausragend.“

Schmid will die Nummer 1 der Panthers werden

Schmid wurde im Juni per Trade im Tausch für ein Drittrunden-Pick 2028 von den Vegas Golden Knights nach Florida abgegeben. Wie er vor einer Woche in einem Interview mit dem SRF klarstellte, sieht er sich keineswegs nur als Backup. „Die Verantwortlichen definierten keine Nummer 1 und 2. Es wurde kommuniziert, dass wir uns zu Beginn die Einsätze aufteilen“, erzählte er. „Ich weiß allerdings nicht, wie lange diese Hierarchie so bleibt: je nach Spielplan einige Wochen oder vorläufig während der Hälfte der Saison. Für mich geht es darum, zu versuchen, die Nummer 1 zu werden. Diesen Platz möchte ich mir erkämpfen.“ 

Der Spielstil der beiden Goalies sei relativ ähnlich, wie Schmid bereits feststellte: „Allerdings bin ich eher ruhiger, er hingegen aggressiver. Das kann ich auch noch von ihm abschauen.“ Der 36-jährige Markström könnte bald wieder auf das Eis zurückkehren. Eine schwerwiegendere Verletzung wurde bei dem Schweden jedenfalls nicht kommuniziert. Der Konkurrenzkampf um die Rolle der Nummer 1 dürfte weitergehen.

Brady Tkachuk glänzt mit natürlichem Hattrick

Der Held des Spiels in Columbus war Brady Tkachuk, der im zweiten Drittel innerhalb von gut acht Minuten drei Tore erzielte und dadurch aus einem 0:1-Rückstand eine 3:1-Führung machte. „Mein Gefühl im ersten Drittel hat mir nicht besonders gefallen“, bilanzierte der Hattrick-Schütze. „Ich persönlich habe einige Pucks leichtfertig hergegeben. Dann machte Matthew einen großartigen Spielzug, der alles ins Rollen brachte. Danach wollten wir einfach weitermachen.“

Tatsächlich wurden alle seine drei Tore von seinem Bruder Matthew Tkachuk vorbereitet. Der jüngere Tkachuk ist nun der erste Spieler in der Geschichte der NHL, dem ein „natürlicher“ Hattrick (drei Tore in Folge) gelang, bei dem sein Bruder alle drei Treffer vorbereitete. „Das ist ziemlich cool. Natürlich träumt man immer davon, dass so etwas einmal passiert“, sagte er. „Bei den verschiedenen Turnieren, bei denen wir gemeinsam gespielt haben, hatten wir schon ähnliche Momente. Es ist ein großartiges Gefühl. Noch mehr freue ich mich allerdings über die zwei Punkte für die Mannschaft.“

Nach dem Spiel bekam der Dreifach-Torschütze viele Nachrichten auf sein Handy, unter anderem von seiner Mutter. „Meine Mutter hat sich wohl am meisten über unsere große Umarmung beim Torjubel gefreut. Dazu hat sie mir geschrieben.“

Brady Tkachuk 101426

Schnelle Panthers wollen ihrer Identität treubleiben 

Für die Panthers war es wichtig, nach dem enttäuschenden Auftritt gegen die Sabres wieder zur alten Qualität zu finden. „Uns hat unsere Leistung gestern überhaupt nicht gefallen. Wir hatten das Gefühl, dass wir etwas nachgelassen und nicht schnell genug gespielt hatten“, sagte Brady Tkachuk. „Heute haben wir gezeigt, was passiert, wenn wir mit hohem Tempo auftreten. Nun stehen einige wichtige Heimspiele an, bevor es wieder auf Auswärtsreise geht. Für uns geht es darum, weiterhin schnell zu spielen, unserer Identität treu zu bleiben und für den Gegner unangenehm zu sein.“

Florida empfängt am Donnerstag die Vancouver Canucks und am Samstag die Seattle Kraken - möglicherweise wieder mit Schmid im Tor.

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